Nordkorea beschlagnahmt südkoreanischen Besitz an Tourismusprojekt

22. August 2011, 06:42

Südkoreaner sollen nordkoreanisches Feriengebiet innerhalb von 72 Stunden verlassen

Seoul - Nordkorea hat ein seit Jahren auf Eis liegendes gemeinsames Tourismusprojekt mit Südkorea de facto endgültig beendet. Wie die amtlichen nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Montag mitteilte, beschlagnahmten die Behörden in Pjöngjang den gesamten südkoreanischen Besitz an dem Projekt am Kumgang-Gebirge. Alle Südkoreaner wurden aufgefordert, das nordkoreanische Feriengebiet innerhalb von 72 Stunden zu verlassen.

Die Tourismusregion liegt direkt an der innerkoreanischen Grenze und galt lange Zeit als Symbol der Wiederversöhnung zwischen Nord- und Süd-Korea. Für Nordkorea war das Projekt eine wichtige Devisenquelle.

Nach dem Tod einer südkoreanischen Touristin durch die Schüsse eines nordkoreanischen Grenzsoldaten hatte Seoul vor drei Jahren die Reisen in die Region eingestellt. Die südkoreanische Regierung verlangt von Pjöngjang offizielle Ermittlungen sowie Sicherheitsgarantien, dies lehnt das stalinistisch geführte Land jedoch ab.

KCNA machte nun das Nachbarland für die Enteignungen verantwortlich. "Wir gehen davon aus, dass Südkorea alle Rechte auf den Besitz südkoreanischer Unternehmen aufgegeben hat, deshalb übernehmen wir nun selbst die Verfügungsgewalt", hieß es in der KCNA-Erklärung. (APA)

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25 Postings
Devisen bekommt NK genug

wenn die Pipeline durch NK nach SK fertig ist. Wie hoch die Durchleitungsgebühren sind wird ja gerade ausgehandelt. Ist mMn auch ein friedensförderndes Projekt dass da von Russland eingefädelt wurde. NK bekommt Devisen und kann Getreide einkaufen. SK bekommt Energie ohne dauernd alles über Schiffe ran zu karren. Und Russland verdient auch drann und steht mit erhobenem Zeigefinger hinter beiden damit es auch so bleibt. Passt schon.

Herr Strache, schickens doch Herrn Lasar dorthin...

..zum Vermitteln, nachdem "Ihre Bewegung" schon im Lybischen Bürgerkrieg friedensstiftend vermittelt hat...

Bevor die Südkoreaner gehen, mögen sie bitte die gesamte Anlage abfackeln...

Keine Angst

3 jahre stalinistische Wartung und es wäre Abfackeln noch ein Gnadenakt für das gebäude.

das waer dumm.
wenn nordkorea die sachen weiter betreiben will muessens ersatzteile und wartung kaufen, so bleibt man im gespraech und im geschaeft. naja, nordkorea benimmt sich wirtschaftlich und militaerisch seit 20 jahren vollkommen danneben, was soll man mit denen reden.
andererseits: bei dem was derzeit in libyen passiert sollte ich vielleicht auch meine meinung zu nordkorea ueberdenken.

Politik der verbrannten Erde!? Woran erinnert mich das bloß..

Ich weiß nicht.
Aber wenn sie dümmlicher Weise auf den WWII ansprechen, so sollte selbst dem dümmsten der Unterschied auffallen...

An aufräumen ;)

Danach hat NK ein auberes und unbebautes Gelände und kann sein eigenes Tourismusprojekt nach belieben durchziehen. Als ich sehe da nur Vorteile für NK.

An aufräumen ;)

Danach hat NK ein auberes und unbebautes Gelände und kann sein eigenes Tourismusprojekt nach belieben durchziehen. Als ich sehe da nur Vorteile für NK.

an deinen geliebten diktator?

3 Fehler bei 4 Worten. Alle Achtung
"an deinen geliebten diktator?"

Fehler 1: Es ist nicht mein Diktator. Es sei denn er ist der Herrscher Deutschlands

Fehler 2: Er wird nicht von mir geliebt

Fehler 3: Wo betreibt NK eine Politik der verbrannten Erde? Das wurde ihnen noch nicht mal beim NK-krieg vorgeworfen.

