Trotz Parteitagsbeschluss

Ober sticht Unter beim kleinen Glücksspiel

23. August 2011, 17:54
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    Kein Aus in Wien für das Kleine Glückspiel? Trotz anderslautendem Parteitagsbeschluss wird das Kleine Glücksspiel voraussichtlich nur neu geregelt-

In Wien wird das kleine Glücksspiel nicht abgeschafft, sondern nur neu geregelt - Grüne beharren nicht auf "Maximalforderung"

Wien - Kein Roter will etwas davon wissen, und kommentieren will ihn schon gar niemand. Am Montag berichtete die APA von einem (nicht für die Öffentlichkeit bestimmten) Entwurf für eine Neuregelung des kleinen Glücksspiels in Wien, der keineswegs dessen Totalverbot zum Ziel hat. Wichtigste Änderung: Automaten dürfen nicht mehr einzeln aufgestellt werden, sondern nur noch in Spielhallen mit 50 Geräten.

Das widerspricht nicht nur der Parteilinie der Grünen, die sich vehement für ein gänzliches Verbot aussprechen. Auch die SP ist in dieser Frage ziemlich einzementiert. Beim Landesparteitag im Mai wurde - zur Verblüffung der Parteispitze - ein recht eindeutiger Antrag mit knapper Mehrheit beschlossen: "Automatenhallen und Einzelaufstellungen müssen aus der Stadt verschwinden", heißt es darin, und: "Weder Betreiber und Glücksspielindustrie noch öffentliche Haushalte dürfen auf Kosten der Schwächsten in dieser Stadt finanziell profitieren." Weiters wird in dem Antrag die Verstärkung von Prävention und Kontrollen gefordert.

In Wien stehen derzeit etwa 2800 Automaten, die Stadt verdient jährlich etwa 55 Millionen Euro an ihnen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern, die das Automatenspiel erlauben, ist dieses Geld in Wien nicht für den Spielerschutz oder die Suchtprävention zweckgebunden.

In den Koalitionsverhandlungen, sagt Grünen-Klubobmann David Ellensohn, habe sich seine Partei mit der "Maximalforderung" Abschaffung nicht durchsetzen können; der Beschluss des Landesparteitags gefalle ihm zwar, er sehe aber dafür in der SP "keine Mehrheit auf allen Ebenen". Vor allem die Bezirke hatten sich dafür starkgemacht, in der roten Bastion Floridsdorf gibt es etwa eine entsprechende Resolution.

Derzeit laufen im Rathaus die Verhandlungen zu einer Novelle, im rot-grünen Regierungspakt ist neben der Garantie des Jugendschutzes auch eine Anpassung an die Bundesgesetze vorgesehen. Dieses schreibt den Ländern Mindestanforderungen beim Spielerschutz und Höchstgrenzen bei der Zahl der Automaten und dem Einsatz vor. Es steht jedem Land aber frei, die Einsätze niedriger zu halten, den Spielerschutz strenger zu regeln - oder das kleine Glücksspiel ganz zu verbieten. Vorarlberg, Tirol, das Burgenland und Salzburg haben das getan.

Pro Spiel dürfen laut Bundesgesetz höchstens zehn Euro gesetzt und 10.000 gewonnen werden. An Orten, wo höchstens drei Automaten stehen, dürfen nur ein Euro gesetzt und 1000 gewonnen werden. Jedes Bundesland darf höchstens einen Automaten pro 1200 Einwohner aufstellen, in Wien ist ein Automat pro 600 Einwohner erlaubt. Und Spieler müssen sich am Eingang ausweisen - theoretisch. Konsumentenschützer wiesen in Tests regelmäßig nach, dass viele Betreiber diese Auflage nicht erfüllen.

