Sozialpolitik

Transparenz: Datenbank verschiebt sich

19. August 2011, 16:55

Ministerin Fekter: Volle Umsetzung erst bis 2017

Wien - Noch fünf Jahre warten heißt es bis zur vollständigen Umsetzung der Transparenzdatenbank. Da man sich bisher mit den Ländern bei den Details nicht einigen konnten, schlägt Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) nun eine neue Vorgangsweise vor. Einen Stufenplan, für den auch die Länder plädiert hatten.

Laut diesem Entwurf sollen in einem ersten Schritt (ab Mitte 2012) nur Daten zur Mindestsicherung eingespeist werden. In der zweiten Phase, ab 2014, würden Infos über Familien-, Tourismus- und Sportförderungen folgen. Für alles Weitere hätten die Länder bis 2017 Zeit. Fekter hofft, so wieder Schwung in die Debatte um Transparenz bei Förderungen der öffentlichen Hand zu bringen. Mit der aktuellen Gesetzeslage hat sie kaum Möglichkeiten, sich gegen Bedenken aus den Ländern, die es noch immer gibt, durchzusetzen.

Es wurde nämlich festgeschrieben, dass der Bund die Datenbank erst nutzen darf, wenn Angaben aller Länder eingetroffen sind. Eigentlich hätten die offenen Fragen bis Ende Juni geklärt werden sollen, was aber nicht geschah. In diesem Fall hätte der Bund nun theoretisch die Möglichkeit, die Länder per Verfassungsgesetz zur Teilnahme zu zwingen. Das sei aber realpolitisch schwierig, meint Fekter, weshalb sie den Ländern nun entgegenkommt.

Gleichzeitig mit dem Etappenplan soll den Ländern auch der Zugriff auf die für sie relevanten Daten ermöglicht werden (bisher war das dem Bund vorbehalten). Ob das Projekt nun erfolgreich umgesetzt werden kann, ist aber ungewiss. Die Länder zeigen sich zwar abwartend, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter hält aber nichts davon, die Datenbank nur mit Sozialtransfers zu starten. Stattdessen solle man sich zuerst auf Förderungen für Wirtschaft und Landwirtschaft konzentrieren. (go, STANDARD-Printausgabe, 20./21.8.2011)

Kommentar posten
18 Postings
Sudokusan
00
15.10.2011, 20:39
Was wir wissen wollen!

Die Gehälter jedes Beamten/Politiker (wir sind ja quasi deren Arbeitgeber).
Die Zahlungen an:
Jeden Bauern.
Jeden Schloß/Denkmal -besitzer.
Jede Kammer/Standesvertretung.
Jeden Betrieb (Lagerhaus, ÖBB, Raiffeisen, AMA , Molkereien usw).
Jeden Volksmusik/Trachten -verein.
Jeden Tourismusverband.

Alle Ausgaben für Bauprojekte, Dienstleistungen, Beratungen die von Verwaltung uns staatsnahen Unternehmen bezahlt werden.
Und auch die Befreiungen von diversen Abgaben für die oben genannten.

Hannes31
01
20.8.2011, 22:43

Der Staat sollte vorangehen und sich selbst bzw. das handeln von Politikern und Beamten Transparent machen!!
(siehe Steuernachlass für Baumeister in Salzburg - http://goo.gl/toaS0)

jeff5
00
21.8.2011, 08:23
danke, habe ich mir auch gedacht.

gehört ein övp-baumeister, der hunderttausende euro steuernachlass bekommt, auch in die transparent-datenbank?

pepi pröll hat sich ja aus der politikerverantwortung gedrückt, jetzt kann er dauernd schifahren gehen.

minski
01
20.8.2011, 22:13
Typisch für die menschenfeindliche ÖVP!

Zuerst die Daten der Armen sammeln und missbrauchen, der größte Brocken für die Wirtschaftsförderungen etc. kann natürlich bis 2017 warten!

