Anbahnung über Facebook

FPÖ fordert schärfste Strafen für Loverboys

Interview | Rainer Schüller, 23. August 2011, 13:48
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    foto: privat

    Carmen Gartelgruber: "Es ist schwierig, der Loverboys habhaft zu werden."

Frauensprecherin Gartelgruber warnt vor Zwangsprostitution österreichischer Frauen - Beispiele kennt sie keine

"Eine Schülerin aus Reinfeld verliebte sich auf Facebook. Doch der junge Mann machte sie hörig und zwang sie zur Prostitution. Jetzt wird die 15-Jährige vermisst": Derartige Horrormeldungen haben Carmen Gartelgruber auf den Plan gerufen. Die FPÖ-Frauensprecherin kämpft seitdem gegen Loverboys, die Frauen in Österreich zur Zwangsprostitution zwingen könnten. Was sie dagegen tun will, erklärt sie im derStandard.at-Interview.

***

derStandard.at: Wie sind Sie auf das Thema Loverboys gestoßen?

Gartelgruber: Ich habe darüber im Spiegel und anderen deutschen Medien gelesen. In Deutschland gab es mehrere solche junge Frauen, die in die Loverboy-Falle getappt sind. Daher habe ich eine parlamentarische Anfrage an die Innenministerin gerichtet, ob es auch in Österreich derartige Fälle gibt.

derStandard.at: Was ist ihr Background zum Thema?

Gartelgruber: Ich bin Frauensprecherin im FPÖ-Parlamentsklub und habe als solche schon einige Initiativen gegen Zwangsprostitution gestartet.

derStandard.at: Was fordern Sie?

Gartelgruber: Auf alle Fälle dieses Phänomen bekannt zu machen und junge Frauen davor zu schützen. Ich sehe das Problem darin, dass die Opfer sich nicht als Opfer sehen, weil die Frauen eine Liebesbeziehung mit den Männern eingehen und sich später schwer tun, gegen diese Männer auszusagen. Das Neue an diesem Phänomen ist auch, dass die jungen Frauen über soziale Netzwerke von den Männern angesprochen werden. Ich möchte darauf aufmerksam machen, wie gefährlich Facebook und Co in dieser Hinsicht sein können.

derStandard.at: Kennen Sie persönlich Frauen, die betroffen sind?

Gartelgruber: Nein, persönlich kenne ich keine. Laut der Innenministerin gibt es dieses Phänomen aber auch in Österreich.

derStandard.at: Wissen Sie, wieviele Loverboy-Fälle es in Österreich gibt?

Gartelgruber: Nein, das hat das Innenministerium nicht bekannt gegeben.

derStandard.at: In der Anfragebeantwortung der Innenministerin steht, dass vor allem weibliche Opfer aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn betroffen sind.

Gartelgruber: Das ist das, was in Österreich schon bekannt ist. Aber es ist auch so, dass die Opfer oft eine Scham haben, zuzugeben, dass sie zur Prostitution gezwungen werden. Ich hoffe, es gibt sehr wenige Österreicherinnen, aber nichtsdestotrotz sollten auch die Eltern wachsam sein.

derStandard.at: Von Österreicherinnen ist überhaupt nicht die Rede.

Gartelgruber: Ist es nicht, aber man weiß nicht, ob Fälle in Österreich bekannt sind. Wenn keine Anzeigen vorliegen, sind der Justiz und dem Innenministerium die Hände gebunden. Das Phänomen könnte es aber so wie in Deutschland und in den Niederlanden auch bei uns geben. Es gilt also wachsam zu sein.

derStandard.at: Was sagen Sie zu den weiblichen Opfern aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn?

Gartelgruber: Das macht für mich keinen Unterschied. Zwangsprostitution ist eine Sache, die nicht passieren darf und abgestellt werden muss. Wenn eine Rumänin in Österreich, die ja eine Europäerin ist, zur Zwangsprostitution gezwungen wird, dann ist das gleich verabscheuungswürdig, wie alles andere. Zwangsprostitution darf auch in Österreich nicht stattfinden, auf welche Art und Weise auch immer.

derStandard.at: Sind auch junge Männer gefährdet?

Gartelgruber: Mir sind keine Fälle von jungen Männer bekannt, die mir vorliegenden Berichte, betreffen nur junge Frauen.

derStandard.at: Welche Strafen fordern Sie für Loverboys?

