Vorarlberger Obmann Hagen erwartet Diskussionen
Das BZÖ Vorarlberg wird am Donnerstagabend in einer ohnehin vorgesehenen Parteivorstandssitzung in Bregenz über den Ausschluss von Gründungsmitglied Hubert Gorbach entscheiden. Er habe mit Gorbach gesprochen, dieser sei "nicht erfreut", so der Vorarlberger BZÖ-Obmann Christoph Hagen gegenüber der APA. Viele der Vorstandsmitglieder hätten einem Ausschluss telefonisch zugestimmt, einige seien jedoch der Ansicht, dass der Schritt verfrüht ist. "Das wird man am Abend diskutieren müssen", erklärte Hagen. Dennoch: "Die Anweisung von Bucher ist klar, und wir haben sie auch verstanden".
"Wenn die Vorwürfe stimmen"
In den BZÖ-Statuten sei ein Ausschluss wegen parteischädigenden Verhaltens nach Paragraf 4 geregelt. "Das wäre ja gegeben, wenn die Vorwürfe stimmen", so Hagen. Gorbach erhalte dann einen vom Vorstand unterzeichneten Brief, in dem der Ausschluss verkündet wird. "Der ist schon formuliert", sagte der Vorarlberger BZÖ-Obmann. Gorbach habe im Gespräch mit ihm alle Vorwürfe als "haltlos" bezeichnet. "Er sagte, das passt so alles nicht zusammen, und er ist sich keiner Schuld bewusst", sagte Hagen.
Viele dafür
Er habe am Nachmittag die meisten der zwölf Vorstandsmitglieder telefonisch erreicht. Viele seien für den Ausschluss und kündigten an, der Anweisung von BZÖ-Chef Bucher Folge zu leisten. Einige sähen jedoch die Problematik, dass man die Vorwürfe nur aus den Medien kenne und bisher keine Möglichkeit hatte, diese zu prüfen. Es habe sich immerhin noch kein Richter mit der Sache befasst. "So etwas wirft kein gutes Licht auf eine Partei, aber jemanden ausschließen, der vielleicht nur angeschwärzt wird - das ist eine schwierige Situation", erklärte Hagen. Daher sprächen sich diese Vorstände derzeit dafür aus, zunächst die Ermittlungsergebnisse abzuwarten. (APA)