Karte für den Spielerschutz

Um dieses Problem zu beseitigen, wird die Einführung einer sogenannten Spieler-Karte überlegt: Auf ihr sollen die Daten des Spielers, etwa Einsatz, Verlust und Spielhäufigkeit, gespeichert werden. Wer an einem Automaten spielen will, muss seine Karte einschieben. Erfüllt der Spieler manche Bestimmungen nicht - hat er etwa bereits in einem Monat zu viel verloren -, bleibt der Automat gesperrt. Das Finanzministerium soll bis Herbst einen Bericht vorlegen, ob und wie eine solche Karte eingeführt werden kann. Danach wird sich das Parlament mit der Frage beschäftigen. (Andrea Heigl, Tobias Müller, DER STANDARD; Printausgabe, 24.8.2011)

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Posting 1 bis 25 von 78
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BK W. Shoyssel
00
30.8.2011, 09:25
habe sich seine Partei mit der "Maximalforderung" Abschaffung nicht durchsetzen können

Und das gegen eine Partei, die kürzlich die Abschaffung der "kleinen" Spielautomaten selbst beschlossen hat?

Ich habe so das Gefühl, dass diese Typen (Ellensohn, Sima, etc...) eben dabei sind, ihre eigene Abschaffung zu beschließen - gegen eine saftige Abfertigung natürlich. Gesponsert durch Novomatic.

Guantana-Mo
00
24.8.2011, 17:10

Der Gusi hat nach der Novomatic-Aufsichtsratssitzung angerufen, es wird wohl doch nix mit dem Glücksspielverbot.

johann potakowskyj1
 
01
24.8.2011, 15:48
Nicht zu vergessen

Das die Wettpunkt Lokale vor ein paar Wochen an russische Investoren verkauft worden sind ....

erkelteter tiger
01
24.8.2011, 14:50
wie geht denn das jetzt?

sowohl spö und grüne sprechen sich dagegen aus, trotzdem werden verlieren und süchtige weiter abgezockt.

wenn grün da mitmacht ist das die endgültige bankrott erklärung

Tom93
02
24.8.2011, 14:43
für sima, häupl& co ist novomatic wichtiger...

..als die eigene partei! was die mehrheit der gremien, des landesparteitages beschließt ist denen offenkundig wurscht. in der sima-welt gibts wichtigeres als demokratische beschlüsse: nämlich die wünsche von novomatic!

Charmeoffensive
05
24.8.2011, 14:12
Liebe ehemalige Parteifreunde

Deshalb könnt ihr mich seit einem Jahr (ihr wisst schon was).

Helmut Rainel1
04
24.8.2011, 13:20
Sollte man sich eines Tages wundern

Derartige Fälle tragen dazu bei, dass wir alle den Eindruck bekommen, dass Politiker unabhängig vom demokratischen Prozess, das tun, was für sie am besten ist. Derartige Fälle fördern nicht nur das Ohnmachtsgefühl von uns allen, sondern tragen leider auch zum Ende des Glaubens an die Demokratie bei.

unangebrachter Optimismus
03
24.8.2011, 13:05
"Weder Betreiber und Glücksspielindustrie noch öffentliche Haushalte dürfen auf Kosten der Schwächsten in dieser Stadt finanziell profitieren."

schön wärs! aber nicht in dieser heuchlerischen welt!!!

bitte seht euch mal ALLE die beteiligungen an:

http://www.spieler-info.at/content/g... en_3.shtml

vikto1313
03
24.8.2011, 13:23
Ja, ja die Kirche...

überall wo es etwas zu verdienen gibt hat die Kirche ihre Hände im Spiel. Und warum Dr. Carl Stoss Vorstand von Casino Austria wurde ist dadurch auch klar. Er wurde von der katholischen Kirche an diese Machtposition gehieft.

Glücksspiel, Pharmafirmen, Liegenschaften usw.. und den Gläubigen wird immer wieder eingeredet wie arm die Kirche ist. Damit Leute Spenden, Kirchensteuern zahlen und dadurch ein besseres Gewissen bekommen.

