Kirche kritisiert "Hetzinserat" von SVP

26. August 2011, 10:21
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    foto: svp

    Mit diesem Plakat wirbt die Schweizer Volkspartei für ein Volksbegehren gegen Massenzuwanderung.

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    foto: reuters/christian hartmann

    Die SVP ist für populistische Plakate bekannt. Mit dem Slogan "Sicherheit schaffen" warb die rechtskonservative Partei 2007 etwa dafür, "schwarze Schafe" aus dem Land zu werfen. Bei den darauffolgenden Parlamentswahlen wurde die SVP stimmenstärkste Partei.

Populisten schalten Anzeige mit "Kosovaren schlitzen Schweizer auf"

Bern - Die Schweizer Bischofskonferenz wirft der mitregierenden rechtskonservativen Schweizer Volkspartei (SVP) Volksverhetzung vor. Die Partei prangert in Anzeigen mit dem Titel "Kosovaren schlitzen Schweizer auf" Gewalttaten kosovarischer Zuwanderer an. Die Medien- und die Migrationsfachstelle der Bischofskonferenz protestierten nun laut Kathpress "aufs Schärfste" gegen die Kampagne.

"Die Publikation dieses Hetzinserates stellt einen erneuten Dammbruch in der politischen Kultur der Schweiz dar", erklärten die Bischöfe. Auf diese Weise werde ein Verbrechen zweier Täter zum Verbrechen einer ganzen Volksgruppe gemacht und unverhohlen Hass gegen die Zuwanderer geschürt. Die Kirche forderte Medien und Verlage auf, "dieser gotteslästerlichen Menschenverachtung keinen Platz mehr einzuräumen". Zugleich begrüßte sie die Entscheidung einiger Zeitungen, den Abdruck der Anzeige abzulehnen.

Mitte August hatte ein 59-jähriger Kosovare in Pfäffikon bei Zürich seine Frau sowie die Leiterin des Sozialamtes erschossen. Am gleichen Tag wurde einem Kommunalpolitiker der SVP aus dem Kanton Bern bei einer Auseinandersetzung mit zwei kosovarischen Männern im Alter von 31 und 33 Jahren die Kehle durchgeschnitten. Er überlebte Medienberichten zufolge knapp. In der Schweiz leben rund 170.000 kosovarische Zuwanderer.

Die Schweizer Gewerkschaft Unia reagierte am Montag auf die Inserate der SVP mit einer Kampagne gegen Fremdenfeindlichkeit. In den nächsten vier Monaten wird die Unia an ihre Mitglieder Postkarten mit Botschaften gegen Fremdenfeindlichkeit verteilen. Unter der Webseite www.ohne-uns-keine.ch können Interessierte Fahnen mit dem Kampagnen-Slogan "Ohne uns, keine Schweiz. Stopp Fremdenfeindlichkeit" bestellen und diese vor den Fenstern zu Hause oder am Arbeitsplatz aufhängen. Geplant sind laut Unia auch Aktivitäten auf öffentlichen Plätzen. Zum Abschluss der Kampagne findet am 17./18. Dezember ein internationaler Migrationstag statt. Ziel der Kampagne ist es, die Schweizer über die Wichtigkeit von MigrantInnen für die Schweiz zu informieren. So haben etwa 69 Prozent aller Bauarbeiter keinen Schweizer Pass, wie Filipa Fazendeiro-Chinarro, Gewerkschaftssekretärin der Unia Genf, sagte. Über 40 Prozent des Pflegepersonals in der Schweiz seien ebenfalls Ausländerinnen und Ausländer. Auch die großen Schweizer Pharmaunternehmen oder die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft wären ohne Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht so erfolgreich. (APA)

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uruguay
 
00
15.11.2011, 14:45
Ist doch kein Wunder!

Rassismus ist ein stichfester bestandteil der europäischen Völker und der europäischen (Un-)Kultur!!!!!

HasSe Strache
00
19.9.2011, 21:41

...schaut euch mal das kleine Bild bei Artikel. Afuf der Main page. Ist das der SPD, oder? Hab mich schon gewundert ob die Toitsche Kirche die SPD kritisiert wegen dem Kroko!

salman
 
12

Die Migranten und ihre Kinder, die hier auf die Welt kommen, sollen "sich integrieren", d. h. in ihren kulturellen Eigenheiten unauffällig machen und im Bildungssystem und am Arbeitsmarkt brav mitspielen und natürlich Steuern bezahlen, aber die gleichen Rechte haben sie nicht, sie dürfen nicht wählen, sie bekommen in D die Staatsbürgerschaft nur unter Auflagen, selbst wenn sie hier geboren sind, sie sind im Bildungssystem, am Arbeitsmarkt und in der Justiz mehr gefährdet, ungerecht behandelt zu werden ...

Ein offeneres Verständnis, wonach jeder, der sich länger in einem Land aufhält, alle staatsbürgerlichen Rechte beanspruchen darf, würde vieles ändern ... Dazu wird es aber nicht so schnell kommen ...

Alexander Patjomkin
00
.. hoffentlich langsam auch nicht...

pöse pöse
 
00

Gibt es sowas nicht?
Die legale Einwanderung, mitsamt Staatsbürgerschaft?

Th. Heil
25
29.8.2011, 14:12
Solchen albanischen Terror

mussten die Serben im Kosovo Jahrzehnte lang erdulden. Als "Dankeschön" erhielten sie von der NATO acht Wochen Bombenterror.

kleiner lieber Bär
31
Jaja, die armen braven heiligen Serben

Sulic
03
Bisher behaupteten unsere Massenmedien immer,

die Albaner seien brav und heilig. Jetzt fliegt der Bumerang zurück.

kleiner lieber Bär
11
ich glaube eher, es müssten beide a bissi braver sein

Th. Heil
00
Etwa

nach US-Vorbild?

