Nike Wagner will umstrittenen "Tannhäuser"absetzen

24. August 2011, 11:53

Wenn nichts mehr zusammenpasse, schlage das Gesamtkunstwerk zurück

Bayreuth/Weimar - Wagner-Urenkelin Nike Wagner hat sich dafür ausgesprochen, die umstrittene Neuinszenierung des "Tannhäuser" bei den Bayreuther Festspielen abzusetzen. "Man soll, darf, muss mit Wagner experimentieren", sagte die Leiterin des Weimarer Kunstfestes der Illustrierten "Bunte" (Donnerstag). Wenn aber nichts mehr zusammenpasse, schlage das Gesamtkunstwerk zurück. "Tannhäuser"-Regisseur Sebastian Baumgarten habe sich in der eigenmächtigen Bühneninstallation (des Holländers Joep van Lieshout) nicht zurechtgefunden, erklärte die Tochter von Wieland Wagner. So könne auch ein so wunderbar klangsensibler Dirigent wie Thomas Hengelbrock in einer Wartburg, die als Alkohol-Aufbereitungsmaschinerie gezeigt werde, nur schwerlich musizieren.

Die 66-Jährige hatte sich wiederholt vergeblich um die Leitung der Richard-Wagner-Festspiele beworben. Sie geht davon aus, dass in absehbarer Zeit ein ideenreicher externen Kunstkenner die Festspielleitung übernimmt. "Das dynastische Prinzip dürfte inzwischen seine Schwächen gezeigt haben", betonte Nike Wagner. "Die Idee, dass die Familie fortwährend an der Spitze stehen muss, stammt ohnehin nicht vom Gründer, sondern von seiner Witwe (Cosima)", ergänzte sie. Die Festspiele werden seit dem Rücktritt ihres Onkels Wolfgang Wagner im Jahr 2008 von dessen Töchtern Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier geführt. (APA)

Der Wappler
20
24.8.2011, 15:13
Der Wappler liebt die Gurke von Nina

Das ist die Rache der Verlierer! Blede Gurken!

Kontrahent1
06
24.8.2011, 12:27
Ist doch eigentlich egal,

Bayreuth ist immer ausverkauft und solange sich Sänger und Musiker für solchen Humbug nicht zu schade sind, soll sich die Produktion ruhig weiter amortisieren. Wieland Wagners Produktionen könnte man heute noch unverändert auf die Bühne bringen, sie wären ein größerer Publikumserfolg als diese 'Experimente'. Aber wer interessiert sich schon für das Publikum, solange es noch welche gibt, die für sowas Geld ausgeben;-)

NoneSolo
01
25.8.2011, 10:19
Immer ausverkauft ...

... klingt mir inzwischen nach einem werbeträchtig in die Welt gesetzten Gerücht. Ein Bekannter hat mir jedenfalls Anfang August berichtet, dass er problemlos für jede x-beliebige Vorstellung der diesjährigen Festspiele Karten bekommen könnte (aber auf Grund der Qualität der Produktionen dort freiwillig verzichtet hat).

Kontrahent1
01
25.8.2011, 12:00
Fängt es schon an?

Ich weiß es nicht, denn ich habe es mit der 'alten' Begum gehalten und Bayreuth mit seinen (misslungenen) Experimenten den Rücken gekehrt. Man hatte ja über Jahre eine gelungene Alternative in Salzburg mit einer ECHTEN musikalischen Neudeutung von R. Wagner und dazu passenden Inszenierungen.

Florian Brandner1
00
8.11.2011, 09:40
Genau, die letzten vier Jahre an den Osterfestspielen

Sixtus Bettnässer
 
03
25.8.2011, 10:13
Wielandens weidlich weise Wiedergaben der Werke des Opas

würden
das derzeitige Dekonstruktivistenpack deutlich deklassieren.

Gerald H
00

Wäre Wielandens Werk heute nicht voller Fadesse?
Sucht der Tor im Theater heute den gestrigen Gestus?

Auch wenn mich die heutige Inszenierung indigniert, erwarte ich nicht ehemalige Erkenntnis!

Aberwitzig erscheint mir die Alkoholanlage, allein: Wohl, dass Wieland heute nicht mehr währt!

Kontrahent1
00
25.8.2011, 12:03
:-)

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