Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Erst gewährte die Stadt Wien Homosexuellenpaaren, die schon vor längerem anderswo geheiratet haben, fremdenrechtliche Gleichheit. Jetzt bestätigte dies auch das Innenministerium.
Wien - Seit Anfang 2010 können in Österreich nicht nur Mann und Frau, sondern auch zwei Frauen oder Männer einander das Ja-Wort geben. Das eingetragene Partnerschafts-Gesetz (EPG) macht es möglich. Es setzt lesbische und schwule Paare rechtlich in vielen Bereichen heterosexuellen Eheleuten gleich.
Jetzt, eineinhalb Jahre später, hat diese Gleichstellung endlich auch einen wichtigen Bereich des Fremdenrechts erreicht. In einem Erlass, der vergangenen Freitag an alle Landesregierungen verschickt wurde, bestätigt die zuständige Abteilung des Innenministeriums, dass auch binationale Homosexuellenpaare, die vor 2010 in anderen Ländern geheiratet haben - oder eine eingetragene Partnerschaft (EP) eingegangen sind -, das Recht auf Familienzusammenführung haben. Bisher wurde ihnen dies verweigert.
In Anwendung der Regeln für das Internationale Privatrecht (IPRG) seien eingetragene Partnerschafts-"Altfälle" nach den Bestimmungen der österreichischen EP-Regelung zu behandeln, steht in dem Rundschreiben, das dem Standard vorliegt. "Damit wird nur offiziell gemacht, was im Grund seit Beginn 2010 hätte selbstverständlich sein müssen", kommentiert dies Kurt Krickler, Generalsekretär der Homosexuelleninitiative (Hosi) Wien.
Ringen um Südafrika-Fall
Monatelang hatten sich Krickler und andere Homosexuellenvertreter für ein binationales Männerpaar starkmachen müssen, das vor Jahren in Südafrika die Homoehe schloss. Als die beiden nach Wien übersiedeln wollten, forderte die für Fremdenrechtsangelegenheiten zuständige MA35 sie dazu auf, neuerlich die eingetragene Partnerschaft zu schließen. Andernfalls käme Familienzusammenführung nicht infrage.
Erst nach vielem Hin und Her konnte der Fall im Sinn des Paares gelöst werden. Und nicht nur das: "Alle im Ausland geschlossenen Homoehen werden in Wien als eingetragene Partnerschaften anerkannt. Auch wenn sie von vor Jänner 2010 datieren" , verkündete MA35-Leiterin Beatrix Hornschall, dem Ministerium widersprechend, Ende Juni.
Jetzt sieht ihre Chefin, die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SP), diesen Widerspruchsgeist bestätigt: "Es freut mich, dass sich das Ministerium für Inneres der traditionell kundenorientierten Rechtsauslegung der MA35 angeschlossen hat", sagte sie am Montag.
Keine reine Freude über den Erlass hat hingegen der Wiener Anwalt und Präsident des Rechtskomitee Lambda Helmut Graupner. Denn darin werde auch definiert, dass Lesben und Schwule, die - etwa in Holland oder Spanien - die ganz normale Zivilehe eingegangen sind, in Österreich nur als eingetragene Partner gelten. "Das ist unfaires Downgrading" , kritisiert Graupner. (Irene Brickner, DER STANDARD; Printausgabe, 23.8.2011)
Nach dem Beschluss des neuen Staatsbürgerschaftsgesetzes durch den Ministerrat wird Kritik laut. Viele Änderungen seien unzureichend - und Promi-Einbürgerungen intransparent.
