Uni-Zugang

Schweizer Unis machen gegen deutsche Studenten dicht

22. August 2011, 17:58
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    foto: apa/fohringer

    Eine Studienanwärterin beim Medizin-Aufnahmetest. 4614 von 5600 Angemeldeten sind zum Test in der Messe Wien erschienen.

Während Österreichs Politiker noch Lösungen für den erwarteten Zustrom deutscher Studenten an die heimischen Unis suchen, verschärft die Schweiz für das kommende Semester die Zulassungsbedingungen

Wien - Doppelte Abiturjahrgänge und das Aussetzen der Wehrpflicht sorgen für Aufregung in Deutschlands Nachbarstaaten. Nicht nur in Österreich, auch in der Schweiz befürchten die Hochschulen einen massiven Anstieg deutscher Studenten.

Doch während sich die heimische Politik darüber uneinig ist, welche Maßnahmen getroffen werden können, um einen geregelten Uni-Betrieb zu gewährleisten, wird in der Schweiz gehandelt: Für das im September beginnende Herbstsemester werden nur noch Studienanfänger zugelassen, die auch an einer anerkannten deutschen Hochschule zugelassen sind. Für alle anderen Bewerber aus dem nördlichen Nachbarland gilt ab sofort ein Numerus clausus.

"Wir wollen die guten Leute"

Die verschärften Zulassungsbedingungen hat eine Arbeitsgruppe der Rektorenkonferenz der Schweizer Hochschulen (Crus) erarbeitet. Crus-Präsident Antonio Loprieno betonte, die Regelung stehe im Licht der Qualitätssicherung: "Wir sind offen für ausländische Studenten. Aber wir wollen nicht jeden, sondern die guten Leute." In der Schweiz galt bisher nur für vereinzelte Fächer an einzelnen Unis, dass Deutsche bereits an einer eigenen Uni zugelassen sein müssen. Die neue Guillotine-Regelung gilt nun schweiz-weit für alle Studienrichtungen. Ausnahmen bilden die Universitäten St. Gallen und Tessin.

"In Deutschland gibt es für viele Fächer einen Numerus clausus", führt Thomas Tschümperlin vom Rektoratsdienst der Universität Zürich aus. "Mit den neuen Zulassungsbedingungen wollen wir verhindern, dass wir zur Ausweich-Universität für jene Studierenden werden, die in Deutschland die Voraussetzung für einen Studienplatz nicht erfüllen."

Eine solche Lösung ist zwar im Nicht-EU-Land Schweiz möglich, nicht aber in Österreich. Aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes der EU müsste der Numerus clausus für alle Studenten gelten - nicht nur für die Deutschen, wie das die Schweiz plant.

Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) hat sich im Standard-Gespräch bereits gegen den Vorschlag von Tirols Landeshauptmann Günter Platter (ÖVP) ausgesprochen. Er sei weiter der Ansicht, strukturelle Maßnahmen seien Zugangsregeln und Studiengebühren.

"Unfair und dumm"

Der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald, bezeichnete den Vorschlag Platters, nach Matura-Noten zu urteilen, als "unfair und dumm. Die Bundesregierung muss endlich begreifen, dass wir mehr und nicht weniger Studierende in Österreich brauchen." (red, APA, STANDARD-Printausgabe, 23.8.2011)

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Posting 1 bis 25 von 61
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mountaineer
00
Die Lösung ist schwer:

Ein Deutscher, der hier studieren will, muss nachweisen, dass er auch in seiner Heimat hätte das selbe Fach studieren dürfen, d. h.

wenn er an der Universität Konstanz nicht genommen wird, weil er den numerus clausus nicht erfüllt, dann wird er auch in Salzburg nicht genommen.

So einfach ist das.

P. S. Die Deutschen erkennen ja unsere Berufsreifeprüfung auch nur in seltenen Fällen an. IdR Regel muss man zuerst ECTS von einer österr. Uni vorweisen, um überhaupt zugelassen zu werden in Deutschland, und das bei popeligen FHs!

Palatin22
 
00
23.8.2011, 15:58
Ein paar Fargen an euch...

1. sind wir Mitglied der Eu Ja/ Nein?

