Serie Jugend und Politik

Bellen, nicht beißen - die junge Orange

24. August 2011, 18:11

Maria Hochreiter, GZÖ-Obfrau, hält das BZÖ für eine liberale Bürgerpartei und die Buberlpartie für Geschichte

Zuerst werden die Grundpositionen erlernt, der zweite Teil ist ein gemeinsamer Parcours: Was die Hundesportlerin Maria Hochreiter mit ihrem Mischling macht, könnte man, sagt sie, auch als Metapher für die Beziehung zwischen Jugendorganisation und Partei sehen.

Maria Hochreiter ist Wiener Landesobfrau und stellvertretende Bundesobfrau der Generation Zukunft Österreich (GZÖ), der Jugendorganisation des BZÖ. Sie spricht langsam und mit sanfter Stimme, und was sie sagt, ist kein Politikersprech. Mit 18 Jahren ist die heute 21-Jährige der Partei beigetreten. "Ich dachte, so wie es jetzt ist, ist es nicht wirklich super. Ich hätte auch zu Hause sitzen bleiben können und jammern, aber ich wollte was machen."

Der orange Weg war dabei der einzig gangbare für sie, obwohl ihre Mutter früher in der ÖVP tätig war und sie lieber dort gesehen hätte. "Das BZÖ ist liberal und steht für Bürgerrechte, will den Bürger entlasten", das wolle sie auch. Selbst sieht sich die Wienerin wie die Partei in der politischen Mitte.

Bundesweit hat die GZÖ gerade einmal 700 Mitglieder, davon die meisten in Kärnten, und es gebe einige Karteileichen. Es herrsche familiäre Stimmung, sie könne viel mitbestimmen und habe einen direkten Draht ins Parlament. Die hohen Parteifunktionäre würden viel Wert auf die Meinung ihrer orangen Jugend legen, weil "die Alten" sonst auf Jugendthemen vergessen würden.

Nachdem es durch die Hymnendiskussion aktuell wurde, hat sie einen Flyer über die GZÖ-Frauenpolitik gestaltet: "Große Töchter brauchen keine Quoten." Viele Frauen würden in typischen "Frauenberufen" arbeiten, und daher spiele die Quote an der normalen Österreicherin vorbei.

Sie selbst ist eine der wenigen Frauen einer männerbündischen Partei. Doch die Buberlpartie sei Geschichte. "Diese Frauen-hinter-den-Herd-Sache ist Schwachsinn. Wir sind für jeden offen, es interessieren sich einfach mehr Männer für uns." Das liege einerseits daran, dass sich Mädchen generell weniger politisch engagieren, aber auch an dem rechts-rechten FPÖ-Image, das ihnen noch von früher anhafte. "Aber der Seppi Bucher hat da einen neuen Weg eingeschlagen", sagt Hochreiter. Einen neuen, liberalen Weg, mit dem Maria Hochreiter junge Leute überzeugen will.

Besonders seit das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt wurde, hält sie Jugendorganisationen für wichtige Aufklärer im politischen Dickicht. Viele Funktionäre hätten zwar mit Engagement begonnen, "aber wenn sie merken, dass nichts weitergeht, werden sie träge und fad" , sagt sie. Gerade deshalb möge sie auch das BZÖ: eine junge Partei mit jungen Politikern und guten Aufstiegschancen für junge Leute mit Elan und Herzblut für den Gründervater, wobei "zu viel festhalten nichts bringt".

Regelmäßige Treffen gibt es in der GZÖ Wien nicht mehr. Man rufe sich wie unter Freunden zusammen und organisiere spontan. "Die Ansichten unserer Mitglieder decken sich mit denen des BZÖ." An der Mutterpartei sanft Kritik zu üben hält sie trotzdem für eine der wichtigsten Aufgaben einer Jugendorganisation. Denn: Bei aller Liebe zum gemeinsamen Hürdenlauf, ein Schoßhündchen will Maria Hochreiter nicht sein. (Katharina Mittelstaedt, DER STANDARD; Printausgabe, 25.8.2011)

Hochreiter ist

als Frau Exotin in oranger Jugend.