1.662 Menschen wurde von Jänner bis März die Staatsbürgerschaft verliehen - Rückgang um zwölf Prozent gegenüber Vorjahr
"Werte-Fibel" wird künftig bei Einreise überreicht - Änderungen bei Staatsbürgerschaftstest
Reform des Staatsbürgerschaftsgesetzes wird beschlossen - Einkommensgrenze von 1.000 Euro für SPÖ sozial verträglich
Pollak: Fibel kann nicht ernst genommen werden, solange Politik wichtige Werte verletzt
Staatsbürgerschaftsgesetz sonst beschlussfertig - Verbesserung für uneheliche Kinder
Rund 12.000 Asylverfahren offen
Mit der Novelle des Einbürgerungsgesetzes werde die Diskriminierung unehelicher Kinder von Österreichern enden, hieß es. Ein deutscher Fall beweist das Gegenteil
Prüfer verglichen Wien, Salzburg, Steiermark: Individuelle Unterbringung der Asylwerber ist am billigsten
Asylwerber sind meist zur Untätigkeit verdammt, arbeiten dürfen sie nur als Saisonniers
Das Thema Integration wird im Innenministerium aufgewertet. Ab Mai wird es eine eigene Sektion dafür geben. Während das im Staatssekretariat begrüßt wird, reagieren Insider und Menschenrechtler eher skeptisch
Für Rotes Kreuz, Grüne und andere ist die Verpflichtung inakzeptabel
Automatische Zuerteilung der Staatsbürgerschaft auch bei Anerkennung der Vaterschaft erst vier Wochen nach Geburt
Spätestens nach sechs Monaten Aufenthalt soll der Arbeitsmarkt geöffnet werden
Unbeschränkter Arbeitsmarktzugang für Familienangehörige, nach zwei Jahren auch für gut Integrierte - Inlandsantrag möglich
Angriffe aus der FPÖ für Präsident Deutsch "verabscheuungswürdig"
Gesetzesänderung am Mittwoch im InnenausschussWien
In Österreich fühlen sich besonders viele Zuwanderer nach eigenen Angaben diskriminiert - Armut von in Zuwandererhaushalt lebenden Kinder im Vergleich zu Nicht-Zuwandererhaushalt sehr hoch
Die Innenministerin will mehr Flüchtlinge arbeiten sehen, doch es fehlt an Hilfe
Grüne Integrationssprecherin: Nicht auszuschließen, dass es zu einer Klage durch die EU kommt
Kurz will Einkommensgrenze überdenken - Nur 1.500 Zuwanderer statt erwarteter 8.000 - Auch Bachelors sollen nach Studium bleiben dürfen
Die Länder haben zugesagt, 1.000 neue Plätze für Asylwerber zur Verfügung zu stellen
Vorschlag von Mikl-Leitner zur Arbeitssuche von Asylwerbern ernsthaft besprechen
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz will am Mittwoch mit Unterrichtsministerin Schmied über Schulschwänzer und Deutschklassen reden
Frage. Ist man vorher hetero und kommt plötzlich drauf, doch aufs gleiche Geschlecht zu stehen? Wie ist das möglich?
Oder ist das ganze vielleicht doch nur eine reine sexuelle Neigung ... Also nicht vergleichbar mit einer "normalen" Lebenspartnerschaft - wo es ja um mehr geht als nur um Sex.
Interessant, dass Sie das so sehr beschäftigt. Aber nicht unerwartet - es gibt jede Menge Fachliteratur darüber, dass sehr viele derjenigen, die mit Homosexualität ein Problem haben selbst latent homosexuell sind.
Ist auch nicht unlogisch - als in seiner Ausrichtung sicherer Hetero stören mich die homosexuellen nicht - ich weiss ja, dass es für mich keine Bedeutung hat.
Aber Unsicherheit der eigenen sexuellen Individualität äussert sich oft in starker Ablehnung, und unterdrückte Wünsche in Aggression.
Sehr amüsant was Sie da schreiben. Keine Sorge, ich bin mehr als hetero - finde Frauen sexuell abstoßend
;-)
Ich lehne Homosexuelle nicht ab - ich bin nur der Meinung dass die Ehe eben für Mann & Frau ist. Punkt.
Das hat nichts mit Ablehnung zu tun. Es soll jeder Volljährige privat machen dürfen was er will, ins Bett gehen mit wem er will .... Nicht heiraten zu dürfen, hat nichts mit Diskriminierung zu tun!
.
sondern?
Sie fänden es auch nicht diskriminierend, wenn man linkshänderinnen und linkshändern das schreiben verbietet (weil "man" das ja schließlich als "normaler" mensch mit der rechten hand macht)???
Ungleiches muss nicht gleich behandelt werden.
Für Homosexuelle gibt es die eingetrag. Lebenspartnerschaft oder sonst. rechtl. Möglichkeiten - die eh kaum noch einen Unterschied zur Ehe sind (ausser Sie wollen das Recht der Hinterbliebenenpension ;-)-somit sind sie defacto schon "gleichgestellt".
Die Ehe ist nuneinmal ua. für die Gründung einer Familie gedacht-da Homosex. eben gemeinsam keine Kinder zeugen können,ist die Ehe für Männlein & Weiblein.Wenn es einmal eine polit. Mehrheit für die Öffnung der Ehe für homosex.Menschen geben sollte,würde ich dies selbstverständlich respektieren.