Bugio
00
31.8.2011, 16:36

Und Deutschland finanziert es mit Geld aus der Schweiz:

http://www.spiegel.de/politik/d... 94458.html

http://www.focus.de/politik/d... 52286.html

Und so sieht eine Massenschlägerei zwischen Deutschland und der Schweiz aus:

http://www.youtube.com/watch?v=17M5v-kxRH8

Sulic
15
29.8.2011, 14:11
Na wenn Schweizer Politiker

schon einen von den USA erbombten und erpressten Mafia-Staat auf serbischem Boden anerkennen, so soll die Schweiz halt auch ein wenig vom Terror abbekommen.

Zorro4
00
29.8.2011, 18:10

also das geht ja wohl eher aufs konto der eu, und nicht aufs konto der amerikaner.

Th. Heil
03
29.8.2011, 18:33
Im Kosovo

wurde keine EU-Militärbasis errichtet, sondern eine Amerikanische namens Bondsteel. Kosovo wurde hautsächlich auf Drängen der USA unabhängig. Die EU folgte lediglich als US-Kettenhund.

Zorro4
07
29.8.2011, 13:21
Dr.Seltsam, wenn sie schon differenziert betracht sollten sie auch nicht vergessen

a) eingebürgerte österreicher die straftaten begehen einfach als österreicher geführt werden, was die statistik erheblich verfälscht, und b)das viele dieser deutschen kriminellen in österreich,deutsche mit migrationshintergrund sind. was zu einer weiteren verwirrung führt.

Dr. Seltsam
 
20
29.8.2011, 08:18

Die Bild und Formensprache der SVP erinnert immer stärker an jene der NSDAP.

Off Topic:
Ich frage mich, warum so eine Seite nicht abgedreht wird:
http://www.alpen-donau.net

Nelson25
00
29.8.2011, 09:21
ns-meldestelle@bvt.gv.at

Dr. Seltsam
 
00
29.8.2011, 11:03

Ist ja nicht so, dass die Seite unbekannt wäre.

Der Kluge
04
29.8.2011, 01:30

"Am gleichen Tag wurde einem Kommunalpolitiker der SVP aus dem Kanton Bern bei einer Auseinandersetzung mit zwei kosovarischen Männern im Alter von 31 und 33 Jahren die Kehle durchgeschnitten."

Wer ist hier Opfer und wer Täter? Wieso wird über die häufigen Angriffe auf demokratisch-patriotische Politiker nie berichtet?
Würde ein Nationalist einem linken Politiker die Kehle durchschneiden, würde das überall groß thematisiert werden.

@SVP
Was sollen Kosovaren sein? Dieses Volk gibt es nicht. Dort leben vor allem Serben und Albaner.

Beides übrigens Völker die man in gewisser Dosis erfolgreich integrieren kann. Die albanischen Messerstechereien sind lästig, aber grundsätzlich vernünftige, anständige Leute.

Zorro4
39
28.8.2011, 20:06
Interessant finde ich, das von manchen hier immer von einer

vernünftigen, besonnen,lösungsorientierten Herangehensweise die Rede ist. Freunde, es is ja nicht so das in Europa die letzten 60 Jahre Nationalsozialisten,Rassisten oder Ausländerfeinde an der Macht waren.Sondern zu einem grossen Teil Linke. Was haben die all die Jahrzehnte getan? anscheinend nichts, denn sonst hätten wir das Problem heute nicht. Das Problem mit Migranten auf die Rechten zu schieben ist nicht nur erbärmlich,falsch sondern auch kontraproduktiv. Da sichs bald niemand gefallen lassen wird, sich als Rassist betiteln zu lassen, der die Vermutung äusserst das Migration, zumindest in der Form, gescheitert ist oder man zumindest viel härter gegen kriminelle Migranten vorgehen muss.

Dr. Seltsam
 
12
29.8.2011, 08:06

In Österreich, Deutschland und der Schweiz waren seit dem WKII v.a. konservative Kräfte an den Schalthebeln.
Sie sollten also vorsichtig sein, den Linken die Schuld an Versäumnissen in der Integrationspolitik in die Schuhe zu schieben.

pöse pöse
 
01

War nicht die SPÖ den Großteil der Zeit seit dem 2.WK an der Macht?
Und das ist ne konservative Partei für dich?

R.M. S.
01

"In Österreich, Deutschland und der Schweiz waren seit dem WKII v.a. konservative Kräfte an den Schalthebeln."

Also in Österreich war seid 1955, die SPÖ 46 Jahre entweder an der Regierung beteiligt oder stellte diese.

Wie sie daraus ableiten das die "konservative Kräfte" an Schalthebeln der Macht in Österreich saßen ist mir schleierhaft.

D/E
00
11.9.2011, 14:01
Bullshitting ist halt

eine Kunst.

Dr. Seltsam
 
11
29.8.2011, 08:04

Ich kenne nicht die Statistiken in der Schweiz. Die österreichischen Statistiken lassen aber keinen Schluss zu, dass Einwanderer bei der Kriminalität überrepräsentiert wären.

Man kann durchaus über Migration und die damit verbundenen Probleme sprechen. Migration bedeutet ja nicht nur eine Herausforderung für die Zielländer, sondern ist ja auch eine große Herausforderung und ein Entwicklungshemmnis für die Herkunftsländer.

Ich denke auch, dass man über gesellschaftliche Zukunftsmodelle diskutieren sollte, die vielleicht ohne demographischen Ausgleich durch Migration auskommen.

Es ist aber einfach nur populistisch, ein singuläres Ereignis, wie den Vorfall in der Schweiz im Kontext mit Migration zu diskutieren.

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