Greenpeace-Bericht

T-Shirts & Co: Wie neue Kleidung die Flüsse vergiftet

23. August 2011, 11:46
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    foto: ap/ elizabeth dalziel

    Die giftigen Nonylphenolethoxylate, die bei der Herstellung von Kleidung zum Einsatz kommen, finden sich auch in den fertigen Kleidungsstücken.

Greenpeace testete Kleidung und Schuhe auf giftige Substanzen - Zwei Drittel davon waren belastet

Wien - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte Mitte Juli einen alarmierenden Bericht veröffentlicht, wonach durch die Produktion von Textilien giftige Chemikalien in Chinas Flüsse gelangen. Nun legte Greenpeace nach: Im zweiten Teil des Berichts "Schmutzige Wäsche" analysierte die Organisation Kleidungsstücke internationaler Marken aus 18 Ländern und zeigt, dass die Textilien auch nach dem Kauf noch Chemikalien enthalten. Greenpeace Konsumentensprecherin Claudia Sprinz: "Unsere Untersuchung zeigt, dass KonsumentInnen weltweit unwissentlich die schmutzige Wäsche großer Markenhersteller waschen und damit ihre heimischen Flüsse vergiften".

Für den aktuellen Bericht kaufte Greenpeace Kleidung und Schuhe von 15 verschiedenen Marken-Herstellern, darunter Adidas, H&M, Converse, GAP, Kappa, Lacoste, Nike, Puma und Ralph Lauren. In einer großangelegte Laboranalyse wurden T-Shirts, Jacken, Hosen, Unterwäsche und Schuhe, die in 13 Ländern hergestellt wurden, auf die Substanz Nonylphenolethoxylate (NPE) hin untersucht. Die als Tenside in der Textilproduktion großer Marken genutzten NPE wandeln sich durch Abbauprozesse in giftiges Nonylphenol (NP) um. Nonylphenol ist eine langlebige Chemikalie mit hormonell wirksamen Eigenschaften. Seit 2003 ist die Anwendung von NP und NPE in der EU weitgehend verboten, importierte Produkte betrifft diese Regelung allerdings nicht.

Zwei Drittel der Produkte belastet

Das Ergebnis der Textilanalyse: Auch in fertigen Kleidungsstücken und Schuhen sind diese giftige Substanzen noch vorhanden. In insgesamt 52 der insgesamt 78 analysierten Artikel war die problematische Substanz in höheren Mengen enthalten. Auch in zwei der vier in Österreich gekauften Textilprodukte - jeweils ein T-Shirt von Kappa und Nike - wurden erhöhte Mengen NPE gefunden. Von den untersuchten 15 Marken enthielt lediglich eine Marke (GAP) diese Chemikalie nicht. Werden NPE in einem Produkt gefunden, lässt sich daraus schließen, dass die Chemikalie während der Herstellung des Produktes eingesetzt wurde.

Die Konzentrationen an NPE, die in allen Artikeln ermittelt wurden, stellen laut Greenpeace kein unmittelbares Gesundheitsrisiko für die Träger der Kleidung dar. Durch den Kauf dieser Kleidung tragen Verbraucher aber unwissentlich zur Abwasserbelastung bei. Denn durch das Waschen dieser Textilien gelangen die giftigen Substanzen in die Abwassersysteme, die auch moderne Kläranlagen nicht restlos herausfiltern können. Die langlebige und hormonell wirksame Substanz schadet Fischen und anderen Wasserlebewesen und erreicht durch die Anreicherung in der Nahrungskette auch den menschlichen Organismus.

Ziel ist für Greenpeace die Eliminierung der Verwendung und Freisetzung von gefährlichen Chemikalien in der Produktion. Während sich einige Marken nun engagieren, fehlt es den meisten immer noch an einer Verpflichtung zur Nichteinleitung von gefährlichen Chemikalien. So teilten Nike und Puma kürzlich mit, bis 2020 ohne gefährliche Chemikalien produzieren zu wollen. (urs, derStandard.at, 23.08.2011)

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Posting 1 bis 25 von 63
1 2
MiFi
11
25.8.2011, 16:35
an who cares?

RationalMensch
12
23.8.2011, 23:33

"Seit 2003 ist die Anwendung von NP und NPE in der EU weitgehend verboten, importierte Produkte betrifft diese Regelung allerdings nicht."
Na da hat die Textilindustrie in Brüssel wieder mächtig Lobbying betrieben. Schätze mal wieder so ein schleimiger Typ alla Strasser.
Es ist eine SAUEREI was die Textilkonzerne mit Klamotten verdienen. Billigst hergestellt in China für 50 Cent - verkauft in Europa um 50 €. Das ist ein Gewinn von 10000%!

chacun à son gout
20
24.8.2011, 10:41
ich hoffe, dass sie kein selbstständiger sind,

weil mit ihren betriebswirtschaftskenntnissen wären sie sonst innert einer woche pleite.

