2050 neue Arbeitsplätze - Kunststofftechnik-Studium mit positiven Effekten
Linz - Die Johannes Kepler Universität (JKU) Linz generiert
321 Millionen Euro pro Jahr zusätzliche Wertschöpfung für das Land
Oberösterreich. Das ergab eine aktuelle Studie des
Volkswirtschaftsprofessors Friedrich Schneider. Auch 2.050 neue
Arbeitsplätze wurden 2010 geschaffen, wie die Uni am Mittwoch in
einer Presseaussendung mitteilte. Die Einrichtung des Studienzweiges
Kunststofftechnik - seit 2009 bietet die JKU dieses Studium an - habe
großen Anteil daran.
Bauvorhaben
Schneider hat die Bauvorhaben, die Studierenden und
Universitätsbediensteten, Effekte durch Kompetenzzentren,
Investitionen, Sachanlagen und Firmenbeteiligungen analysiert.
Dadurch sei im Vorjahr ein Masseneinkommen von 225 Mio. Euro
geschaffen worden. Alleine die Bauvorhaben wie etwa der neue Science
Park hätten große Auswirkungen. Als Effekte auf das
Bruttoinlandsprodukt errechnete Schneider über 37 Mio. Euro für das
Jahr 2011 sowie 237 Arbeitsplätze.
Die Effekte, die auf die Beschäftigten und Studierenden der
Kunststofftechnik zurückzuführen sind, hatten laut Studie 2010 einen
Anteil von 8,69 Mio. Euro am regionalen Bruttoinlandsprodukt. Das
dadurch generierte Masseneinkommen habe 6,08 Mio. Euro betragen und
die Effekte auf die Beschäftigung 54,6 Mio. Euro. Im Sommersemester
2011 belegten 140 Studierende den Zweig Kunststofftechnik als
Bachelor- oder Masterstudium, 35 Personen mehr als im Wintersemester
2009. Hierbei müsse beachtet werden, dass die Studierendenzahlen an
der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät von allen Studierenden
der JKU Linz nur etwa 18 Prozent ausmachen würden.
Die volkswirtschaftliche Bedeutung des branchenübergreifenden
Kunststoffclusters stellte Schneider gesondert dar, da die
Kunststoffstudiengänge sowie die gesamten Forschungsproduktivität an
der JKU wesentlich zu seiner Existenz beitragen würden. Alleine der
Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2010 habe 3,97 Mrd. Euro
betragen. Über 25.000 Arbeitsplätze seien gesichert worden.
Neue, attraktive Studiengänge
Schneider schlussfolgerte, dass die volkswirtschaftlichen Effekte
der JKU Linz und vor allem des Studiums der Kunststofftechnik
quantitativ bedeutend sind. In der Schaffung von neuen attraktiven
Studiengängen sah er eine wichtige Voraussetzung für Oberösterreich,
um den Vorsprung zu anderen Bundesländern und zu europäischen
Regionen weiter auszubauen. (APA)