RAM

Arbeitsspeicher der Zukunft vorgestellt

24. August 2011, 11:27
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    foto: micron technologies

    Die aktuellen DDR3-Arbeitsspeicher sollen bald von der nächsten Generation DDR4 abgelöst werden.

Neue Technologie und technische Details zu DDR4-SDRAM präsentiert

Obwohl Mikroprozessoren heute mit immer größeren Pufferspeichern ausgestattet sind, sorgen Arbeitsspeicher oder Hauptspeicher immer noch für zu lange Wartezeiten bei Computersystemen. Schnellerer DRAM (Dynamic Random Access Memory) könnte vor allem bei großen Servern mit vielen Chips und CPU-Kernen die Rechenleistung erhöhen.

Hybrid Memory Cube

Auf der Chip-Konferenz Hotchips in Stanford wurde eine mögliche Lösung vorgestellt, berichtet heise. Das US-amerikanische Technologie-Unternehmen Micron legt mit dem Hybrid Memory Cube, kurz HMC, einen Prototyp eines 128-GB-Bausteins vor. Für die Entwicklung eines fertigen Produkts dürften die Forscher allerdings noch einige Jahre brauchen. 

DDR4 in Sicht

Aktuelle DDR3-Arbeitsspeicher sollen in näherer Zukunft zunächst von DDR4-Chips abgelöst werden. Bevor es soweit ist, präsentierte das Industriegremium Joint Electron Devices Engineering Council (JEDEC) einige technische Details zur neuen Speicherchip-Generation DDR4. Starten soll DDR4 mit bis zu 1,6 GHz Taktfrequenz und mit 800 MHz als DDR4-1600. Ein Update auf höhere Taktfrequenzen könnte, ähnlich wie es bei DDR3 war, folgen.

Trick ist Prefetching

Dank dem sogenannten Prefetching kann die externe Geschwindigkeit der SDRAM-Prozessoren erhöht werden, auch wenn sich die einzelnen Speicherzellen kaum schneller lesen oder beschreiben lassen. Von der Generation DDR-SDRAM, bei der die Adressierung auf zwei Speicherfelder (Banks) erfolgte, folgte die DDR2-Generation mit Zugriff auf vier Banks und DDR3 auf acht Banks. Ein achtfaches Prefetching findet auch bei DDR4 statt. Mit dem Unterschied, dass es sich um zwei oder vier "Bank Groups" handelt. Die Effizienz wird dadurch gesteigert, dass jede einzelne selbstständig die Operationen Activation, Read, Write oder Refresh ausführen kann.

Optimierungen

Eine weitere Verbesserung ist Dynamic Bus Inversion, kurz DBI, womit sich die Leistungsaufnahme und Signalqualität optimieren lässt. Dabei schreibt der Speicher-Controller vor, dass das Bitmuster auf dem Datenbus zu invertieren ist. Weitere Änderungen der DDR3-SDRAM-Generation will das Industriegremium JEDEC Mitte 2012 veröffentlichen. Wann die ersten Server- oder PC-Chips mit DDR4-Speicher-Controller auf den Markt kommen, ist unklar. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 41
1 2
footy show
00
25.8.2011, 03:01
Wann kommt der

memristor raus, brauchen wir dann noch RAM?

raff1
04
25.8.2011, 00:35
und wozu sollte man seine arbeit speichern?

sinnlose erfindung dieser arbeitsspeicher.

Da_Gegen
 
00
25.8.2011, 10:46

danke dafür !

martinus
 
01
24.8.2011, 21:00

Wer's ganz genau wissen will:
"What every programmer should know about memory"

http://www.akkadia.org/drepper/c... memory.pdf

Roland Schweiger1
00
24.8.2011, 22:02
every programmer ...

Ja das stimmt natürlich auch alles - und manchmal wird die Performance einer Software alleine schon dadurch gesteigert dass mehrere Instanzen (oder Threads) eines Programms laufen. Dennoch: eine Kiste mit 3GHz i7 (8 Kerne) und zB 2x3GB DDR-III RAM wird tatsächlich beim RAM Zugriff zum "Flaschenhals" (u.a. durch den 133MHz FSB). Und wer in Maschinensprache programmiert, hat noch etwas Einfluss auf Speicher. Bei c# (und .net Framework), Java, div. c++ Compilern ist das schon nicht mehr so. Ist zumindest meine Erfahrung. Die langen "Wartezeiten" des RAMs sind heute wirklich ein Problem, v.a. im Serverbereich.

Alkolix
00
25.8.2011, 13:18
dann musst du eben

speicherzugriff schonender programmieren :)

Parkschwein
00
25.8.2011, 10:40

welchen einfluss hat man genau mit maschinensprache auf den speicher den man mit c++ nicht hat?

