Denken im Schlaf

Sigmund Freuds Traumschlösser

28. August 2011, 16:57
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    foto: apa/ingo wagner

    Träume sind der Inbegriff von Rätselhaftigkeit.

Ein neue empirische Studie zeigt: Was jemand träumt, sagt ernüchternd wenig über geheime Wünsche aus

Woher Träume kämen, fragte die Zürcher Psychologin Inge Strauch Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren. "Sie passieren im Kopf", gaben die meisten zur Antwort. "Und warum?", hakte die Forscherin nach. Schweigen. "Wenn ich mir etwas ganz stark wünsche, dann träume ich davon", sagte ein Bub. "Wenn ich mich über meinen Bruder geärgert habe", antwortete ein Mädchen, "dann träume ich nachts davon - und dann ist es wieder gut."

Inge Strauch, emeritierte Psychologieprofessorin der Universität Zürich, lächelt. In ihrer Karriere hat sie tausende Träume untersucht. Sie weiß, dass Kinder besonders oft von Tieren und Fabelwesen träumen und nur selten vom Streit mit Geschwistern. Strauch weiß aber auch: Das Gedankengut von Sigmund Freud, dem Begründer der Psychoanalyse, ist in unserer Gesellschaft so verankert, dass selbst viele Kinder seine Thesen verinnerlicht haben.

Freud behauptet nicht nur, dass Träume an das reale Leben anknüpfen und in ihnen Konflikte verarbeitet werden - für ihn sind sie der "Königsweg zum Unbewussten". Wenn wir träumen, so schreibt er, werden - oft symbolisch verschlüsselt - auch unsere geheimsten Wünsche und Aggressionen sichtbar. Neurowissenschafter hingegen, die mithilfe von Hightech-Geräten beobachten, was beim Träumen im Gehirn passiert, zweifeln das an. Manche von ihnen halten Träume schlicht für eine Art Nervengewitter im Kopf. Und nun gibt ausgerechnet eine von Psychologen verfasste neue Studie den Traumskeptikern Aufwind: "Was jemand träumt", sagt die Bonner Psychologin Ursula Voss, die die Untersuchung geleitet hat, "verrät erstaunlich wenig über ihn." Wird das nächtliche Kino im Kopf also überschätzt?

Schon zur Zeit der Antike hielten die Menschen Träume für kostbar. Die Griechen glaubten, die Söhne des Schlafgottes Hypnos würden ihnen des Nachts wichtige Botschaften zuraunen. Und als der junge römische Staatsmann Gaius Julius Caesar im Jahr 68 vor Christus träumte, er habe mit seiner Mutter geschlafen, beruhigten ihn Traumdeuter: Gemeint sei die Erde, sagten sie, er werde die Welt erobern.

Der starke Mann der modernen Traum-Interpretation ist jedoch Freud, und er ist auf den Unterleib spezialisiert. Daher gilt es, seit 1899 sein Werk Die Traumdeutung erschien, als verdächtig, wenn jemand etwa von einem Bleistift oder einer Zucchini träumt. Denn: "Das männliche Glied findet symbolischen Ersatz durch Dinge, die ihm in der Form ähnlich sind." Träume sind nach Freuds Theorie keine Botschaften des Himmels, sondern stammen aus dem "Unbewussten", einem Bereich der Psyche, in dem allerlei emotionaler Müll lagert: Neid, Eifersucht, Elternmordgedanken, Inzest-Gelüste.

Nach Ansicht mancher Neurowissenschafter hingegen könnte man genauso gut das Rauschen des Windes in Baumwipfeln auf Botschaften aus der Seele hin untersuchen. Träume entstehen aus zufällig ablaufenden Nervensignalen, behaupten sie. Im Jahr 1953 wurde der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) entdeckt. Wer aus dieser Schlafphase geweckt wird, berichtet meist von lebhaften Träumen.

Nur Nervensignale

Der REM-Schlaf entspricht dem Traumschlaf, folgerten die Forscher. Und als man bald darauf das REM-Zentrum im Hirnstamm lokalisierte, behauptete der US-Forscher Allan Hobson: Der Hirnstamm produziert, während wir schlafen, völlig willkürlich Nervensignale, und das Gehirn versucht, daraus halbwegs nachvollziehbare Geschichten zu basteln - ohne tiefere Bedeutung. Freuds Traumtheorie schien vom Tisch.

