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vergrößern 600x430Wenige, dafür scharfe Kanten machen das Äußere des Bentley aus. Innen wird man schnell zum Grapscher. Das feine Leder und das edle Holz locken die Finger zur Probefahrt.

Bentley-CEO Wolfgang Dürheimer träumt vom Diesel.
Es ist väterlicher Stolz, der aus Wolfgang Dürheimers Augen strahlt, als zwei Mitarbeiter das Tuch vom neuen Continental GTC ziehen. Mit jedem Zentimeter Bentley, den die Seide freigibt, wird Dürheimers Ausdruck lässiger, er selbst gelassener.
Wolfgang Dürheimer ist der Neue. Zuletzt war er Entwicklungsvorstand bei Porsche, sein finales Projekt dort der Hybrid-Porsche 918 Spyder. Letztes Jahr löste er Franz-Josef Paefgen als Bentley-Chef ab und übernahm auch gleich den Chefsessel bei Bugatti.
Die zweite Generation des Bentley Continental GTC ist somit seine erste - und Dürheimer hat allen Grund, stolz zu sein. Der GTC ist sportlicher geworden - und um noch ein ganzes Stück schöner.
Durch die neue Technik des Super Forming kann das Alu-Blechkleid noch schärfer geformt werden. Schön erkennt man das an den Frontflügeln, die fescher herstehen als die Bügelfalte in der Hose eines britischen Lords. Durch die neue Technik fällt auch der Spalt zwischen den beiden Scheinwerfern weg, wie wir es schon vom GT kennen.
Die Hecklichter wurden neu gezeichnet und ragen nun ein Stück auf die Seite, zudem wurde der Kühlergrill um ein paar Grad steiler, was sportlicher aussieht.
Wenn wir schon beim Thema sind: Der Motor ist im Vergleich zum Vorgänger natürlich auch stärker. Nun liefert das sechs Liter große W12-Aggregat ganze 575 PS und schickt ein Drehmoment von 700 Newtonmeter auf alle vier Räder. Das heißt, in unter fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Mit 16,5 Liter Sprit kommt man dann laut Normverbrauch einhundert Kilometer weit. Die Spitzengeschwindigkeit von 314 km/h wird im Testzyklus aber nicht gefahren - im echten Bentley-Leben wahrscheinlich auch nicht. Es reicht, zu wissen, dass man sich vor Überholmanövern nicht wird fürchten müssen.
Um die Agilität des Luxuscabrios zu erhöhen, gehen nun 60 Prozent der Antriebskraft an die Hinterräder. Das unterstreicht auch das Stabilitätsprogramm. "Wenn der Wagen erkennt, dass Sie driften wollen, lässt er das zu. Merkt er aber, dass sie überfordert sind, regelt das ESC ab", erklärt Dürheimer.
Doch als das Dach aufgeht und es das Interieur preisgibt, mag man sich gar nicht vorstellen, dass das Alltagscabrio von Bentley überhaupt je auf einer Straße fahren und nicht auf einem güldenen Podest eines Sammlers als Kunstwerk sein Leben fristen wird.
Die Verarbeitung ist makellos, das Leder hat eine Haptik, dass man es fast nicht loslassen kann, und das Holz verbreitet britischen Luxus, dass einem die Luft wegbleibt. Sogar der Bildschirm passt in das gediegene Innere. Stoff gibt es nur fürs Dach. Mehrere Lagen sorgen für die angemessene Geräuschkulisse wenn auch das Wetter typisch britisch ist.
Und dann kommt, was kommen muss. Wir fragen Wolfgang Dürheimer mehr im Scherz, wann denn nun der erste Bentley mit einem Dieselmotor kommt. Dürheimer setzt die Hände in die Hüften und antwortet: "Noch muss ich einige Leute davon überzeugen, dass ein Diesel gut in einen Bentley passen würde. Ich bin mir aber noch nicht sicher, ob wir auf einen sparsamen Sechs-, oder einen sportlichen Achtzylinder setzen sollen." Und auch dass ein Hybrid den edlen Briten antreibt, ist in ein paar Jahren möglich. (Guido Gluschitsch/DER STANDARD/Automobil/26.08.2011)
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Erstens fahre ich nie mit Tempomat, obwohl ich das Automatikgetriebe inzwischen wirklich zu schätzen weiß. Man wird halt doch alt und älter, bequem und bequemer...
Und zweitens fahre ich mit 160 auf der ersten Spur, solange diese frei ist und ich nicht selbst überholen muss :-)
warum müssen "die deutschen" eigentlich alles perfektionieren. die könnten sich doch auf die eigenen marken (mercedes, bmw, etc.) konzentrieren und dort "se best cars in se wörld" bauen.
das design und die ausstrahlung dieser vw bentleys ist doch nur noch traurig!
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