Gartelgruber: Natürlich die schärfsten, die der gesetzliche Rahmen zulässt. Es ist aber schwierig, dieser Männern habhaft zu werden.

derStandard.at: Sind Sie selber auf Facebook?

Gartelgruber: Ja, ich benutze es aber sehr selten. Ich glaube, es ist ganz schwierig mit diesen Medien umzugehen. Es ist mir ein Anliegen, eine gewisse Sensibilisierung bei den jungen Leuten im Umgang damit zu schaffen.

derStandard.at: Sie wurden noch nicht von dubiosen Männern kontaktiert?

Gartelgruber: Nein. Natürlich kommen Anfragen von allen möglichen Leuten, aber ich schaue mir genau an, wer das ist. (derStandard.at, 23.8.2011)

Kommentar posten
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Pauli Feuerstein
00
24.10.2011, 21:28
Dem Androsch würd das stören ...

Pauli Feuerstein
00
24.10.2011, 22:24
Scholten auch, wie man hört!

a. karner
 
00
30.9.2011, 13:25
Nah geh!

Das hätte es beim Jörgl nicht gegeben. .D
Außerdem unfair dem 2. Petzner sein Hobby zu verbieten....

Verbrecher schreibt man mit F!
00
24.9.2011, 12:21
Gartlgruber genieren Sie sich nicht

für so eine Partei.
Oder sind sie wirklich blond?

Lichtfreak
00
15.9.2011, 13:37
Wer findet den versteckten Rassismus?

Hier: Wenn eine Rumänin in Österreich, die ja eine Europäerin ist ...

Europäerin schützenswert, aber eine Asiatin oder Afrikanerin nicht?

weisungsgebunden
32
13.9.2011, 09:45
Ich finde die Kommentare hier erschütternd

Eine Politikerin will etwas gegen Zwangsprostitution unternehmen, und was sind die Reaktionen? Bruhahaha ist die die deppert, neurotisch, sexualneidisch faschstisch...und die hätt wohl gerne selber einen Loverboy bruhahaha...
http://de.wikipedia.org/wiki/Zwan... oy-Methode
http://www.stoploverboys.nu/sitede/
Wird etwas Richtiges automatisch falsch,nur weil es ausnahmsweise ein/e FPÖ- PolitikerIn war, der/die dieses Richtige gesagt hat???
Darf man gegen einen Mißstand nicht vorgehen, weil auch die FPö dagegen vorgehen will? Sind Menschenrechssverletzungen irrelevant, sobald die FPÖ sie thematisiert?

Verbrecher schreibt man mit F!
00
24.9.2011, 12:22
Wer ist denn eine Ausnahme dort!

Da hat der Psycherldottore genug zu tun mit die ewiggestrigen Selbstbereicherer!

net-diver
 
13
14.9.2011, 12:53
Sehe...

... ich nicht so. Die Themen an sich sind grauslich und verabscheuungswürdig genug, sich jedoch, ohne auch nur einen Deut einer Ahnung davon zu haben, damit politisch profilieren zu wollen ist noch verachtenswerter. Noch dazu auf so eine naive, durchsichtige Art. Da in der Beantwortung des Innenministeriums augenscheinlich schon einiges getan wird und es ja auch schon zu Verurteilungen etc. gekommen ist, sehe ich den medialen Vorstoß dieser Frau einfach nur als populistischen Versuch sich in den Medien gut darzustellen.

nosferatus3
10
12.9.2011, 22:14
meine prognose

sexneidhammel

Heavyweather
00
12.9.2011, 21:06

Kann mir schon vorstellen dass es für Leute mit geistigem Handicap schwierig ist mit Facebook um zu gehen...

WeAreAnonymous / Schliess Dich Uns An!
00
12.9.2011, 20:35
PERFEKT!!! Potenzielle Justizministerin!

Mostbluzza
24
wo ist die gleichberechtigung

ich wette um 5 hörige frauen, dass es in österreich 100 mal mehr abgezockte und ausgebeutete männer gibt als umgekehrt.

k.o. tropfen, abzocke und falsche liebesschwüre ... das ist frauenbusiness. zwangsprostitution fällt wohl unter ein anderes kapitel (migration, unterwelt usw).

liebes-hochstapler werden berühmt wie felix krull. weils sowenige gibt. einzelfälle kann man nicht verallgemeinern.

wildkater
00
30.8.2011, 15:01
SOMMERLOCH

(Ge)Rechter
00
30.8.2011, 06:07
Wenn sie der Loverboys nicht habhaft wird, solle sie die in Ruhe lassen.

