Annäherung

Android Browser: Ein Stückchen mehr Chrome

Andreas Proschofsky, 23. August 2011, 10:58
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    grafik: google

Unterschiede zwischen den zwei Google-Browsern sollen minimiert werden - Android-Port von Webkit wandert Upstream

Es gehört wohl zu den häufigsten Fehlern in Berichten über Android: Da sowohl das mobile Betriebssystem als auch der Browser Chrome von Google stammen, gehen viele vorschnell davon aus, dass der bei Android erhaltene Browser ebenfalls ein Chrome ist. Dem ist allerdings keineswegs so: Denn auch wenn beide auf der selben Rendering-Engine - nämlich Webkit - basieren, so wird die Entwicklung bei Google bislang doch weitgehend unabhängig voneinander betrieben - und zwar von unterschiedlichen Teams.

Näher dran

Und auch wenn man dies zumindest vorerst bei Google nicht ändern will, so sollen sich die beiden nun zumindest ein Stück näher kommen: Wie Android-Entwickler Andrei Popescu in einem Eintrag an die Webkit-Entwicklung-Mailing-Liste verkündet, hat man damit begonnen die eigene Portierung von Webkit in das offizielle Quellcodeverzeichnis einzuarbeiten. Zudem arbeite man schon seit einiger Zeit an der Minimierung der Unterschiede zwischen Chrome und dem Android-Browser.

Zusammenarbeit

Das Ziel sei es eine Android-Variante von "Chromium", dem Open-Source-Projekt hinter Google Chrome - zu etablieren, von der man dann auch automatisiert regelmäßig Testversionen erstellen will. Gleichzeitig soll die alte, aber unvollständige, Android-Portierung von Webkit aus dem Code-Verzeichnis entfernt werden. Auch sonst verspricht das Android-Team künftig wesentlich näher mit der Webkit-Community zusammenarbeiten zu wollen.

Offene Fragen

Die Frage, warum Google seinen Android-Browser nicht einfach Chrome nennt, bleibt damit freilich weiterhin unbeantwortet, immerhin sind die Unterschiede hier kaum größer als zwischen Apples Safari am Desktop und unter iOS. Möglicherweise spielt hier eine Rolle, dass man beim Chrome-Team selbst an einem eigenen Betriebssystem (Chrome OS) arbeitet, und Google etwaige Begriffsverwirrungen vermeiden will. Und eine gewisse interne Konkurrenz könnte hier natürlich auch eine Rolle spielen. (apo, derStandard.at, 23.08.11)

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