Hans G. Zeger - Arge Daten: Transparenzdatenbank - intransparent, diskriminierend, rechtswidrig
http://www.argedaten.at/php/cms_m... s=27184pej

exile in mainstream
00
20.8.2011, 18:39

lustig. prölls hüftschuss eine sozialschmarotzerdebatte zu entfachen ist nach hinten losgegangen

chinaman_a1
02
20.8.2011, 16:22
vermutlich ähnlich bedeutungslos

halte soeben meine Aufstellung der NÖGKK in den Händen. Aufwände im abgelaufenen Jahr 2010 (mitgeteilt am 20. August des Folgejahres)

***** € 11,42 *****

für die Apotheke (was auch immer das war)

Nicht drauf steht auf dem "Wisch" was ich eingezahlt habe, (beziehe auch Gehalt in A. mit allen Folgen wie Steuern und SV), wie die Gelder verwendet wurden, irgend einen Vergleich zB zum Vorjahr.
Nix, einfach nur eine Auflistung mit dem Hinweis, dass es vermutlich eh nicht vollständig ist...

Bedeutung? Keine Ahnung
Kosten? Bei 2,5 Mio GKK-"Kunden" ein ordentliches Sümmchen.
Lebensdauer des Papiers? 20 sec
Grundlage für Veränderung? Ich wüßte nicht was.

locken
00
20.8.2011, 15:48
Pröll hat nichts geschafft als die verstaatlichung der Hypo und rettung für Raiffeisen !

verleih nix
00
20.8.2011, 11:37
atemberaubend

... ist das reformtempo von frau fekter. großes övp-kino!

Bertel Mann
00
20.8.2011, 09:05
Wetten, dass die Weiterentwicklung nach Einrichtung der Datenbank für die Mindestsicherung gestoppt wird?

Und wetten, dass die SPÖ auch hier wieder umfällt?

Linek Karl
 
01
20.8.2011, 01:06
Warten auf Godot

Die ÖVP will nur verhindern, dass nun klar wird, wieviel die Kirche vom Staat bekommt.

locken
00
20.8.2011, 15:50
Und die Bauern nicht vergessen !!!!!

fritz101
01
20.8.2011, 00:40
Wie oft kommt Frau Fekter...

jetzt noch?? Gibt es da eine Sommerlochstrategie mit Nullmeldungen???
Interessant ist, wie lange in einer Qualitätszeitung von einer Sache gesprochen wird, die es nicht gibt, einem Ereignis, das nicht stattfindet/stattgefunden hat.
Bitte noch ein Bild von Fr Fekter. Ich kann mir kaum eine attraktivere Meldung vorstellen!

buff flyer
00
19.8.2011, 22:08
im klartext: matthäi am letzten

am sankt-nimmerleins-tag.

nur gut dass die technik schuld ist. da kann man wirklich nix machen, so ein pech aber auch.

kingkade21
01
19.8.2011, 21:07
dazu fällt mir eigentlich nur ein:

wieder einmal typisch - vollmundige ankündigung schlußendlich heißer luft ... so macht man heute politik in österreich

postskriptum
01
19.8.2011, 20:46
ÖVP-Fetzenschädel-Transparenzdatenbank

erxxich
02
19.8.2011, 18:30
Der Wille fehlt

Weder die Länder noch die Parteien wollen ihre Steuergeldverschwendung transparent machen !!!!

blackwingslinz
07
19.8.2011, 17:04

övp will die bauernschädln ned drin hom, spö die sozialbezieher ned, als gelernter österreicher kann man sich dann schon vorstellen was kommt, richtig, nix!!

bye bye austria
01
19.8.2011, 17:52
der anfang stimmt, aber ihr satzende: leider falsch.

in solchen fällen kommen nämlich sicher jede menge start-up- und später dann enorme wartungs- und betriebskosten für eine absichtlich komplizierte teilmengen- verschleierungs-"datenbank" nach sp/vp-design.

ps: den umsatz für ständigen derartigen verwaltungs-schmarren auf kosten der steuerzahler nennen die ahnungslosen erfinder dann "wirtschaftswachtum" (und glauben das auch noch; tragisch...)

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