Aufklärungskampagne

Auch junge Menschen können an Thrombose erkranken

25. August 2011, 09:12

Forschungsunternehmen will Jugendliche mit Vorträgen sensiblisieren

Bayreuth - In Deutschland leiden über neun Millionen Menschen an Thrombose. Ein großer Teil davon muss sich deshalb ein Leben lang in Behandlung begeben. Dabei erkranken keineswegs nur ältere Menschen an der Gefäßerkrankung. So weist fast jeder vierte Jugendliche bereits krankhafte Veränderungen seiner Beinvenen auf. Bei den Altersgruppen über 16 Jahren beläuft sich der Anteil gar auf fast 50 Prozent. Darauf macht die SIMFO (Spezielle Immunologie Forschung) GmbH aufmerksam. Das Forschungsunternehmen führt regelmäßig Aufklärungskampagnen an Schulen durch. 

"Mit der Thrombose-Vorsorge sollte schon im Jugendalter begonnen werden. Denn durch eine ungünstige Lebensweise können schon in frühen Jahren die Voraussetzungen für eine spätere Erkrankung der Beinvenen entstehen", erklärt Henrike Freier, Venentrainerin bei der SIMFO GmbH. Sie hat jüngst vor Schülern der 8. Jahrgangsstufe der Alexander von Humboldt Realschule in Bayreuth zum Thema Thrombose referiert. Denn als Risikofaktoren gelten unter anderem ungesunde Ernährung, Nikotinkonsum und Bewegungsmangel - sei es durch zu wenig sportliche Betätigung oder durch zu langes Sitzen. Auch die Einnahme von Hormonen wie zum Beispiel der Anti-Baby-Pille kann früher oder später zu einer krankhaften Veränderung der Beinvenen führen.

Persönliches Thrombose-Risiko senken

Häufig unterschätzt werden zudem einige genetische Faktoren, die jeweils das Thrombose-Risiko bei Jugendlichen zusätzlich erhöhen. Die SIMFO GmbH hat in diesem Zusammenhang unter Leitung des Transfusionsmediziners Ulrich Pachmann, Leiter der Laborpraxis Dr. Pachmann im Transfusionsmedizinischen Zentrum Bayreuth (TZB), einen Fragebogen erarbeitet. Durch diesen kann in Kombination mit einem Bluttest - im Rahmen des so genannten thrombotrac®-Verfahrens - das persönliche Thrombose-Risiko ermittelt werden. "Die familiäre Risikobelastung spielt eine große Rolle. Wenn Eltern oder Großeltern an einer Lungenembolie, an einem offenen Bein oder bereits an Thrombose leiden oder erlitten haben, ist das Risiko eines Jugendlichen selbst an Thrombose zu erkranken schon von vorherein höher als bei Altersgenossen, deren Verwandte ersten Grades nicht derartige Erkrankungen aufweisen", erläutert Ulrich Pachmann. 

Gemeinsam mit einem Team von Wissenschaftlern hat er mehr als 5.000 aktuelle, wissenschaftliche Publikationen ausgewertet und aus diesen 30 Risiko- aber auch Schutzfaktoren für Thrombose ermittelt. Denn wer schon im Jugendalter vorsorgt, in dem er sich beispielsweise gesund ernährt, auf das Rauchen verzichtet und sich sportlich betätigt, kann sein persönliches Thrombose-Risiko senken. "Da im Krankheitsfall sogar eine Lungenembolie drohen kann, müssen Jugendliche frühzeitig für das Thema sensibilisiert werden. Mit unseren Vorträgen an Schulen leisten wir einen Beitrag hierzu und hoffen auf viele Nachahmer", so Henrike Freier. (red)

Pump Kin
00
25.8.2011, 09:42
Virchow schau obe.

Wieder ein völlig unnützer Artikel des Gesundheitsresorts. Arbeitet beim Standard eigentlich jemand,der sich mit Medizinjournalismus auskennt ?
Das gibts doch nicht.

KKdJ
00
25.8.2011, 21:01
Die Antwort ist ein klares Nein.

Dort kennt sich niemand mit Medizinjournalismus aus, sonst wäre der Medizinteil ja eben nicht so katastrophal schlecht.

Matthias Schindler
00
25.8.2011, 10:49

Was ist so schlecht an dem Artikel?

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