Hauptbahnhof Wien

ÖBB will neue Zentrale lieber mieten als bauen

19. August 2011, 13:24
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    foto: apa/neubauer

    Die Aussichtsplattform "bahnorama" heimste einen internationalen Designpreis ein.

"Format": Bau des ÖBB-Towers am Hauptbahnhof wird ausgelagert - Designpreis für "bahnorama"

Die ÖBB wollen ihr neues Hauptquartier am künftigen Wiener Hauptbahnhof nicht selbst bauen, sondern mieten. Wie das Wochenmagazin "Format" berichtet, soll Bahn-Holding-Chef Christian Kern eine diesbezügliche "strategische Entscheidung im Sinne der Konzentration auf das Kerngeschäft" gefällt haben.

Der neue Plan sieht laut Magazin vor, dass die ÖBB Infrastruktur AG mit einem privaten Unternehmen einen Baurechtsvertrag über 80 Jahre schließt; Eigentümer der Liegenschaft bleibt damit die Bahn, der Vertragspartner kann dort aber ein Gebäude errichten und 80 Jahre lang nutzen. Die ÖBB wollen im Gegenzug große Teile der entstehenden Büroflächen in dem Turm, der 88 Meter hoch werden und 24 Etagen aufweisen soll, zunächst für 15 Jahre mieten.

Designpreis für "bahnorama"

Ein anderer, bereits existierender Turm an der Bahnhofs-Baustelle wurde vor wenigen Tagen mit einer Auszeichnung bedacht: Der 66,7 Meter hohe Aussichts-Holzturm "bahnorama" hat den internationalen Eisenbahn-Designpreis "Brunel Award" verliehen bekommen. Dieser wird weltweit an herausragende Eisenbahnprojekte im Bereich Bahnarchitektur, Ingenieurbaukunst und Bahndesign verliehen.

Das "bahnorama" konnte die Jury dabei unter 150 Einreichungen von 43 Bahnunternehmen aus 15 Ländern in der Kategorie "Industrielles Design, Grafik und Markenentwicklung" überzeugen. Die Preise werden Mitte Oktober in Washington, im Zuge der internationalen Watford-Konferenz verliehen.

Am heutigen Freitag (19. August) feiert das Informationszentrum Hauptbahnhof Wien übrigens seinen ersten Geburtstag. 130.000 Besucher aus dem In- und Ausland machten sich dort bereits ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten am Hauptbahnhof Wien. (red)

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Posting 1 bis 25 von 29
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Michael B
06
20.8.2011, 09:48
In einer RICHTIGEN Firma würde einmal jemand die Kosten addieren,

die die ÖBB durch ihre UMZÜGE innerhalb der letzten 20 Jahre hatten.
Allein um dieses Geld könnte man sicher die Konzernzentrale komplett errichten...

revisor69
 
00
28.8.2011, 09:12
Umzüge

Damit hätte man sich die Bilanz hundertemale vergolden können!!!!

sehrwunderbar
01
20.8.2011, 00:18
Der Bahnorama Turm ist tatsächlich ein optisch gelungener Blickfang.

Fragt sich nur, wo es sich dabei um ein " herausragendes Eisenbahnprojekte im Bereich Bahnarchitektur und Bahndesign " handelt. Nach meinem Verständnis ist das ein Turm, der neben einer Bahnbaustelle steht, aber kein Bahnbau im eigentlichen Sinn. Ausserdem soll der Turm ja nach Fertigstellung des Hauptbahnhofs wieder abgetragen und woanders hin transferiert werden ...

Quatremère
00
21.8.2011, 18:20

ja, gehört sicher nicht zum kerngeschäft :)

F. Ritzl
50
20.8.2011, 06:33

schaut eigentlich aus, wie ein Gerüst mit ein paar Holzbrettln drauf - die "Designer" sind irgendwie ein eigenes Volk ...

... schade nur, daß sie uns die ganzen Städte und Landschaften versauen.

01052004
00
19.8.2011, 19:52
was wäre

wenn der zukünftige eigentümer anders bauen willen, als es der zukünftige mieter vorsieht???

bzw wenn der zukünftige eigentümer vielleicht gar nicht öbb als mieter will/braucht???

wird nicht passieren, weil unser vergabegesetz (und dessen umsetzung) dem vorbeugt??? ein konsortium aus strabag/porr und raiffeisen wirds schon machen???

soll ich also beruhigt sein???

Easy Rawlins
00
19.8.2011, 20:26

Es ist wohl davon auszugehen, dass der Baurechtsvertrag und der Mietvertrag zeitgleich in einem Paket abgeschlossen werden und im zweiteren genau spezifiziert wird, wie die zu errichtende Immobilie auszusehen hat und wie lange die unkündbare Mindestvertragsdauer sein wird.

Zinnmo
 
00
19.8.2011, 23:20

Zudem sind solche Büroimmobilien üblicherweise so gebaut, dass sie mit ziemlich wenig Aufwand umgebaut werden können. 10 Jahre Nutzung durch den Erstnutzer reichen da völlig aus.