Ein Webgirl kann halt nicht alles haben.

Feudalbremse
00
30.8.2011, 06:02
Lovergirls heißen bei uns anders.

Wenn glutäugige Lover ihren ganzen Körper für's Geschäft einsetzen, Girls jammern. Auch Liebe machen ist ein Geschäft.

Wenn ich als Mann einer Möchtegerndame Urlaub auf meiner Playboy-Insel verspreche, muß ich auf die anderen Girlies verzichten?

Es zeigt sich, daß so etwas nicht gegeneinander aufgerechnet werden kann.

Gewalt ist nie eine LÖSUNG....

Harry Meier
 
00
27.8.2011, 14:38
Da muss . . .

.. es doch gleich einen FPOe Lokalaugenschein geben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hilmar_Kabas

Luky Pozzo
00
26.8.2011, 15:10
Kriegsgewinnler, daher ohne Bereitschaft zu konstruktiven Lösungen ...

... anders kann es Blau, Orange und Braun nicht geben.

Luise Rache
00
26.8.2011, 07:51
man sollte sich mal fragen wie es sein kann das die prostitution in wien so stark zugenommen hat

die damen die man so auf den strassen sieht sind grossteils aus osteuropa oder afrika. der staat sollte sich mal besonders auf diesen bereich einschiessen denn ich kann mir nicht vorstellen das diese frauen den job freiwillig machen.
als anreinerin sehe ich da an machen ecken immer die selben bewacher herumstehen oder im auto sitzen.
auch ist es erkennbar das die damen wöchentlich ausgetauscht werden.

loundy
 
00
26.8.2011, 12:00
einer letzten wiener polizeichefs hat sich ja so sehr eingeschossen auf die szene dass er schon gschwitzt hat wie in der sauna...

darum haben's das wohl die sauna-affäre gennannt: http://derstandard.at/3151565

und erinnern sie sich noch an eine der wenigen zeuginnen, die bereit war auszusagen: http://derstandard.at/129337108... n?seite=11

und für einen besseren einblick, empfehle ich diese falter-story über einen lauschangriff bei einem wiener escort-service: http://www.falter.at/web/print... php?id=135

das problem sind aber nicht die beamten an sich sondern dass es keine verantwortung für solche taten gibt, wenn wer tatsächlich verurteilt wird war's kein fehlverhalten sondern mobbing und böse medien...

dadurch wird jegliches bewusstsein für korrektes verhalten schlichtweg kaputtgemacht.

loundy
 
04
26.8.2011, 04:43
oh, aber wenn sie die zielgruppe der 40-60jährigen fpö-wähler zielgerichtet ansprechen will...

sollte sie vor thailändischen ladyboys warnen...

loundy
 
00
26.8.2011, 04:41
aber lasst uns das mal zusammenfassen...

sie weiss nicht ob und wieviele es von diesen "loverboys" gibt aber es ist ein thema dass umbedingt ins bewusstsein der menschen muss weil die sonst nicht draufkommen dass es leute gibt die menschen zur prostitution zwingen.

wie können menschen eine partei wählen, die sie ständig für zu dumm hält um unfallfrei über die strasse zu gehen...?

ein schulfach andenken, dass schon bei einem 10-14jährigen das bewusstsein schafft dass das was er von sich im internet zeigt und preisgibt ewig abrufbar sein wird und jeder mitlesen kann, das ist zwar nicht besonders schwer, aber lösungen erwartet ja nicht wirklich jemand von denen.

aber ein bissi respekt kanns wenigstens sein.

wieso wählt man wen der einen für zurückgeblieben hält...?

carcharodon carcharias
01
26.8.2011, 08:03

Jene die solche als ihren Volksvertreter wählen SIND zurückgeblieben, Alkoholiker oder Versager.
Mit einer Stimme protestieren solche Leute gegen den Fortschritt, weil sie keine Perspektiven haben.

Ich denke FP Wähler möchten nur dass es allen anderen genauso schlecht geht wie ihnen selbst, auch wenn man dazu die Realität vollständig ausblenden muss.

loundy
 
00
26.8.2011, 04:26
auf ihrem facebook-profil warnt sie auch vor einer ganz spezifischen bande... die nennen sich DIE BEFEUCHTER...

ups, nein, das ist einer ihrer lieblingsbands...

http://www.facebook.com/carmen.gartelgruber

mightyjust
00

Die österreichische Sarah Palin, laut Facebook Foto.

der sanierer
00
25.8.2011, 23:22
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