Foto: GZÖ


Kleine Organisation, große Familie


GZÖ

Generation

Zukunft Österreich

Obmann: Marc Pommer-Gutschy

Mitglieder:ungefähr 700

Selbstverständnis: liberal,

Stärkung des Bürgers, Bildung, Pensionssystem nach dem

chilenischen Modell - "jeder

bekommt, was er eingezahlt hat"

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
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nbergmann
20
28.8.2011, 09:59
orange ist gar nix...

eine missgeburt eines inzwischen an die wand gefahrenen, selbstverliebten landeshauptmanns, dem sein eigener provokanter laden (fpö) zu viel und zu rechts wurde... die orangen sprechen keine originären menschenlichen bedürfnisse an, sondern verbreiten per stehsätzen werbebotschaften - eine liberale partei für die wohlhabenden oder jene, die glauben sie könnten des mithilfe einer politischen partei werden, sowie die korruptionsgeldempfänger im bzö...

h 90
01
31.8.2011, 12:13

mit der entstehungsgeschichte ist auch liberal unglaubwuerdig.

purecynicism
13
25.8.2011, 11:20

orange ist nur die müllabführ.

hans friedrich 2
02
28.8.2011, 11:05
irgendwer ...

... muss den müll ja entsorgen, den die regierung derzeit produziert. und irgendwo müssen die ideen auch herkommen, mit denen sich hc und spindi dann brüsten.

anton-aus-tyrol
 
01
25.8.2011, 09:50

Da machen auch junge mit???

macstar
66
25.8.2011, 07:31
ich glaube mir erschließt sich so langsam der hass und der neid, den viele österreicher auf das bzö haben!

da hat jemand - haider - etwas gegründet, in einer zeit, in der eigentlich der kuchen schon verteilt war. und dann übernimmt es bucher, und entwickelt das bzö weiter, und das nichtmal allzu schlecht, wenn die umfragen immer zwischen 6 und 10% pendeln.
den meisten österreichern, die unfähig sind, selber etwas aufzubauen, muss so etwas natürlich "gefährlich" vorkommen! da sind die altparteien, die ihre kontinuitäten bis in die kaiserzeit zurück haben, natürlich "sympatischer". und für die rebellen gibts gefälligst nur die bobo-övp, auch grüne genannt.

nbergmann
21
28.8.2011, 10:06
was bitte wurde da aufgebaut?

die grünen haben tatsächlich etwas aufgebaut was einem nachhaltigen lebensstil und verantwortungsvollen umgang mit den ressourcen betrifft. die orangen steht doch überhaupt nicht für etwas neues, sondern für das neoliberale, ohnehin schon herrschende gedankengut, alles fürs geld, alles für die reichen...auch wenns eigentlich gar nicht mehr funktioniert, weil die private finanzwelt ohne staatsregulierung und anschließender staatshilfe schon versagt hat...glaubt das bzö jetzt den neoliberalismus für österreich neu zu erfinden, das ist doch der größte retrowitz in organge (die farbe der 1970er - so alt ist der schmäh nämlich schon...)

h 90
00
31.8.2011, 12:16

Ausserdem: Haider hat die FPOE gross gemacht und ist dann mit der Haelfte abgehaut, wobei er sie fast vernichtet haette.
Selbst als Freund der Neoliberalen Idee kann man schlecht von Aufbau reden.
Er hat sich ganz erfolgreich durchlaviert auf den Strukturen die andere aufgebaut haben.

ichFrieder
11
25.8.2011, 17:44

Wie anständig und seriös das BZÖ aufgebaut wurde, sieht man ja aktuell beim Herrn Gorbach...

galiontariaho
23
25.8.2011, 12:41
hmm.

ja oder aber auch das problem ist, dass diese partei ausschließlich aus dem haider-zirkel gegründet wurde, in kärnten für miss-, freunderlwirtschaft und korruption gesorgt hat und obwohl das bzö sich mit bucher einen liberalen deckmantel gönnen noch immer personen wie stadler oder leute wie westenthaler, grosz und konsorten an der spitze hat.

womöglich liegts ja auch daran....

aber amüsant wird es, wenn sich eine partei, die gerade mal ein paar jährchen existiert, bereits von ihrere eigenen geschichte distanziert, die ausschließlich aus der gründung besteht.

