Branchenseite: Distanzierung vom 3D-Feature und zweites Analog-Pad gegen PS Vita geplant
Nachdem Nintendo nach einem enttäuschenden Verkaufsstart die Notbremse zog und den Preis des Handhelds 3DS massiv kürzte, scheint der Konzern nun an einer Neuausrichtung seiner jungen Spielkonsole zu werken. Wie das Branchenportal 01Net unter Berufung auf einen Nintendo-Mitarbeiter in einer mehrteiligen Serie berichtet, arbeite Nintendo bereits an einem neuen Modell der Konsole, das 2012 erscheinen soll.
3D aus dem Fokus
Mit der neuen Version wolle sich Nintendo weg vom 3D-Feature bewegen und die als Verkaufsargument überschätzte Funktion in den Hintergrund rücken. Anstelle dessen wolle man ein zweites Analog-Pad integrieren, um eine flexiblere Steuerung zu ermöglichen. Bis dahin solle sogar ein Aufsatz für den bestehenden 3DS ausgeliefert werden, um Erstkäufer von der Änderung nicht auszuschließen.
In der Krise
Der Meldung nach bereue man bei Nintendo sehr, dass man nicht von Anfang an eine derartige Steuerung umgesetzt habe. Grund für das Auslassen des Features sei gewesen, dass man vor Sonys PSP-Nachfolger auf dem Markt sein wollte. Das PS Vita getaufte Gerät erscheint nun Ende 2011 in Japan und Anfang 2012 in den USA und Europa und wird neben einer vollständigen Analogsteuerung insgesamt eine modernere Hardwareausstattung samt Multitouchscreen- und -Pad bieten.
Zu wenig Spiele
01Net gibt auch Aufschluss über Nintendos vielleicht größtes Problem beim 3DS: Das mangelhafte Spielangebot. Angeblich seien Entwickler nicht nur durch Nintendos Änderungspläne frustriert, auch würden schlicht zu wenige Entwicklungskonsolen ausgeliefert. Derzeit liefere man lediglich 300 Stück pro Monat aus.
Was genau hinter den Gerüchten steckt, könnte Nintendo bereits im September selbst lüften. Laut dem Wall Street Journal plane der Konzern eine Pressekonferenz für den 13. September - unmittelbar vor der Tokio Game Show. (zw)