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Red Hat CEO Jim Whitehurst.
Red-Hat-CEO Jim Whitehurst gehört zur eher seltenen Spezies von Firmenchefs in der IT-Branche, die auch ein tiefer gehendes technisches Verständnis für technische Fragen hat. Zudem hat er aber natürlich auch eine Meinung zu den größeren Trends im Gesamtmarkt - und zwar eine sehr pointierte, wie er nun im Gespräch mit ZDNet am Rande der eben in Vancouver abgelaufenen LinuxCon klarlegt.
Desktop
Auf die - (nicht nur) am Rande der Konferenz als Witz kursierende - Frage, wann denn nun endlich das "Jahr des Linux-Desktop" komme, hat Whitehurst nämlich eine sehr klare Antwort: Nie. Dies aus einem simplen Grund: Für den Chef des weltgrößten Linux-Anbieters ist die Zeit des "Fat Clients", also des klassischen Desktops praktisch abgeschlossen, schon in fünf Jahren werde dieser weitgehend obsolet sein, zur reinen "Legacy"-Anwendung reduziert werden. Das betreffe keineswegs nur den Linux-Desktop, sondern auch Windows und Mac OS X.
VDI
Der Grund dafür: Die Kosten und der Aufwand, um ein solches System zu warten und sicher zu halten, seien einfach zu hoch, dies nicht zuletzt im Vergleich zu neuen Geräteklassen wie Smartphones und Tablets. Gerade im Geschäftsbereich sieht Whitehurst die Zukunft viel eher in Thin Clients und virtuellen Desktop-Infrastrukturen, wie sie etwas VMware oder Citrix im Angebot haben. Auch Red Hat selbst will hier mit SPICE mitnaschen, auch wenn dessen CEO gleich klarstellt, dass man nicht direkt gegen Citrix - und dessen Windows-VDI-Angebote - antreten wird.
Cloud
Neben solchen Angeboten sieht Whitehurst eine zunehmende Verlagerung in die Cloud, und somit eine immer deutlichere Verlagerung des Desktop-Geschehens in den Webbrowser. insofern sei Googles Chrome OS ein sehr interessantes Projekt. (red, derStandard.at, 22.08.11)
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Wenn ich eine (GnuGPL-)Desktopanw. schreibe, stelle ich sie über P2P-Torrent oder über einen Gratis-Source-Hoster wie Launchpad, SourceForge, Git zur Verfügung. Die Anwend. wird einmal downgel. und ab dann können Serverkapazitäten anderen gewidmet werden.
Gegenbsp. WebApp: Ich muss sowohl alle Date(ie)n verwalt. als auch auch alle Berechnun. (z.B. wenn einer einen komplexen Schieben-Drehen-Filter auf ein Bild anwendet, muss das neue Bild erst berechn. werden). Klar werden die großen, schnellen Server oft schneller sein - darauf will ich gar nicht hinaus. Aber ich (wenn ich derartige Aktionen auf meinem PC durchf.) habe für meine Rechenl./Speicher bezahlt, iwie muss ich auch für die Kosten für Speicher/Rechenl. am Server aufkomm. Werbung? lg
Videobearbeitung/-schnitt/-wiedergabe sehe ich nicht so als Problem an, die Anwendung wird ja (hoffentlich) serverseitig laufen. D.h. ich benötige immer nur den Moment den ich gerade sehen/hören/kauen/bearbeiten will. Und bei YouTube funktioniert genau das super: Bei den Videos wird einmal der Teil geladen den ich auf der Sekundenleiste ausgewählt (z.B. 2:09) habe und dann werden die Teile danach (z.B. einmal bis 2:12, dann bis 2:18 etc.) geladen. Wenn etwas Unvorherges. passiert (z.B. dass ich auf der Sekundenleiste plötzlich einen noch nicht geladenen Teil auswähle), muss ich aber warten - die Geschwindigkeiten dabei werden nie an Desktop Computing heranreichen, auch weil gerade jetzt immer mehr langsame, mobile Verbindungen kommen.
lghl
aber pauschal alles ins Wolkerl verfrachten ist wohl der falsche Weg. Ärgere mich immer wieder über hierzulande angebotene Internetzugänge. Der Ostblock rast ins Internet, wir kruckeln herum. Alles was performant ist/wäre: verlgeichsweise sehr teuer!
Inode hätte nie verkaufen dürfen! Den harten Wettbewerb gibt es seither quasi nicht mehr.
