Das Auto braucht Straßen

19. August 2011, 17:17
  • Ohne Infrastruktur haben Autos wenig Sinn.
    foto: apa

    Ohne Infrastruktur haben Autos wenig Sinn.

Das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu

Wenn bei uns weniger Verbrauch und damit weniger CO2-Ausstoß und sauberes Abgas gefordert wird, wird letztlich nur ein ganz geringer Teil der globalen Automobilität berührt. Gerne spricht die Autoindustrie von den sogenannten Bric-Staaten, nämlich Brasilien, Russland, Indien und China.

Wer als Autohersteller auch künftig noch eine Rolle spielen will, muss in diesen Märkten erfolgreich sein. Dort erwartet man sich enorme Wachstumsraten im Autoverkauf, während das Geschäft in den traditionellen Märkten stagniert. Das heißt, der steigende Wohlstand in den Schwellenländern, der den Menschen zuzugestehen ist, wird global noch zu einem enormen Zuwachs an Energieverbrauch führen, weit mehr als wir hier mit noch so komplizierter Technologie einsparen können. Sicher ist, die Autoindustrie wird ihre Chancen dort nützen, ob sie es ungebremst kann, ist offen. Denn das Auto braucht eine Infrastruktur, nämlich Straßen, und die schenken uns die Autohersteller nicht dazu.

Österreich hat rund 80 Einwohner pro Straßenkilometer, während in China statistisch fast zehnmal so viele Menschen auf einen Straßenkilometer kommen. Die Zukunft der Mobilität in den Bric-Staaten liegt in der Hand der Politik, weil sie letztlich über Infrastrukturmaßnahmen bestimmt. Die Autoindustrie kann nur Druck machen in die ihr genehme Richtung. Umso wichtiger wäre es genau jetzt, die Entwicklung der Automobilität nicht auch dort ihrer Eigendynamik zu überlassen, sondern die einmalige Chance zu ergreifen, auch andere Formen der Mobilität zu forcieren. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/19.08.2011)

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wie die postmoderne hölle sein wird?

wie die hölle sein wird?
autobesitzer werden bei 40 grad im schatten leben müssen, flugzeug-benutzer bei 42, umweltsünder größerer "natur" bei 45 und darüber.

afghanen, die nur einen esel besitzen, werden bei angenehmen mitteleuropäischem klima mit 4 jahreszeiten (wie zuletzt in den 90igern) ihr schönes leben im himmel geniessen dürfen.

auch radfahrer werden in diesem himmel freudig aufgenommen werden.

aber da ich im eigenen land rufe, wird meine botschaft wohl nicht gehört werden....

außerdem glaube ich, daß die brennenden autos in berlin durch öko-terroristen abgefackelt werden.

falls auch ein paar rechte dabei sein sollten, auch sie werden das fegefeuer zur läuterung erreichen, da ihre taten zwar die co2-emissionen kurzfristig e

Ihr Elaborat erinnert mich irgendwie an die Belohnungs/Bestrafunssysteme in diversen Religionsschriften, einen ähnlich realen Hintergrund hat es auch

Auto-Strassen

Leider wird bei diesem Problem - wie so oft - mehr mit dem Bauch gedacht als mit dem Kopf. Wenn ich irgendwo im tiefsten Wien wohne, kann ich sicher auf das Auto verzichten. Anders schaut es am Land aus, wo es de facto keine öffentliche Infrastruktur gibt.
Und: Die um jeden Preis zu vertreibenden pösen Pendler fahren auch nicht zum Vergnügen nach Wien, sondern weil sinnvolle, technisch ausgereifte Alternativen (z.B. Teleworking) politisch abgeblockt werden. Bezahlung nach echter Leistung, ohne Mitschleppen der Tachinierer? Da sei die Gewerkschaft vor!

stimmt

bei diesem thema wird mehr mit dem bauch als mit dem hirn gedacht.