Devisenquellen versiegen lassen während das Volk hungert und Kim Jong-Il in Russland um Weizen bettelt?

wie passt das zusammen?

und wer wird wirklich von den russischen Lebensmittellieferungen profitieren?

der Diktator und seine Schergen

es scheint als habe Kim Jong-Il den letzten Restverstand eingebüßt der ihm geblieben wäre, das wiederholte "Zündeln" mit Artilleriebeschuss ist lediglich ein weiteres Symptom dafür...

vielleicht zündeln die grenzsoldaten schon eigenmächtig herum, in der hoffnung, dass die südkoreaner einmarschieren und sie befreien.

"Nach dem Tod einer südkoreanischen Touristin durch die Schüsse eines nordkoreanischen Grenzsoldaten hatte Seoul vor drei Jahren die Reisen in die Region eingestellt."

Das Projekt wurde also von Südkorea auf Eis gesetzt.
Das wurde nun formal von NK quittiert.

hmmm genau, deshalb hat man nur die reisen eingestellt

und nicht gleich selbst aufgekündigt....

sorry, das ist keine hinreichende erklärung für die Wahl des Zeitpunktes

jeder Tag seit dem Zwischenfall mit der getöteten Touristin wäre so gut wie jeder andere gewesen. Wenn nun das Ressort geschlossen werden soll liegt doch die Vermutung nahe daß es noch andere Gründe geben könnte...

Enteignung (in neutralem Gebiet) ist für einen zivilisierten Staat also die Antwort auf Mord durch den eigenen Soldaten?

Westliche Propaganda

Aber da die NKs rechtzeitig in AW anstatt PR investiert haben, sind sie sicher.

Ich überlege gerade, ob sie ein sarkastisches Genie sind, oder ein linksextremer Troll...

Die betteln offensichtlich echt...

...darum, eine auf den Deckel zu bekommen. Andererseits stell ich mir die Frage, wieso man so naiv/dumm ist, in Nordkorea auch nur einen Cent zu investieren, solange dieses Regime dort regiert? Wie kann man auf die Idee kommen dort - mit was auch immer (noch dazu mit einem Tourismusprojekt - what the... wer soll denn dort hin?!) - Geld zu machen, solange das Volk dort ausgebeutet wird? So gesehen vielleicht eh gut, daß Investoren, die vor lauter Dollarzeichen in den Augen auf Menschenrechte & Co pfeifen, auf diese Art und Weise auf die Schnauze fallen! Wie wär's damit ins eigene Land zu investieren?!

haben Sie sich vor dem heutigen Tag auch schon einmal mit dem Thema "getrenntes Korea" beschäftigt ?

Sie? Wie kann man dann noch eine Lanze für den Norden brechen?

ich will keineswegs eine Lanze für den Norden brechen - ich habe nur im Gegensatz zu Schniggschnagg Verständnis dafür, dass Südkorea versucht, mit Zugeständnissen an den Norden doch die eine oder andere Familienzusammenführung zu erreichen oder seinen Bürgern den Besuch eines Teils der alten Heimat zu ermöglichen

Ich entschuldige mich...

...falls dieses Tourismusprojekt tatsächlich diesen hehren Hintergedanken der Familienzusammenführung gehabt haben sollte.

Na ja, dank der maroden Industrie und Energieversorgung, ist es wohl kein Staat für Produktion, dank der maroden Wirtschaft und der damit verbundenen Armut, ist es kein Absatzmarkt.

Das einzige, was man unterstellen kann ist, dass sich die beteiligten Personen damit ihren Ruf aufpolieren wollen.
Das hat aber einer der ersten, bei dem raus gekommen ist, dass er kräftig an den Norden gezahlt, mit Selbstmord quittiert.

Ich denke die treibende Kraft sind in der Tat die getrennten Familien, das lässt sich der mordende Diktator im Norden jedoch teuer bezahlen...

man hat schon langsam den dringenden verdacht,

nordkorea WILL auf teufel komm raus bombardiert werden!

vermutlich brauchen sie dort den krieg wie einen bissen brot, damit die menschen wieder ein gemeinsames ziel haben!

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