Konferenz

Wie krank machen Städte?

23. August 2011, 08:33

Die Zunahme chronischer Erkrankungen hängt auch mit der Verstädterung der Lebensräume zusammen

«Chronische Krankheiten - eine globale Herausforderung» lautet der Titel der Jahreskonferenz von Public Health Schweiz, die am 25. und 26. August an der Universität Basel stattfindet. Im Zentrum der Tagung steht die weltweit drastische Zunahme der Häufigkeit chronischer nicht übertragbare Krankheiten.

Die Zahlen sprechen für sich: In der Schweiz leben mindestens vier Prozent der Bevölkerung mit Diabetes mellitus, bei den 45- bis 64-Jährigen ist Krebs die häufigste Todesursache und gemäß der Kohortenstudie Salpadia kommen pro Jahr und 1000 Einwohner 14 neue Fälle von chronisch obstruktiver Lungenerkrankung dazu.

Die Häufigkeit chronischer Erkrankungen nimmt drastisch zu. Wichtige Ursachen liegen in der Verstädterung derLebensräume, mit der starke Veränderungen des Lebensstils, der Umwelt sowie des sozialen und ökonomischen Umfelds verbunden sind. Schadstoffe aus Verkehr, Industrie und Haushalt belasten Luft, Wasser und Böden. Auch in Ländern des Südens und Ostens tragen dieses Einflüsse wesentlich zum gesellschaftlichen Wandel bei. Dort ersetzen chronische Krankheiten aber nicht weit verbreitete übertragbare Erkrankungen. Vielmehr gesellen sie sich zu den bestehenden Problemen. Die Gesundheitssysteme dieser Länder stehen vor immensen Herausforderungen.

Sowohl im Süden wie im Norden bildet Forschung die Grundlage, um Strategien zur Prävention und Behandlung chronischer Krankheiten wirksam umzusetzen. Wo steht diese Entwicklung in der Schweiz und weltweit? Diesen Fragen wird anlässlich der Jahreskonferenz von Public Health Schweiz nachgegangen, die am 25. und 26. August an der Universität Basel stattfindet.

Gesundheitsgerechte Städteplanung

Da heute mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in urbanem Umfeld lebt, soll an der Jahreskonferenz auch der Frage nachgegangen werden, wie die Gesundheit in Städten verbessert werden kann. Werden unsere Städte gesundheitsgerecht geplant? Muss verdichtetes Wohnen verdichteten Lärm, verschmutzte Luft und Unfälle nach sich ziehen? Persönlichkeiten aus Politik, Behörden, Wissenschaft und Wirtschaft werden sich einer kritischen Diskussion stellen. Die Podiumsdiskussion kann ohne Anmeldung kostenlos besucht werden.

Da großangelegte Langzeitstudien das Rückgrat der Erforschung chronischer Krankheiten, ihrer Verläufe, Ursachen und Prävention bilden, organisiert das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut am 24. August einen ganztägigen Workshop zur Zukunft der Kohortenforschung. Experten aus dem In- und Ausland werden darlegen, wie Kohorten mit mehreren Tausend Teilnehmenden aufgebaut und über Jahre erhalten werden. (red)

Weitere Informationen mit Konferenzprogramm:
http://sph11.organizers-congress.ch/welcome.php

Web.Jet
01
25.8.2011, 12:06
Störzonen

50% der zivilisierten Bevölkerung leiden unter Schlafstörungen durch Störzonen. Viele Menschen sind am Morgen genauso müde wie am Abend.
Um diese Zustände zu ändern, greifen sie oft zu Medikamenten.

Die Folge ist ein Nachlassen der Vitalität.
Die Lebensfreude sinkt – der Mensch wird krank. http://radiaesthesie.blogspot.com

Folgende Beschwerden können auftreten:
Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Migräne, Schweißausbrüche, Gelenks- u. Wirbelsäulenleiden, Rheumatismus, Kreislauf- oder Herzrhythmusstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten uvm.

erich1963
00
25.8.2011, 09:51
Was nützt eine tolle gesundheitsgerechte Städteplanung, wenn..

...es so segensreiche Erfindungen wie z. B. Rasentrimmer, Laubbläser und -sauger gibt und diese mit Hingabe von Gemeindebediensteten zur Unzeit angeworfen werden? Und die gleichen lärmenden Gerätschaften in jedem Baumarkt in dutzendfacher Ausführung zur Freude von Frühpensionisten, denen den ganzen lieben Tag fad ist, feilgeboten werden? Da wird getrimmt, gesaugt und geblasen, was das Zeug hält. Städteplanung hin oder her.

zimbo
 
00
23.8.2011, 08:42
Da fallen mir spotan die Hundelärmzonen ein.

Damit die Anrainer fast rund um die Uhr Lärm haben.

no_milk_today
02
23.8.2011, 15:41

Da fallen mir spotan die Kinderlärmzonen ein.
Damit die Anrainer fast rund um die Uhr Lärm haben.

/scnr

sry, aber da ist es um einiges schlimmer, genau am gürtel zu wöhnen als so eine popelige hundezone. oder neben süd- bzw westbahnhof. oder in einer einflugschneise, die hauptbenutzt ist.oder neben/unter der tangente. nur um ein paar auf die schnelle aufzuzählen.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.