Dann jedoch stieß der südafrikanische Neurologe Mark Solms in den 1980er-Jahren auf Patienten, die aufgrund eines Gehirntumors keinen REM-Schlaf mehr hatten - und trotzdem von Träumen berichteten. In der Fachliteratur fand er auch Beispiele für das umgekehrte Phänomen: Menschen, die zwar einen normalen REM-Schlaf haben, aber nicht träumen. Bei den traumlosen Patienten, die er untersuchte, war ein Teil des Frontalhirns geschädigt, eine Region, die Neurologen als das "Belohnungszentrum" bezeichnen. Es wird immer dann aktiv, wenn wir etwas begehren: sei es Nahrung, Zuneigung, Schlaf, Alkohol - oder eben Sex. Freud war wieder halbwegs rehabilitiert.

Der Streit wogt bis heute: Spiegeln Träume nun das Seelenleben wider? Verweisen sie auf Alltagsprobleme, Wünsche und Begierden? Oder ist ihre tiefere Bedeutung nur ein Traumschloss, das sich Freud ausgemalt hat?

Das Forschungsteam um die Psychologin Ursula Voss von der Universität Bonn wollte es genauer wissen: Was sagen Träume über die Lebenssituation der Träumenden aus? Die Wissenschafter untersuchten, wie sich die Träume von körperlich behinderten und nicht behinderten Menschen unterscheiden: 50 Probanden führten ein Traumtagebuch: zehn der Versuchspersonen sind von Geburt an gelähmt, vier taubstumm, 36 nicht behindert.

Gelähmte können im Traum gehen und Taubstumme hören und sprechen, stellten die Forscher fest. In einigen Träumen waren Menschen auf einen Rollstuhl angewiesen - doch die stammten von Nichtbehinderten. Auch Taubstummheit spielte in manchen Träumen eine Rolle - aber nicht in den Träumen der gehörlosen Probanden. "Ein zentraler Bestandteil des realen Lebens behinderter Menschen - ihre Behinderung nämlich - kommt in ihren Träumen nicht vor", sagt Voss: Träume scheinen also lange nicht so eng an das Alltagsleben anzuknüpfen, wie Freudianer vermuten. Was noch spannender ist: Behinderte träumen auch nicht häufig davon, keine Behinderung zu haben. Die Fähigkeit, sprechen, hören oder gehen zu können, spielte in ihren Träumen keine wichtigere Rolle als bei den Nichtbehinderten. Sie scheinen also keineswegs fokussiert auf Lebensbereiche, die ihnen im Wachzustand versagt sind: "Auch eine Psychoanalytikerin aus unserem Team war nicht in der Lage, zu erkennen, welche der Träume von Behinderten stammten", erzählt Voss. Offenbar geht es beim Träumen also nicht um die Erfüllung von Wünschen. "Und Träume scheinen generell viel weniger über die reale Lebenssituation der Träumenden auszusagen, als viele glauben", sagt die Wissenschafterin.

Denken im Schlaf

Ein Resultat der Studie mit Kinder und Jugendlichen, die die Zürcher Psychologin Inge Strauch vor einigen Jahren durchgeführt hat, scheint in eine ähnliche Richtung zu weisen: Wie aus vielen Untersuchungen bekannt war, wirkt sich der Leistungsdruck in der Schule stark auf das Gefühlsleben von Jugendlichen aus. Doch nur in etwa jedem zehnten Traum von Jugendlichen, die Strauch untersuchte, spielten Lehrer, Unterrichtssituationen oder Prüfungen eine Rolle. Szenen auf dem Pausenhof etwa kamen deutlich häufiger vor als das Büffeln im Klassenzimmer.

Ursula Voss vermutet, dass träumen eine Form des kreativen Denkens sei: "Man erlebt und verarbeitet Themen im Traum in neuen Zusammenhängen", sagt sie, "und löst sich von eingespurten Denkmustern." Wissenschafter der Universität Lübeck konnten unlängst in Experimenten zeigen, dass Menschen nach dem Tiefschlaf Denkaufgaben besser lösen als Versuchspersonen, die keine Zeit zum Träumen hatten.

Die wichtigste Aufgabe von Träumen könnte aber eine ganz andere sein: Der südafrikanische Neurowissenschafter Mark Solms berichtet, dass alle traumlosen Patienten, die er untersuchte, zwar unter keinen psychischen Störungen litten, aber dennoch beeinträchtigt waren: "Sie hatten nachts alle Schwierigkeiten durchzuschlafen." Gut möglich also, dass Träume in erster Linie die "Wächter des Schlafes" sind.

Auch eine Antwort aus der Zürcher Kinder-Umfrage von Inge Strauch passt zu dieser These: "Wir träumen", sagte eine Elfjährige, "damit uns im Schlaf nicht langweilig wird." (Till Hein, DER STANDARD Printausgabe, 29.08.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 64
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Barbarin
70
31.8.2011, 12:38
Wissenschaftler sind arme De**en...