Aber die beiden Gründer versteh ich natürlich auch irgendwie...
Cloud: für den Standardanwender (bisl Mail, Excel, Internet) teilweise ok. Für "Power-User" muss man mal das Hirn einschalten.
Man kopiere eine Datei einmal
1) Von einem Ordner in einen anderen Ordner auf dem selben Rechner
2) Von einen Rechner auf einen beliebigen Webspace.
Der Datentransfer auf dem eigenen Rechner wird immer schneller als der Datentransfer im Netz sein.
schon wieder!
Und wird so wie diverse Weltuntergänge dann mal wieder nach hinten verschoben werden - die Kunst dabei ist, das Ende der Desktops terminlich nicht nach dem Weltuntergang anzusetzen, wärend beides dauernd verschoben wird.
also mal im ernst, WER bitte will sowas haben ?
reichts nicht nur, daß das internet weg ist wenn das modem/ die verbindung mal wieder spinnt (kommt bei einigen betreibern ja öfter vor), nein, es muss auch gleich das ganze betriebsystem weg sein !
hört sich toll an !
/ironie off
für großkunden (mit intranet) sicher sinvoller, aber im heimbereich seh ich das noch lange nicht (oder nie) als sinnvollen ersatz.
also ich hatte hier in D gerade die perfekte Werbeaktion für die Cloud. Wechsel von Arcor (DSL 6000 um 40,-) zu Alice (DSL 16.000 um 25,-). Nach der Kündigung bei Arcor das übliche Spiel. Die Freigabe des Anschlusses verzögert bis zum GehtNichtMehr. Resultat: den ganzen!!! Juli ohne Internet am PC. Da wünsche ich viel Spass mit Daten in der Cloud, ChromeOS u.ä.....
In Firmen sind in bestimmten Bereichen thin clients vielleicht sinnvoll, weil eh auf zentrale ERP-Systeme oder Dokumentenmanagementsysteme zugegriffen wird. Da hat man die Daten an zentraler Stelle und verhindert, dass jeder Anwender Daten lokal auf die Platte packt.
Privat werde ich immer einen Voll-PC benutzen.
"Resultat: den ganzen!!! Juli ohne Internet am PC."
der vorposter sprach einen möglichen internet-auffall an. nicht die langsame "anschliessungsarbeiten" ;)
momentan steckt cloud noch in den kinderschuhen. die zukunft geht aber ganz klar in diese richtung, spätestens wenn die "recherpower" die eines konventionellen home-pc übersteigt.
Bei Cloud fallen mir immer diese Fragen ein:
- Was machen Hobbyentwickler? Entwickeln und Open Source völlig unmöglich, außer im Browser?
- Wie sieht es mit Privatsphäre und Datenschutz aus?
- Was mache ich, wenn die Internetleitung versagt?
- Was mache ich, wenn die Serverfarm offline geht (siehe Amazon EC2-Ausfälle)?
- Wie sollen bitteschön Bildbearbeitung, Videoschnitt, technisch hochwertige 3D-Spiele, CAD/3D-Modellierung mit der Cloud funktionieren, ohne eine 100GBit-Internetverbindung zu haben? (Nein, Quake 2 in WebGL ist nicht technisch hochwertig, ein Crysis oder Gran Turismo 5 schon eher)
1. So wie es unzählige kostenlose Webhoster gibt, kann es genausogut kostenlose App-Hoster geben
2. Genauso, wie es zB derzeit bei Email aussieht - die Mails gehen auch jetzt über x Anbieter zum Empfänger, meist unverschlüsselt - also keine 100%ige Sicherheit
3. Was machen Sie derzeit, wenn das Handynetz versagt? Falls Sie es nicht wissen, weil es so selten passiert -> die Frage kann Ihnen egal sein
4. Langfristig sehr unwahrscheinlich - das sind derzeit Kinderkrankheiten
5. die Daten müssen nicht jedes Mal hin- und hergeschickt werden - in dem Artikel geht es darum, dass Applikationen nicht mehr am Client gewartet werden, das heisst aber nicht, dass man sich Anwendungen nicht temporär von der Cloud auf den Client lädt
Najaaaa. Woher kommen die Tonnen an Materialien? Die Meshes, Texturen, ... ? Wohin gehen die gerenderten Frames, wo wird das resultierende Video abgelegt?
Und bei Stoßzeiten glaube ich das mit der Latenz einfach nicht, vor allem bei stark frequentierten Cloudsystemen. Was, wenn 200 Leute modellieren möchten?
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