US-Musikvertreter fordern Herausgabe von Personendaten, um rechtliche Schritte einleiten zu können
Die Vertreter der US-Musikindustrie RIAA haben an einem Bundesgericht in Kalifornien einen Antrag eingereicht, um von Google die Daten eines Youtube-Nutzers zu erhalten, der einen kompletten Mitschnitt eines Konzerts der Sängerin Britney Spears online gestellt hatte. Gleichzeitig wurden die Plattformbetreiber dazu angehalten, das "qualitativ hochwertige" Material von Youtube zu entfernen, wie Torrentfreak berichtet.
Mehr als die übliche Vorgehensweise
Der Mitschnitt stammt von einem Konzert, das Spears vor wenigen Wochen im MGM Grand in Las Vegas gehalten hatte. Die Aufforderung zur Löschung nicht autorisierter Videos gehört bei Verstößen gegen das Urheberrecht zur üblichen Vorgehensweise der Medienvertreter. Google kommt dem zumeist auch innerhalb kürzester Zeit nach. Ungewöhnlich ist hingegen die geforderte Dateneinsicht. Die RIAA verlangt demnach die IP-Adresse, die Email-Adresse sowie weitere angegebene Informationen des Nutzers.
Nicht das erste Mal
Dem Bericht nach sei es allerdings nicht das erste Mal, dass die Herausgabe von Personendaten gefordert wird. Aus der Klageschrift ginge hervor, dass die RIAA bereits vergangenen Monat eine ähnliche Klage gegen Youtube eingereicht hatte. Dieser Fall sei bereits nach einer Woche geschlossen worden, was laut Torrentfreak-Informationen darauf hindeuten könnte, dass die Plattformbetreiber die geforderten Daten tatsächlich herausgegeben hatten. (zw)