...es gibt Träume, jeder hat sie, viele träumen auch, was dann später tatsächlich passiert und das Wunder ist nicht erklärbar.

Leider sind Wissenschaftler keine Instanzen, sondern bezahlte Lulus (bzw. Bürokraten), die helfen Propaganda (in dem Fall für Pharma-Industrie sprich Mafia) zu verbreiten...also Verbrecher!

Kein Begriff drückt Mich aus
00
31.8.2011, 03:08
Traum als "Königsweg zum Unbewussten"

Mag er ja mal geschrieben haben. Aber vielleicht hat er auch andermal anderes geschrieben.

Die drei zentralen Methoden zur Analyse des Unbewussten sind: 1) Traumdeutung, 2) freie Assoziation, 3) Analyse von Fehlleistungen (wie z.B. freudschen versprechern)

Franz Fichtenauer
22
30.8.2011, 15:11

als kind dachte ich schon. warum ist der traum realer als die wirklichkeit?! "DAS GEHIRN IST MÄCHTIG".. ja mhmmm...denkansatz:

Gehirn = Antenne (besser gesagt Quantenantenne), welche Energetisch verschänkte Zustanände emfangen und senden kann. Zwischengespeichert wie in einem RAM.
Schlaf = übertragung der daten an den energiekörper

Up/Download-Rate = sehr hoch (REM Pahse immer nur so 10 Minuten 3-4 mal die Nacht). NUR vielleicht muss man den speicher auch immer wieder neu formatieren? (tiefschlaf).

erklärt dann auch, dass ausserkörperliche erfahrungen sogar meisstens um einiges realer wirken als der wachzustand.

ich sag nicht das es so ist :) aber "unterbewusst" spürt jeder, dass das gehirn nicht der sitz des bewusstseins ist.

öl - ölölö
00
20.10.2011, 15:44

mein gehirn ist der sitz meines bewusstseins. wo soll es sonst sitzen? es gibt nichts in mir, das denkt oder gedanken hat, außer meinem gehirn. was ist das für ein "energiekörper", von dem sie sprechen? das klingt nach esoterik.

Franz Fichtenauer
00
4.11.2011, 16:28
Nun ja

Das kommt drauf an wie man es betrachten möchte. Weil es hat nichts mit Esoterik zu tun wenn man sich ansieht was man weiss über das Gehirn. Ich bin weder Arzt noch Wissenschaftler aber ich verstehe so viel vom Gehirn dasich erkenne kann, dass es kein Speicher ist. Wir wissen mehr oder weniger dass das Gehirn ein Prozessor ist und Daten überträgt und bei gewissen Gedanken, Sprache., Musik etc sind andere Bereiche aktiv.

Ich trau mich behaupten das die Wissenschaft keine Ahnung hat wo und wie genau und im welchen Format gespeichert wird. Und warum im Prozessor? Wo man keine Spuren eines Speichers findet... Man will oder will nicht verstehen was das Gehirn und die Gedanken sind...

Barbarin
00
31.8.2011, 12:19
Generell super posting...also grün und danke!

..nur:

Bewusstsein: gespeicherte Infos (Wissen) von Eltern, System - also außen

Unter-Bewusstwein: das Wissen um "die Wahrheit" - also was für den jeweiligen Menschen gut ist, Standard-ausrüstung seit Geburt (oder Zeugung).

Daher gibt es TV, Radio, Zeitungen also Propaganda-Medien, damit Gehirnwäsche stattfinden kann - also mehr Dreck fürs Bewusstsein, damit das Unterbewusstsein ja nicht hörbar/fühlbar ist!

Warum?....weil die Reichen (1 %) brauchen konsumierende, verwirrte und unfrei Konsumsklaven...das System ist rund 10.000 Jahre alt.

Lesen Sie dazu E. Fromm "haben oder sein" LG
B

animalmother
00
30.8.2011, 09:46

"Der REM-Schlaf entspricht dem Traumschlaf, folgerten die Forscher". .."dass Menschen nach dem Tiefschlaf Denkaufgaben besser lösen als Versuchspersonen, die keine Zeit zum Träumen hatten".
REM-Schlaf ist Tiefschlaf? Sehr mysteriös.

