Inkontinenz

Wechseljahre für die Blase

27. August 2011, 08:36

Östrogendefizit macht Frauen anfällig für eine Harninkontinenz

Die Wechseljahre bringen für Frauen viele körperliche und seelische Veränderungen. Der Übergang in diese Lebensphase wird von vielen als belastend empfunden - insbesondere, wenn sich  auch noch eine Blasenschwäche bemerkbar macht. Zwei Drittel aller Frauen haben in den Wechseljahren geringfügige Probleme mit dem Wasserhalten, ein Viertel aller Frauen leidet an einer Harninkontinenz, berichtet das Infozentrum Inkontinenz.

Grund für die plötzliche Blasenschwäche ist der sinkende Östrogenspiegel. Der weibliche Körper produziert in den Wechseljahren immer weniger von diesem Hormon, weil die Eierstöcke langsam ihre Arbeit einstellen. Das hat vielfältige Folgen: Der Körper reagiert stärker auf die reizenden Stoffe im Urin. Dadurch nimmt der Harndrang zu. Der pH-Wert in der Scheide steigt, und damit wird die natürliche Scheidenflora anfälliger für Krankheitserreger. Keime und Bakterien breiten sich außerdem leichter aus, weil die Schleimhäute durch den Hormonrückgang schlechter durchblutet werden. Bindegewebe und die Beckenbodenmuskulatur werden schwächer, der Schließmuskel wird geschwächt. Außerdem kann ein schwacher Beckenboden zu einer Senkung von Blase und Gebärmutter führen, was wiederum eine Blasenschwäche begünstigt.

Inkontinenz ist nach wie vor ein Tabuthema. Dabei ist jeder Zehnte davon betroffen. Die meisten Menschen leiden im Stillen, dabei kann eine gezieltes Beckenbodentraining oder eine lokale Therapie mit Östrogenen Abhilfe schaffen und damit die Lebensqualität entscheidend verbessern. Spezielle Salben, Zäpfchen und Tabletten fördern die Durchblutung der Blase. Außerdem halten diese Arzneimittel das Gewebe elastisch und sorgen für ein schützendes Scheidenmilieu. (red)

Kathi1609
 
04
28.8.2011, 09:58
Ich vermisse eine der Hauptursachen für weibliche Inkontinenz, die speziell Frauen zwischen 40 und 60 in Österreich sehr häufig (und unnötig) erwischt:

Die Hysterektomie.

Lilith Boessse
 
01
27.8.2011, 22:33
Trias verlag

Helle Gotved: "Beckenboden und Sexualität"

auf für schwangere sehr zu empfehlen, um einem dammriss vorzubeugen!

ulli52
 
00
27.8.2011, 14:28
es gibt auch eine gute chirurgische methode:

mit einem kleinen eingriff wird ein band eingesetzt, das die harnröhre und den beckenboden stabilisiert
http://de.wikipedia.org/wiki/Tens... ginal_tape

erb07
00
29.8.2011, 14:42

eine op, die leider häufig mißlingt.

Chocoholic
03
27.8.2011, 10:36
Wie kann man darüber schweigen? Sollt das nicht die Ärztin ansprechen,

Versteh ich nicht. Warum fragt die Ärztin da nicht nach, wenn üblich ist?

joen
00
28.8.2011, 22:21

es sind immer die Anderen Schuld und gefordert-wie wärs mal zur Abwechselung mit Eigenverantwortung. Und : was wenn der Arzt es anspricht und sich die Patientin aber zu sehr schämt um die Wahrheit zu sagen ?!?

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