RationalMensch
01
24.8.2011, 11:28
na dann hoffe ich doch sehr

dass sie sich ausserhalb dieses Forums weder schriftlich noch verbal mitteilen müssen - mit ihren erschreckenden Deutschkenntnissen...

Wos woar mei Leistung? °|°
10
25.8.2011, 12:50

nur weil sie mit dem wort innert nix anfangen können ?
schwach.

---
hättest du geschwiegen wärst du ein ( ) geblieben.

chacun à son gout
00
24.8.2011, 11:30
ich lerne gerne

was genau missfällt ihnen?

Gary Grantscherbn
00
23.8.2011, 17:36

Also so wie's ausschaut, sollten wir Einreiseverbot für Chinesen erteilen, denn die bringen ja auch die gesamte Belastung von zuhause mit, wenn sie durch die Kärntner Straße stapfen.

net scout
00
23.8.2011, 16:56
wie oft soll man neue kleidung waschen, bevor man sie das 1.mal anzieht?

weiß das wer?

Andreas Mittermayer
11
23.8.2011, 18:20
Am besten nicht dort kaufen, wo sie giftig ist!

.
Dann brauchen Sie sich darüber keine Gedanken zu machen.

03
23.8.2011, 16:28
bis 2020!?

aja eh nur noch 9 Jahre Zeit zum Umstellen. Setz ein Ziel weit genug in die Zukunft, dann wird sich niemand mehr daran erinnern wenn es so weit ist. Ausserdem ist dann ja ein neuer Firmenchef am Ruder und was gehen den die Versprechen seiner Vorgänger an?

Finde es ausgesprochen unfair wenn der europäischen Textilindustrie Standards auferlegt werden, die Importeure ohne jegliche Sanktion umgehen können.

A007
14
23.8.2011, 14:54

die moderne gesellschaft, alles muss billigst und maßenhaft vorhanden sein, damit die kunden zufrieden sind und die firmen millionen abspeisen...und wie können diese anforderungen nur erreicht werden?....durch sklavenarbeit, umweltverschmutzung,...,usw. ein teufelskreis! SOS!

Gary Grantscherbn
12
23.8.2011, 17:35

eben nicht maßenhaft, aber dafür massenhaft!

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
01
23.8.2011, 16:16
mica he
01
23.8.2011, 14:50
bis 2020 ohne gefährliche Chemikalien....

soll wohl lauten "ab 2020 ohne" (= "bis 2020 mit...")

pago1
10
23.8.2011, 14:36
schlimmer ist dass die leute die damit arbeiten

keinerlei schutz haben

Eisteefetischist #1
04
23.8.2011, 14:25

Was wir anziehen bringt uns um, was wir atmen bringt uns um und erst das, was wir essen... da fällt man sowieso beim ersten Bissen schon mit mindestens drei verschiedenen Krebsarten tot um.

Ich sitze nackt in einem sterilen Raum und bekomme abgekochte, mit Vitaminen angereicherte Proteinpampe. Dafür werde ich 200 Jahre alt und habe viel Zeit zum Lesen.

Manahmanah
00
24.8.2011, 01:38

Oft oder sogar meist, wie über den konkreten Fall ausdrücklich im Artikel zu lesen, geht es nicht in erster Linie darum, was ich mir selbst antue, sondern um das, was ich aus- oder anrichte.

01
23.8.2011, 16:22
was sie dann umbringt

ist das Lesen ;)

Eisteefetischist #1
01
23.8.2011, 16:23

Natürlich ausschließlich durch dieses Forum genehmigte Hochliteratur ;)

ca ramba
01
23.8.2011, 14:42

Na, ganz so dramatisch ist es nicht.
Alternativ könnte man ja in den Süden ziehen und dem Nudismus frönen. Am besten eine Rohkost-Nudisten-Selbstversorgerkommune in einer günstigen Klimazone.
Da wird man sicher auch alt und hat Spaß dabei. Die Hippies hatten schon Recht.

Eisteefetischist #1
00
23.8.2011, 16:23

Das ist aber sowieso eine gute Idee... Tipps, wo es sowas (noch) gibt?

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
01
23.8.2011, 16:32

Die letzten Althippiekolonien sollen ziemlich deprimierend, armselig und grindig sein, hab ich mir sagen lassen. So wie die Reste der Mühl-Kommune. Eher bemitleidenswert.

M L3
02
24.8.2011, 00:00
Das liegt aber sicher an der Rohkost Selbstversorgung

Nudismus in einem angenehmen Klima (oder zur Zeit auch definitiv in Wien) ist doch was schönes.

taufrisch
166
23.8.2011, 13:56
Wir waren schon lange nicht mehr in den Medien - no mach' ma halt schnell ein Problem !!??

twinter
07
23.8.2011, 14:49
Guter Kommentar, nur leider der falscher Artikel

Hier der richtige:
http://derstandard.at/131302490... -Loverboys

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