Chocoholic
00
30.8.2011, 09:24
entschuldigung Frau Psychologieprofessorin,

Aber es ist doch vollkommen klar, dass der unbewusste Wunsch eines behinderten Menschen sehr wohl ist, ohne Behinderung zu leben. Oder zumindestens einmal zu sehen, wie es ist, ohne Behinderung zu leben. Daher sehe ich das nicht als Beweis, dass der Traum nichts mit dem realen Leben des Menschen zu tun hat und deswegen unabhängig vom realen Leben sei. Komische Schlussfolgerung, die entweder im Artikel komisch formuliert wird oder von Frau Professorin komisch formuliert wird.

Chocoholic
00
30.8.2011, 09:21
Entschuldigung,

Zinsenfeger
13
29.8.2011, 16:40
..."und er ist auf den Unterleib spezialisiert"

wann werden die Freud-Klischees endlich einmal ein Ende nehmen? In der Traumdeutung steht übrigens ganz dezidiert, dass ein spitzer Gegenstand im Traum per se NOCH NICHT irgend einen Geschlechtsteil symbolisiert. Aber das wird anscheindend gewollt immer wieder überlesen...

Barbarin
00
31.8.2011, 12:43
? Achtung Fangfrage?

Was sind die stärkesten Triebe des Menschens?

Auf was ist die Natur ausgelegt? Leben? Geht das ohne Fortpflanzung?

Wenns nur die Fragen 5 min setzen lassen, sollte die Antwort klar vor Ihnen stehen...warum Freud bis zu einem gewissen Grad SEHR recht hat!

Kein Begriff drückt Mich aus
01
30.8.2011, 00:13

Konservative, Religiöse und bestimmte Wissenschaftrichtungen wie der Positivismus, Empirismus oder kritische Rationalismus, haben sich zu einem heiligen Bündnis zusammengetan, um die Psychoanalyse - aus unterschiedlichen Gründen - zu verteufeln. Deren Erkenntnisse sind aber zum Teil so schlagend, dass sie trotz ihrer Brisanz Eingang gefunden haben in das Alltagsdenken der Massen. Den Traum jetzt wieder abzutun als Abfall des Hirnes, zeigt nur eines: dass manche Leute Abfall scheinbar auch im Wachzustand produzieren können.

Kein Begriff drückt Mich aus
01
30.8.2011, 00:17

Kleine Korrektur: Letzter Satz: dass manche Leute Abfall scheinbar zumindest im Wachzustand produzieren können. Was keine große Erkenntnis ist.

Deshalb müssen sie sich ihre eigene Psychoanalyse konstruieren, einen Pappgegner aufbauen, um diesen dann genüsslich umzustossen. Kleingeister. Freud hat sicher nicht überall Recht. Er hat sehr viele konservative Elemente. Aber solche Kritiken wie hier sind nicht ernstzunehmen.

chacun à son gout
00
29.8.2011, 15:13
na also wenn sie das mit einem fMRI bewiesen haben,

dann ist natürlich überhaupt kein spielraum für diskussion mehr. das ist jetzt echt faktum. ey. die technik macht möglich, dass wir dinge endlich wirlich verstehen.

die forscherin denkt, ein behinderter müsste sich wünschen, nicht behindert zu sein. das kommt nicht in den träumen vor? na also ^^

weiter unten sagen sie dann dass träume den schlaf schützen (sagt freud genauso).

freuds traumdeutung 1899 ist also teilweise nicht richtig. na wenn das jetzt nicht der sieg der wissenschaft ist.

das tragische ist, dass freud mit einem fMRI wahrscheinlich wirklich geniale dinge entwickelt hätte (hat er ja schon ohne). die heutigen wissenschaftler sind dagegen leider ein bissl armleuchter. net bös sein.

obiwan
53
29.8.2011, 14:20
Wir Buddhisten

unterscheiden in diesm Zusammenhang, 3 Geisteszustände: den Wach-Geist, den Traum-Geist und den Traumlosen Tiefschlaf-Geist.

Durch konzentriertes üben ist auch letzterer erreichbar, es gibt Berichte über Praktizierende die ein Leben Lang im schlaf im Traumlosen Zustand verweilen können, Mediziner werden dies sicher nicht glauben. Wie auch immer, ich bin auch nicht soweit, aber durch üben komm ich meinen Träumen schon näher und es ist spannend. Für mich geht es dabei meist um unabgeschlossenen Themen, Beziehgungen, Traumatas klein und groß.
Wir stehen im Kloster immer um 4 Uhr auf, praktisch mitten im Träumen und gehen dann zur Meditation und da hab ich darüber schon allerhand erfahren, da sind schon manche Lichter aufgegangen.

Wolkengedanken
00

"Wir stehen im Kloster immer um 4 Uhr auf "

Leben Sie in einem Kloster oder meinen Sie nur "wir Buddhisten" ?

obiwan
01
29.8.2011, 15:15
ich möchte gerne wissen

warum jemand diesen Beitrag mit "unnötig" bewertet!
Ich bitte um Kommentar!

