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In der Leistungsumgebung, vor allem in stürmischen Zeiten, streng verpönt: dasitzen und Löcher in die Luft starren. Es gilt als nutzlos. Wie falsch dieses Urteil ist, haben Neuroforscher nun mehrfach bewiesen: Beim "Abschalten" ist das Gehirn besonders aktiv, Synapsen in weit voneinander entfernten Hirnregionen feuern besonders aktiv - der Energieverbrauch ist bis zu 20-mal so hoch wie beim Sprechen, Schreiben oder Reden. Beim Löcher-in-die-Luft-Starren führt das Gehirn also intensive Selbstgespräche. Und das in äußerst organisierter Form. Als Zweck wird vermutet, dass sich dieses Organ so auf künftige Herausforderungen vorbereitet, Informationen an andere Hirnregionen weitergibt und Erinnerungen festigt.
Lasst uns also in den letzten Sommertagen noch ein paar Löcher starren - als gute Vorbereitung für die kommenden Monate wird dies wohl in den meisten Jobs jeder Branche gefragt sein. (Karin Bauer/DER STANDARD; Printausgabe, 27./28.8.2011)
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