Herr und Frau Österreicher
 
12
25.8.2011, 11:47

Naja, sich als liberal verkaufen und z.B. in Graz übelste rechte Propaganda verbreiten, das ist was mich stört!

Haider selbst hatte ja nicht wirklich eine Idee, wie er das BZÖ inhaltlich gestalten soll. Nahezu die gesamte Kärntner FPÖ trat damals über (auch der ganz rechte Rand). Die selben Leute sind heute wieder in der FPÖ. Was soll mandavon halten?

Die "Übriggebliebenen" sind jee, die es sich mit der FPÖ und dem FPK verscherzt haben. Liberal? Ja sicher!

h 90
04
25.8.2011, 10:26

Liberal ist ueberhaupt was, dass der Oesterreicher nicht mag.

macstar
13
25.8.2011, 15:04
stimmt,

denn liberalismus setzt freies und eigenständiges und verantwortungsvolles denken voraus. etwas, womit 99% der österreicher und innen definitiv nicht gesegnet sind. und von dem restlichen 1% sind 0.9% schon ins ausland ausgewandert. ich werde es diesen so schnell es geht gleichtun.

nbergmann
11
28.8.2011, 10:08
wenn man schon selbständig denken soll,

warum hat man dann das bzö gegründet - wo überhaupt nix eigenständiges drinnen steckt... eigenständig sind in ö höchstens die grünen, die haben sich wirklich was neues überlegt!

Der Kluge
11
27.8.2011, 18:27

Bitte verlassen Sie unser wunderbares Land möglichst bald.

h 90
00
26.8.2011, 04:08

Ja der brain drain kommt auch noch dazu...

ichFrieder
10
25.8.2011, 17:40

Na klar, Sie gehören zu der Elite von 1 %.
Merkt man Ihren Postings aber gar nicht an, das "freie, eigenständige, verantwortungsvolle Denken"...

galiontariaho
02
25.8.2011, 12:42
das stimmt..

allerdings fragt man sich was das mit dem bzö zu tun haben soll... im vergleich zur fpö liberal zu wirken ist nämlich kein kunststück, auch wenn das bzö glaubt, dass das bereits reicht um sich als liberale partei positionieren zu können ;)

h 90
01
25.8.2011, 13:39

liberale Partei in dem Sinn gibts in Oesterreich ja gar nicht. Ich tu mir hart zu sagen wer da weniger oder mehr liberal ist.
Mehr eine Kindergartensache: "Ich bin ja so liberal" klingt halt super.

sainty1
00
25.8.2011, 11:15
aber eigentlich unverständlich

zumal viele wahrscheinlich gar nicht wissen was das bedeutet

h 90
02
25.8.2011, 11:21

gar nicht unverstaendlich. In Oesterreich wird immer sofort nach einem Gesetz gerufen. Man muss die rasenmaeh-Zeiten, die Kinderspielplatzzeiten regulieren, man braucht eine Autoritaet wenn der Nachbar laut ist etc etc
Der Durchschnittsoesterreicher haette es am liebsten wenn alles verboten waere was nicht in einer Positivliste ist.
Leider

sainty1
00
25.8.2011, 15:28
ja aber warum ist das so?

weil dauernd gewisse Leute herumschreien wie kriminell alle Ausländer sind, die MIgranten alle dumm und integrationsunwillig..etc..wie soll dann ein gscheites "Miteinander" zustande kommen?

Andreas B
10
25.8.2011, 03:59
Traurige Gestallten.

aber mit ablaufdatum Herbst 2013

h 90
00
31.8.2011, 12:17

wenn die OEVP weiter so abbaut koennten die Orangen ueberleben.

raff1
04
25.8.2011, 00:44
mich hat noch nie eine orange angebellt oder gebissen,

aber ein apfel, den ich paar monate in der küche vergessen hatte wollte weglaufen.

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