Kondratjew -Zyklus
 
00
19.8.2011, 17:09
Wer pleite ist, kann ohnehin nur mieten.

armin delmenhorst
 
30
19.8.2011, 17:33
Und was ist, wenn der Vermieter

den Mietvertrag kündigt? Müssen die Kunden dann "auf der Strecke einsteigen"? Idioten, sollen sich von Huber & Co. die Kohle wieder zurückholen.

Bei einem solchen Projekt würde die "Miete" a la longue noch teuerer kommen, da die OBB ja keine Alternative hätte.

Easy Rawlins
00
19.8.2011, 17:36

Es geht hier nicht um den Bahnhof, sondern um die Büroflächen für die ÖBB-Verwaltung.

armin delmenhorst
 
00
19.8.2011, 17:38
OK, danke für den Hinweis

Canis in urbe custodiendus non est
02
19.8.2011, 14:52
hurra

wir können also einen neuerlichen Beitrag Österreichs zur Entwicklung des europäischen Vergaberechts bzw. der Frage wie intransparent Baukonzessionen vergeben werden dürfen erwarten..

Zinnmo
 
00
19.8.2011, 14:30

Primär eine Frage der Buchführung.

Symlink
02
19.8.2011, 13:52
bahnorama:

"Die Errichtung des Infozentrums kostete etwa 4,2 Mio. Euro, die Ausstellung zusätzliche 500.000 Euro. Die Gesamtkosten werden zwischen den ÖBB und der Stadt Wien geteilt." (wien.orf.at)
"Ab 15. November 2010 wird für den Besuch der Aussichtsplattform ein Betriebskostenbeitrag in der Höhe von 2,50 Euro für Erwachsene eingehoben." (hauptbahnhof-wien.at)

/. nerd
 
11
19.8.2011, 15:18
Keine Sorge, das Geld wird beim Lärmschutz eingespart

Dort wird dann jeder Cent gezählt und so wenig und so niedrige Lärmschutzwände wie nur irgend möglich gebaut.

Von der eigentlich selbstverständlich nötigen Einhausung einer innerstädtischen Hochleistungsstrecke mit hunderten Güterzügen pro Nacht ganz zu schweigen.

revisor69
 
00
28.8.2011, 09:13
Mit einer Lärmschutzwand wird es noch lauter

Esstbakterienjoghurt Damitdanonewasverdient
01
20.8.2011, 12:10

Und es wird bei den Häusln im Zug eingespart. Immer mehr Waggons haben nur mehr ein WC statt wie früher 2, und die vorhandenen WCs sind durchschnittlich schon bei der Abfahrt zu 50% ausser Betrieb, weil die ÖBB entweder zu unfähig und/oder sparsam sind, um sie rechtzeitig entleeren bzw. reparieren zu lassen.

sehrwunderbar
01
20.8.2011, 00:21
Hunderte Güterzüge ?

Da haben sie sich wohl verzählt ! Sind es nicht vielmehr Tausende oder Hunderttausende oder gar Abertausende, Sie kleiner Aufschneider ...

/. nerd
 
00
20.8.2011, 11:16

Na reden wir in zehn Jahren weiter, wenn die Dieselpreise und Straßenmauten so sind, dass nicht einmal die Bahn selbst ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit verhindern kann.

Die Süd- und Ostbahnstrecke ist der Hauptzubringer zum Zentralverschiebebahnhof aus dem Süden und Westen Wiens. Der hat aufgrund seiner Lage durchaus das Potential zu einem der größten Güterverkehrsknoten Europas.

Und genau diese Strecke führt oberirdisch und mit zusätzlichen Überwerfungen vorbei an zehntausenden unmittelbar Betroffenen (Schlafzimmerfenster zur Bahntrasse) und hunderttausenden weiteren Betroffenen.

Am flachen Land wird für jedes vereinzelt in der Gegend herumstehende Haus eine millionenschwere Lösung gesucht. Aber in der Stadt kann mans ja machen.

Zinnmo
 
00
20.8.2011, 18:22

Für Güterzüge sind mittlerweile nicht mehr die Verschiebebahnhöfe relevant, sondern die Containerumschlagplätze. Über den Abrollberg geht fast nichts mehr, es dominieren Vollzüge. Umgeladen wird am Containerterminal.

Quatremère
00
21.8.2011, 18:27

genau darum werden gerade an verschiedenen plätzen (zB Linz) verschiebebahnhöfe errichtet/erweitert.

Christoph ************
11
19.8.2011, 20:31

"Selbstverständliche Einhausung" ... in welcher Parallelwelt leben Sie eigentlich? Wo ist denn sowas selbstverständlich? Und wer soll das bezahlen?

/. nerd
 
10
19.8.2011, 21:53

In New York City haben sie das schon 1870 gemacht, aber da kann das arme Wien von 2011 natürlich nicht mithalten.

In Stuttgart bauen sie auch gerade einen Hauptbahnhof, und zwar so, wie man im 21 Jhdt. die Konflikte zwischen Wohnen und allen weit nachrangigen Bedürfnissen löst.

In München, Madrid und Basel kann man sich anschauen, wie das für den Autoverkehr funktioniert.

Quatremère
00
21.8.2011, 18:28

new york ist nicht 'eingehaust'. das ist schlicht und ergreifend unterirdisch weil halt die insel so schmal ist.

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