Ich habe 40 Jahre lang von eingestürtzten im Krieg zerstörten Häusern geträumt und Verfolgungsjagden in diesen Szenarien, bis ich mich mit meiner Großvätergeneration auseinandersetzten mußte und sich die Dinge zu lösen begannen. Seither gibt es nur mehr Stahl- und Glasbauten, meist Hochhäuser, es ist schon spannend, was da so alles passieren kann.

Und da gäbe es noch mehr Geschichten zu erzählen. Alles echt!

Barbarin
00
31.8.2011, 12:48
Ich hatte in meiner Kindheit Visionen (nicht im Schlaf)...

...dass ich flüchten muss bzw. auf der Flucht bin, mit vielen anderen...

Habe dann unsere Familiengeschichte erkundet...meine Oma ist geflüchtet (Sudeten-Deutesche) mit 3 Kinder (als Witwe) nach 2 WK.

Tolle Postings! Grün!

chacun à son gout
10
29.8.2011, 14:58
spannend.

dennoch darf ich bitte kleinlich sein? man hat ein trauma und mehrere traumata. traumata ist schon plural.

in der medizin wird vieles bewiesen. die nächste studie beweist was anderes. studien beweisen oft das, was forscher beweisen wollten, bevor die studie begann. darüber gibt es studien.

obiwan
01
29.8.2011, 15:11
Danke

Ich meinte einzelne Traumas, als Einzeltrauma wie Autounfalllenker und der Beifahrer stirbt, und dann viel kleine Traumatas wie, Mobbing, die sich kumulieren, aber ich bin ja nur Suppenküchenpsychologe von meiner eigenen Suppe.

Ja, das mit der Empirik ist ein eigenes langes Thema, dennoch wichtig, aber eben nicht nur, leider wird hier von vielen Schindluder betrieben und sobald man zB über den Atem als Erfahrung spricht ist man gleich Esoteriker, aber dem ist nicht so!

chacun à son gout
00
29.8.2011, 15:40
ich habe selbst eine zeit lang zen sitzen probiert

und herausgefunden dass das nicht mein weg ist. aber ich weiß, dass es ein sehr interessanter weg ist. für manche menschen ist vieles "unnötig" von dem sie noch nicht durch eigene erfahrung wissen, welches bild sie da von vornherein ablehnen. "weil nicht sein kann, was nicht sein darf".

schuld an buddhismus-esoterik-bildern sind wahrscheinlich die shops, wo man sein sitzkissen direkt neben den räucherstäbchen direkt neben den traumfängern und den rosenquarzen kaufen kann. die nähe der esoterik zu buddhismus et al ist oft durch solche lappalien bedingt.

(ps.: dennoch bleibt ein trauma immer ohne s :-) )

Chocoholic
00
30.8.2011, 09:28
Ich persönlich finde genau das gut. Dadurch erhöht er sich nicht.

Im Gegensatz zu manchen Anhängern, die sich dann als etwas Besseres fühoen gegenüber den kleinen Ungläubigen Esoterikern... Nur als kleine Warnung.

Triffst Du Buddha auf Deinem Weg, erschlag ihn.

obiwan
10
29.8.2011, 16:05
ohne S :-)

Unserem Lehrer ist die Bezeichnung Buddhismus auch immer mehr unlieb, da es einfach Kisten aufmacht , man sieht nicht die Jahrtausende alte Werkzeuge die uns helfen, so und jetzt bräuchte ich mehr Platz und Zeit, denn so einfach zu sagen, uns glücklicher machen, trifft die Sache gar nicht.

Vor allem im Zen, mit den vielen japanisches Zeugs, sieht man den Wald oft vor lauter Bäumen nicht!

Und ich kann es nicht lassen, sie haben nie einen Vortrag von unseren Lehrern gehört, denn dann würden sie wahrscheinlich noch Sitzen :-)

chacun à son gout
00
29.8.2011, 16:10
ich bin mit einem zen-meister befreundet 8-)

aber meins ist: radfahren, laufen (marathon) und bergwandern. mir öffnet ein 30km lauf um 5 in der früh, wo ich es manchmal schaffe nur vor mich zu schauen und "es laufen zu lassen" auch einiges.

und es bricht mir nachher nicht das kreuz.

obiwan
00
29.8.2011, 16:25
ist ja auch schön

und ich hör schon auf!

Aber mit meinem Kreuz geht es mir seitdem ich sitze richtig gut!

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