Fuzzface
01
25.8.2011, 15:22

Bestimmte Dinge lassen sich derzeit überhaupt nur unter Zuhilfenahme von Assembler (oder 3rd Party Libraries) bewerkstelligen, z.B. lockfreie Programmierung für Multicore-CPU's, weil Standard C++ (prä C++0x) keine Möglichkeit bietet, die Caches der Kerne konsistent zu halten.

Davon abgesehen gibt es 2 Möglichkeiten, hochoptimierten Code zu schreiben: Entweder in C++ rumprobieren und solange benchmarken und den generierten Assemblercode kontrollieren, bis es passt, oder eben gleich selbst in Assembler schreiben. Geht ja auch relativ komfortabel inline in C/C++.

Roland Schweiger1
00
25.8.2011, 13:29
Kleine Programme

lassen sich zB im Prozessorcache ausführen und mit etwas Geschick wird eben auch für die Variablen der Prozessorcache genutzt. Das ist mit c++ schon schwieriger zumindest kann man IMHO den Compilern nicht "sagen", sie sollen doch bitte einen zur Laufzeit ein Programm im Prozessorcache ausführen. Oder hat sich das in den letzten 3 Jahren gravierend geändert?

martinus
 
00
25.8.2011, 06:53

Kleiner Tipp: Ich hatte vor kurzem so ein RAM performanceproblem auf einem Server mit 4 Prozessoren. Durch austauschen vom malloc durch tbbmalloc_proxy läuft's dort fast 10 mal schneller. Auf anderen PCs läuft unser Programm dadurch ca. 20% schneller.

Siehe http://software.intel.com/en-us/art... g-a-sweat/

martinus
 
01
25.8.2011, 07:03

so stabil wie vorher

Alkolix
01
25.8.2011, 13:17
du solltest nicht die ganze zeit

speicher reservieren und wieder freigeben, damit fragmentierst du dir ja alles

mlau
00

Bingo. Wer in einer Schleife malloc/free aufruft hat
grössere Probleme als die Performance der 2 Funktionen...

/ .
00
25.8.2011, 07:01

und auch stabiler?

der Blade
00
24.8.2011, 17:59
we need more speed (and bandwidth)!

aber leider werd ich da aus dem artikel nicht schlauer was die taktfrequenz angeht, denn 800MHz-1,6GHz kann ja DDR3 auch. Geht da wirklich nur mehr über die bandbreite (ähnlich wie bei multicore-cpu)?

xyzasdf
00
24.8.2011, 18:11

gibt ja nicht nur takt und _theoretische_ bandbreite

Steht eh im artikel: DBI, Bank groups...
was in dem bericht nicht steht: die 800/1600 Mhz sollen bei 1,2volt sein.
DDR3 ist bei 1,35 volt und bei höher getaktetem ram noch höher.

Außerdem bei normalen PCs ist die bandbreite mehr als ausreichend bei ddr3, da macht es sinn die spannung zu senken wegen dem Stromverbrauch.

Zynikerr
00
24.8.2011, 15:48
....sorgen Arbeitsspeicher oder Hauptspeicher...

ich Noob kenn da keinen Unterschied..:-)
worin liegt der?

FAIL
00
27.8.2011, 10:38
steht ja eh "oder" dazwischen.

soll bedeuten, man darf sich den terminus aussuchen ...

Llort
01
25.8.2011, 07:30

damit wissen sie zumindest mal mehr als der autor des artikels...

martinus
 
02
24.8.2011, 21:01

in der Schreibweise :)

xyzasdf
00
24.8.2011, 13:45

Das wird vorallem den APUs zu gute kommen, die Grafikeinheiten profitieren da enorm von der größeren Bandbreite.

Mein PhenomII kommt noch ganz gut mit ddr2 aus ^^

Aiaidudu
00
24.8.2011, 14:20

Mein Q6600@4ghz läuft auch noch problemlos mit DDr2 ;) .. Sogar mit den billigen Kingston rams (die in der rambank total versinken)

suit
 
00
24.8.2011, 16:06

Speicherbank != DIMM-Sockel

Das wo du deinen Speicher reinsteckst ist der Sockel - die Speicherbänke selbst kannst du nicht sehen.

Aiaidudu
00
24.8.2011, 16:12

oh gott, wie konnte ich nur.. einmal nicht korrekt ausformuliert und schon sowas. tut mir leid :D.. aber vielen vielen vielen dank für die aufklärung :P

h 90
00
25.8.2011, 10:41

ich glaube Ihre Entschuldigung wurde von "suit" nicht angenommen.
Der hetzt Ihnen jetzt sicher die forumpolizei auf den Hals.

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