1.1 Wenn Ja: Warum sollten Ausländische Studenten bei uns nicht studieren dürfen?

2. Warum sollten wir alleine für die Kosten Aufkommen?

3. Wieviele Studienplätze hat Österreich?

4. Warum haben wir keinen NC?

5. Warum koppeln wir das Studium von Studierenden Andere Länder nicht an Zahlungen.

6. Warum ist unser Unterichtsminister so Unfähig?

7. Warum brauchen wir mehr Studenten und nicht mehr gut ausgebiltete Facharbeitskräfte? (gilt für die Grünen)

8. Warum mag ich eigendlich die Piefke? (bitte nicht antworten ich mag sie wirklich)

9. Wo liegt eigendlich das Problem? Ich freu mich wenn Interkulturel etwas mehr offenheit herscht.

10. Welchen Vorteil verspricht sich die Schweiz wenn sie sich zurüc

eva lindt
 
01
26.10.2011, 01:34
zu 9

schon mal mit einem wu-studenten gesprochen? die studienbedingungen erinnern mich an käfighaltung bei legehühnern. absolut unwürdig.
österreich schafft es nicht, sich zu bildung als garanten für eine erfolgreiche zukunft zu bekennen. die folge: braindrain. weil die unis so unterdotiert sind, schaffen sie es nicht mehr, die besten professoren zu kriegen.
die qualität der ausbildung wird immer schlechter. und niemanden kratzt das. v.a. die grünen scheinen in der richtung völlig anspruchslos zu sein.

xiberga
12
23.8.2011, 13:42
Achtung

"Ausnahmen bilden die Universitäten St. Gallen und Tessin."
Lieber Standard, wenn solche Argumente veröffentlicht werden, dann darf das nicht nur die halbe Wahrheit sein. Die Universität St. Gallen hat ganz andere Aufnahmebedingungen, die weitaus strenger sind als bei den meisten anderen Universitäten.

Richtigstellen!

Heavyweather
02
23.8.2011, 13:26

Die Lösung liegt auf der Hand.
Wir finanzieren die Unis rein über Studiengebühren.

Nur dass die Gebühren für Österreichische Studenten eben in Form von Stipendien zu 100% übernommen werden.
So kommt das Uni Budget immer noch vom Staat, EU Studenten zahlen aber voll und können das Geld in Form von Stipendien vom Herkunftsland zurück fordern.

Dieser Ansatz ist auch EU Rechtskonform da die EU nicht über Höhe und Art der Stipendien entscheiden kann.
Jeder Studienplatz muss durch diese Gebühr gedeckt sein. Ein Studium kostet ca. 10k-80k€.

Studienkredite wären bei unserem Steuersystem nur eine Strafe für Akademiker.

markusM.
01
23.8.2011, 13:05

2000€ studiengebühren pro semester und als österreichischer staatsbürger kann man einen antrag auf 2000€ extra studienbeihilfe stellen, die automatisch genehmigt wird. 1. gilt dann für alle und 2. kann der österreichische staat ja hoffentlich noch selber regeln wann er seinem bürge wieviel geld zur verfügung stellt.

----0----
00
23.8.2011, 16:19

befürchte das geht nicht weil eu. da muss einem eu bürger doch genau das selbe zustehen.

markusM.
00
23.8.2011, 17:24

das glaube ich weniger. ich zahle ja in deutschland auch andere steuern als in österreich. ich muss hier sogar solidaritätsbeitrag zahlen, obwohl ich nicht einmal den westdeutschen gegenüber solidarisch bin.

CL
01
23.8.2011, 12:00
Ja,

Herr Grünewald, wir brauchen mehr Studenten als bisher! Am besten kommen alle Deutschen, die in ihrem Heimatland und in der Schweiz keine Aufnahme gefunden haben, gleich zu uns - das hebt sicher das Niveau!? ;-)
(PS: Wenn Matura-Noten eh nichts aussagen, wofür haben wir sie dann eigentlich?)

Im Ernst: Die Österreicher sollten sich schleunigst wappnen und Zugangsbeschränkungen (egal, welcher Art) einführen - es ist 5 vor 12!

Nadann Weitweg
00
23.8.2011, 11:54
Angebot und Nachfrage

Die Situation Oesterreichs: Anscheinend ist die Nachfrage groesser als das Angebot. Wobei ich noch nie gelesen habe wieviele Studienplaetze wir eigentlich haben.
Auf jeden Fall, in so einer Situation steigt der Preis - ich denke da gibt es mehrere denkbare Loesungen. Ich glaube, ich tendiere auch zu anstaendigen Studiengebuehren, denn was nix kostet ist ja oft auch nix wert (Studienbeihilfensystem ueberarbeiten). Der Herr Toechterle muss endlich ein Machtwort sprechen. Wir koennen uns doch nicht ewig mit diesem Schmarrn herumschlagen.

