"Phönix"

Neuer Preis belohnt Unternehmenskooperation mit Wissenschaft

25. August 2011, 18:53

Wissenschaftsminister Töchterle will "Transferbörsen" für Zusammenarbeit mit Klein- und Mittelbetrieben an Hochschulen

Alpbach - Die Kooperation von Wirtschaft und Wissenschaft hat sich bereits am Eröffnungstag der diesjährigen Alpacher Technologiegespräche als einer der Schwerpunkt etabliert. Dem Engagement von jungen Unternehmen im Forschungsbereich will Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle nun auch durch einen neuen Preis eine Bühne bieten, wie er heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz erklärte. Der "Phönix" soll im Herbst erstmals ausgeschrieben werden. Gemeinsam betonten Infrastrukturministerin Doris Bures und Töchterle auch die Priorität der Ausbildung von "guten Köpfen".

In drei Kategorien - für junge Unternehmen, für Frauen als innovative Unternehmerinnen und als Junior-Preis für Newcomer - soll der "Phönix - Gründungen mit Zukunft" ausgeschrieben und im Frühjahr 2012 erstmals verliehen werden. Erfreulich sei, dass die Anzahl der Firmenneugründungen von Akademikern stetig wachse. Gerade im im Bereich der Klein- und Mittelbetriebe müssten allerdings Kooperationen mit den Hochschulen angestrebt werden. "Kleinere Betriebe brauchen für ihre Innovationen Unterstützung von Außen - eine Hochschule kann hier mit Ressourcen dienen", so Töchterle. Diese "Transferbörsen" gelte es an allen Hochschulen auszubauen.

Ihre eigene Initiative für die Steigerung der Forschungsausgaben durch Großbetriebe hatte Bures bereits vor der gemeinsamen Pressekonferenz in den Morgenstunden vorgestellt. Gemeinsam betonten dann die beiden mit Wissenschafts- und Forschungsagenden befassten Ressortchefs allerdings die große Bedeutung der Nachwuchsförderung: "Wir brauchen die guten Köpfe", so Bures und Töchterle unisono. Junge Menschen, vor allem Frauen, müsse man aktiv für Studien mit Zukunftschancen begeistern, so Bures. "Wir benötigen nicht weniger gut ausgebildete Menschen, sondern mehr."

Nicht ganz so einig dürften die Regierungsparteien auf dem Weg dahin sein, obwohl die beiden Minister die Reizthemen Hochschulzugang und Studiengebühren am Donnerstag vermieden. Töchterle betonte, "das Entscheidende ist nicht, wie viele sich auf der Universität tummeln, sondern wie viele mit Abschluss aus der Uni herauskommen". Für die Erhöhung der Absolventenzahl müsse vor allem die Verbindlichkeit des Studiums erhöht werden. Gleichzeitig verwies der Minister erneut auf den von den Experten geforderten Ausbau des FH-Sektors. "Ja, wir brauchen mehr Absolventen guter Schulen", so Töchterle. "Das müssen aber nicht alles universitäre Abschlüsse sein." (APA)

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