Ein Linkshänder kann schreiben. Homosexuelle können aber keine Kinder zeugen.
Der Staat begünstigt die Ehe, weil er davon einen Nutzen hat. Nämlich das neue Staatsbürger gezeugt werden.
Die Homo-Gemeinschaft hingegen ist eine reine Privatangelegenheit und es gibt für den Staat keinen Return on Invest.
Also ist es nicht sinnvoll diese Gemeinschaften zu fördern.
[...]Nicht mehr oder weniger als die Hetero-Ehe.[...]
Diese Aussage ist grundfalsch. Da die Ehe ja die Intention hat Kinder zu zeugen.
Das der Staat so liberal ist und Unfruchtbaren die gleichen Rechte zugesteht soll so sein.
[...]Es ist auch nicht Aufgabe der Bürger, mit allen Tätigkeiten Nutzen für den Saat zu bringen.[...]
Aber ist Aufgabe des Staates mit seinen Ressourcen sparsam umzugehen.
Es gibt für vieles historische Gründe.
Bei de rEhe war es vor Allem die gegenseitige Absicherung und Versorgung der Ehepartner, und die Absicherung gemeinsamer Kinder sofern es die gibt.
All das findet sich im Ehegestz wieder.
Wenn Sie mehr Folklore wollen, können's kirchlich heiraten - da shat allerdings keinerlei Rechtswirkung.
Vielleicht hilft Ihnen dieser Link mehr ;-)
http://www.wienerzeitung.at/nachricht... idrig.html
.
nö.
das steht nämlich auch nirgends, dass in der menschenrechtserklärung eine rechtliche bw. gesetzliche bevorzugung von rechtshändern, weißen, männern oder heterosexuellen
gegenüber linkshändern, schwarzen, frauen oder homosexuellen gefordert würde (nur weil die einen angeblich "gleicher" als die anderen sind).
.
wie traurig für Sie.
mich - als homosexuellen mann - reizen die meisten frauen sexuell in keiner weise.
aber alle frauen deshalb "sexuell abstoßend" zu finden hätte m.m.n. schon fast was pathologisches.
vielleicht ist das ja eine behandelbare phobie?
Ich meinte damit, dass ich Frauen generell nicht sexuell anziehend finde. Deshalb kann ich aber sehr wohl eine Frau "sexy" finden - möchte deshalb aber noch lange nicht mit ihr intim werden.
Ich stehe halt auf Männer, sorry - Frauen fehlt etwas entscheidendes ;-)
Sexy finden kann ich auch einen Mann und trotzdem will ich nicht intim mit ihm werden ... Meine Güte, manche sind echt schwer von Begriff ...
Ich kann eine Frau hübsch/sexy finden und möchte eben trotzdem niemals mit meinem Geschlecht intim werden, wo ist das Problem?
Freud? Der Kokser? Vieler seiner Theorien sind heute überholt ... Aber wenns passt, dann graben wir ihn wieder aus, gell?
.
dürfen'S und sollen'S eh sein.
ich versteh nur nicht, warum diese hundertprozentigkeit so oft mit so einer panischen reaktion gebenüber den nicht so hunertprozentigen einhergeht.
und warum man als hundertprozentige/r alle 90prozentigen oder 50prozentigen oder 10prozentigen unbedingt diskriminieren und benachteiligen muss.
woher kommt dieser drang und zwang?
http://www.wienerzeitung.at/nachricht... idrig.html
Der Staat muss also lt. VfGH Homosexuellen die Ehe nicht ermöglichen - das Verbot der Homoehe ist also nicht verfassungswidrig.
Für Homosex. gibt es die eingetrag. Lebenspartnerschaft (also defacto gleichgestellt - wo sind denn die Unterschiede zur Ehe ausser in Bezug auf Kinder- und die gibts eben nur zw. Mann & Frau) Von den GrünInnen wird ja sogar die tw. Abschaffung der Ehe (weil "altmodisch") gefordert, wozu also die Aufregung?
.
da sieht man mal wieder, dass Sie sich zwar sehr oft (äußerst negativ) zur thematik äußern, ohne die geringste ahnung oder kenntnis von der materie zu haben.
Übrigens verstehe ich Ihre Argumentation nicht wirklich.
Wieso sollte es so schwer sein, Menschen als MENSCHEN zu lieben, egal, in welchem Körper sie stecken?
Muss das bei einem Geschlecht rein sexuell und nur bei dem anderen Liebe möglich sein? Wieso?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.