Eines muss man der Kirche lassen, sie versteht es die Leute zu manipulieren, zu belügen, zu betrügen unter dem Schein der Allheiligkeit.

BK W. Shoyssel
00
30.8.2011, 09:32
Dr. Carl Stoss?

dann ist das sozusagen das Stoss-Spiel?
*ROTFL*

frauauswien
01
24.8.2011, 12:29
mit novomatic-geld lässt sich alles regeln...

1. join us:
https://www.facebook.com/Novomatic

2. postet es doch den ALLERWERTESTEN (stadt-parteien) auf ihre fb-seiten und zwar zahlreich!

cannery row
06
24.8.2011, 12:22
grün beharrt nicht auf..

warum erwähnt man das eigentlich noch? ist doch eh klar.

Politiker sind Gauner!!
00
24.8.2011, 11:49
ja bitte erklärt es mir

erklärts mir bitte wie es geht, woher ich dann das geld nehmen soll, wie ich die bank auffordern soll es mir bar auszuzahlen, mit schrottflinte oder gasrevolver, was ist gsccheiter, wo finde ich dann angebliche soziale vereine sozial ökonomische betriebe wie fab, proba, die nur steuergelder abcashen, wo ist die nächste notschlafstelle soll ich die frau noch vorher schlagen vor der scheidung oder nciht... muß ich die kinder sehen

bitte ich will unbedingt automatenpokern !!

Chris P. Bacon
00
24.8.2011, 11:46

von "In wirdwird..." zu "In wird..."
auch nicht besser... ;)

Spassbremsn
14
24.8.2011, 11:25
Warum es nicht abgeschafft wurde?

weil raiffeisen, die nationalbank und die kirche kräftig daran verdienen!!!

interessanter link zum hintergrund:
http://schreuder.at/2011/07/0... ucksspiel/

gibt es noch alternativen zum standard journalismus notstand?

Spassbremsn
01
24.8.2011, 11:51
noch eine frage!

wie weit macht es noch sinn zu wählen? beide parteien sagen im vorfeld NEIN und die geldgier scheint doch immer zu siegen!

also, wie weit macht es noch sinn zu wählen?

Bernd U.
03
24.8.2011, 12:55
Es macht sehr wenig Sinn zu wählen in unserer Scheindemokratie!

Sie dürfen sich lediglich aussuchen von wem Sie verarxxxt werden möchten!

Die Hülsenfrucht
00
24.8.2011, 11:14

In wirdwird das kleine Glücksspiel nicht abgeschafft, sondern nur neu geregelt - Grünn beharren nicht auf "Maximalforderung"

Gut gemacht!

opfer des umstands
01
24.8.2011, 11:04
"In wirdwird.."

liebe redaktion, was ist heut los mit euch?

ich lese zwei artikel und beide sind fehlerhaft!

braucht ihr hilfe? habt ihr einen Mac-Job zu vergeben?

gottisttot
01
24.8.2011, 11:43
"In wird das kleine Glücksspiel nicht abgeschafft"

ist leider auch nicht viel besser :)

michael herzog
00
24.8.2011, 10:57
Schande!

man beißt ja nicht die Hand die einen füttert...

Misko
 
00
24.8.2011, 10:36
In wirdwird das kleine Glücksspiel nicht abgeschafft

?

seite10von7
00
24.8.2011, 10:08

Bravo!
Die Gewinne streifen Novomatic und diese korrupten Politiker ein, den Schaden (Beschaffungskriminalität, vom Spielsüchtigen ruinierte Familien, Therapien, ...) zahlen wir Steuerzahler!

eclecticon
04
24.8.2011, 10:16

Wie bei den Bankenrettungspaketen - neoliberalismus in seiner schönsten Form:

Gewinne privatisieren, Verluste dem Staat umhängen

Sunter
00
24.8.2011, 14:02

haben Sie den RAU nit glesen.
Neoliberalismus gibts nit, hats nie geben wird nie sein!

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