Laut UNO werden aber insgesamt 1,6 Milliarden Euro benötigt
Addis Abeba - Eine Geberkonferenz der Afrikanischen Union (AU) zur Hungersnot in Ostafrika hat Hilfszusagen in Höhe von 247 Millionen Euro gebracht. Der Großteil entfiel auf die Afrikanische Entwicklungsbank mit 208 Millionen Dollar, wie AU-Kommissionspräsident Jean Ping am Donnerstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba mitteilte. Der Rest der Gelder sei von afrikanischen Staaten und privaten Gebern gekommen.
Dürre
Laut Uno werden 1,6 Milliarden Euro benötigt, um den 12,4 Millionen hungernden Menschen zu helfen, die derzeit von der schwersten Dürre seit mehreren Jahrzehnten betroffen sind. Vor der Konferenz gab es von afrikanischen Staaten Zusagen über 14,5 Millionen. Die EU und ihre Mitglieder sagten bisher knapp 600 Millionen Euro zu.
Die AU war von Hilfsorganisationen für ihre mangelnde Spendenbereitschaft wiederholt kritisiert worden. "Wir müssen sicher stellen, dass diese Konferenz nicht nur eine Gelegenheit für Politiker wird, Phrasen zu dreschen und ein Vermögen für Spesen für sich und ihr Gefolge auszugeben", sagte ein Mitarbeiter der afrikanischen Hilfsorganisation Africans Act 4 Africa. (APA, red, DER STANDARD Printausgabe, 26.8.2011)