- über martialische Bergsteigersprache und den Titel "Königin der Todeszone" ("Spiegel"):
"Schlagzeilen kann ich mir nicht aussuchen. Mit Begriffen wie Gipfelsturm fange ich gar nichts an. Ich bezwinge keine Berge, ich versuche, sie zu besteigen."
"Natürlich freu ich mich sehr, wenn ich den Gipfel besteige, mein großes Ziel schaffe. Aber das Erleben der Natur, das Spüren am Berg steht für mich im Vordergrund."
- ... über ihr medizinisches Vorwissen als Krankenschwester:
"Man muss in sich hineinhören und die Signale, die der Körper aussendet, bewusst wahrnehmen. Dann kann man reagieren."
- ... über künstlichen Sauerstoff:
"Von künstlichen Hilfsmitteln halte ich nichts. Ich schwöre darauf, auch in extremen Höhen möglichst viel Flüssigkeiten zu mir zu nehmen. So kann man bis zum Schluss einen klaren Kopf bewahren. Ich hatte noch nie Halluzinationen."
"Wie gehe ich heute? Wie mache ich mein Tempo? Da verlasse ich mich nur auf mich. Es ist mir egal, ob andere schneller sind."
"Auf den hohen, schwierigen Bergen sind immer noch sehr wenige Frauen unterwegs. Einige wollen die extreme Kälte nicht aushalten. Andere wollen nicht zwei Monate lang ohne Dusche auskommen. Oft scheitert es an Kleinigkeiten."
"Meine Sponsoren versichern mir oft, für sie sei es das Wichtigste, dass ich wieder gut zurückkomme. Natürlich freuen sie sich, wenn ich einen Gipfel besteige. Aber da ist kein Druck."
- ... über Sonnenuntergänge:
"Für mich ist Bergsteigen nicht wegen des Risikos etwas Besonderes. Für mich ist einfach die Gegend grandios. Wenn in der Früh hinter der Annapurna die Sonne aufgeht, ist man schlichtweg sprachlos. Und bis zu meinem Lebensende werde ich von Sonnenuntergängen nicht genug bekommen. Wegen dieser intensiven Momente nimmt man die ärgsten Strapazen auf sich."
"Das Bergsteigen wird immer meine Leidenschaft bleiben. Der Nanga Parbat war ein Berg, der mich besonders begeistert hat. Zum Nanga Parbat auf einer anderen Route möchte ich gerne zurückkehren. Es gibt noch viele Berge, die wir besteigen möchten. Dass ich aufhören könnte, wenn ich alle 14 Achttausender habe, daran habe ich noch nie gedacht."