Nadann Weitweg
00
23.8.2011, 11:53
Angebot und Nachfrage

Die Situation Oesterreichs: Anscheinend ist die Nachfrage groesser als das Angebot. Wobei ich noch nie gelesen habe wieviele Studienplaetze wir eigentlich haben.
Auf jeden Fall, in so einer Situation steigt der Preis - ich denke da gibt es mehrere denkbare Loesungen. Ich glaube, ich tendiere auch zu anstaendigen Studiengebuehren, denn was nix kostet ist ja oft auch nix wert (Studienbeihilfensystem ueberarbeiten). Der Herr Toechterle muss endlich ein Machtwort sprechen. Wir koennen uns doch nicht ewig mit diesem Schmarrn herumschlagen.

Satthaber
00
23.8.2011, 11:00
Weil Deutschland den Numerus Clausus hat, müssen alle anderen Länder nachziehen um den Gleichheitsgrundsatz zu wahren?

Gehts noch?

Umgekehrt ist wohl richtig.

Kahuna
00
23.8.2011, 10:05
Wann machen wir dicht?

redcruiser
00
23.8.2011, 10:40

Meinst du uns -jene die in Aut die Berechtigung fürs Studium erhalten haben - oder machen wir dicht gegen
unsere lieben Nachbarn??

sonne-licht
 
00
23.8.2011, 09:45
aufgabe

haben wir die eigenstaatlichkeit aufgegeben zugunsten der eu und ihren ausnahmeregeln

wie sieht es mit dem gleichheitsrecht wirklich in der eu aus? - numerus clausus in deutschland - in österreich nicht

wie sehen strukturelle zugangsregeln und studiengebühren aus nur immer etwas mit schlagwörtern anzuheizen und dann alles beim alten zu belassen ist zu wenig um für verbesserung in österreich sorge zu tragen

warum handelt die menschen nicht endlich in österreich unsere hochgelobten wirtschafts/sozial/ökonomiekapitäne der politik/industrie bzw. finanzwelt.

dieses blokadesystem nichts zu tun, ist sehr offensichtlich und sagt viel über das niveau unserer
bildungs/universitätspolitik aus.

woifee 0.0
12
23.8.2011, 09:35

Doch eine Aufnahmeprüfung einführen, die nur eine Frage beinhaltet:

Wia hoaßt unsa Wissnschoftsminista?

Das größste Problem ist ja anscheinend, dass wir uns mit den Deutschen eine Sprache teilen, würden wir uns in Österreich endlich an, einen österreichischen Dialekt zu wählen und in zur Nationalsprache in Österreich zu machen (ich bevorzuge Tirolerisch), könnten wir viele Deutsche davon abhalten herzukommen.

F.B.R.
00
23.8.2011, 11:51
Noch eine Frage:

Frage: welches Geschlecht haben die Wörter "E-Mail" und "SMS" in Österreich (gem. Duden und österr. Wörterbuch)?

Da scheitert fast jeder deutsche Student sofort.

exile in mainstream
00
23.8.2011, 09:01

wenn wir den euro an den franken binden werden sie sich auch hier zurückziehen

eva lindt
 
33
23.8.2011, 03:04
haha,

die grünen brauchen also mehr und nicht weniger studenten in österreich.
kann es sein, dass man bei denen noch nicht kapiert hat, was das problem ist?

Frau Tee
00
17.10.2011, 21:02
ja, kann ich

österreich hat zu wenige akademiker, die dementsprechende jobs verrichten können. die meisten deutschen studierenden wollen nach dem studium in deutschland arbeiten - verstehen sie das problem?

eva lindt
 
01
26.10.2011, 01:42
achja?

welche akademiker brauchen sie denn? haben sie konkrete zahlen? noch etwa 5000 germanisten pro jahr? für 2013 dann noch zusätzlich 2000 psychologen? und 2012 fehlen genau 1035 sinologen, hört man...... wo haben sie ihre zahlen? und vor allem: woher?
ja und wegen dem heimgehen. das hat man auch von den türkischen und kroatischen gastarbeitern gesagt. aber komisch: irgendwie hat sich irgendwer vertan mit den zahlen. die meisten sind einfach dageblieben. weil es ihnen im prinzip doch passte.

Loonquawl
00
23.8.2011, 12:30

klär uns auf, bitte

notanaddict
22
23.8.2011, 08:33

Hm mir scheint, dass das von jemand anderem noch nicht kapiert wurde.

xes
00
23.8.2011, 12:20

Wir brauchen nicht mehr, wir brauchen nicht weniger, was verstehen Sie denn daran nicht?

notanaddict
10
23.8.2011, 14:09

Entschuldigung Herr Fachexperte - wie war noch gleich Ihr Name? Woraus nehmen Sie Ihr unumstößliches Wissen zu diesem Thema?
Und bitte - erklären Sie es mir bei der Gelegenheit gleich.

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