leistungsfähige öffentliche infrastruktur? brauchma net, wollma gar net, weil auto is viel cooler als proletenschlauch. wir WOLLEN viel lieber mit dem teuer auf kredit oder leasing finanzierten auto fahren, und zwar jeder alleine, ja keine fahrgemeinschaften, als ein gutes schnellbahnnetz und schnellstrassenbahnen ins umland zu haben. den teil mit "auch andere formen der mobilität forcieren" habens wohl bewusst überlesen, hm?

in wien aufs auto verzichten? auf gar keinen fall, auto is viel cooler als proletenschlauch oder gar ein anarchisten-studenten-fahrrad. so denken eine erstaunliche menge leut...

also ehrlich,

bevor ich eine fahrgemeinschaft in anspruch nehme fahre ich lieber mit dem zug.

Fahrgemeinschaften bringen nur dort etwas wo alle fixe Arbeitszeiten haben.

Dort wo flexible Arbeitszeiten bestehen, sind Fahrgemeinschaften nur schwer umsetzbar.

meine autos gehören eigentlich ausschließlich und vollständig mir und ich hab dafür noch einen ordentlichen batzen an einkommenssteuer,

mehrwertsteuer, nova, co2-steuer abgeliefert und zahle laufend möst, vignette und 3x motorbezogene neidsteuer, darf ich sie jetzt bitte, danke benutzen um damit weitaus schneller und flexibler in der arbeit und in einem lebenswerten, großen zuhause sein zu dürfen als mit den öffis? oder muss ich meinen lebensstil unbedingt den unterstellten (!) interessen der allgemeinheit absolut unterordnen? ah weißt was, eigentlich ists mir total egal, ich fahr dann heim und lass mir im pool die sonne auf den p... scheinen, für dessen errichtung ich allein schon drei arbeitslose ein jahr lang durchgefüttert habe, nicht zu vergessen die arbeiter der ausführenden firmen. :-p

und lass mir im pool

die sonne auf den p... scheinen

Hydrocephalus schreibt man/frau aber vorne mit "H"

wie wärs mal mit einem alternativen gegenkonzept (so völlig aus dem bauch heraus und absolut nicht bis zum ende durchgedacht):
alle kaufen sich brav ihre autos und können die dann auch super toll als prestige objekt benutzen.
allerdings sind die autos e-autos mit einer reichweite von ca. 50 km (ungefähre pendlerstrecke?). soweit ein bekanntes konzept.
allerdings:wenn man nun weitere strecken fahren will, dann fahren dies autos auch auf der schiene und werden gleichzeitig beim fahren geladen. mehrere fahrzeuge könnten einen zug bilden und im verbund mit 250km/h auf schiene dahinfahren. am zielort kommen alle mit vollen akkus, entspannt an und behalten ihre mobilität.
und den strom dafür? den nehmen wir bspw. aus der wüste.
wär doch schön?
lg

ich bin ja ein fan von PRT-systemen für die stadt.

e-autos lösen prinzipiell keine probleme. ob der sprit im motor oder die kohle im kraftwerk verbrannt wird macht nicht so den unterschied.

letzten absatz absichtlich ignoriert?

nein. es gibt aber noch keine ausreichend effizienten und leistbaren techniken um die energie aus der sahara nach norwegen zu bringen.

HGÜ [1] wär z.b. eine möglichkeit, wenngleich norwegen sowieso strom von wasserkraftwerken exportieren könnte [2].

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Hoch... bertragung
[2] http://www.oekostrom-anbieter.info/oekostrom... r-akw.html

mia san mia. ich habs bezahlt. mir steht das zu. großes ganzes? gibts net. meine kinder und deren umwelt? is mir wurscht. hinter mir die sintflut

wir leben auch noch obwohl unsere eltern mit verbleitem benzin herumgedüst sind.

Nunja, ich bin schon froh, dass wir jetzt kein verbleites Benzin mehr haben. Nicht OB, sondern WIE leben wir, sollte man sich halt immer fragen.

ich auch. sind ja auch mehr autos geworden. ist aber nicht so als würde nichts für die umwelt passieren und der untergang wäre vorprogrammiert. als ob die kinder keine lebenswerte umgebung mehr vorfinden täten.

Sehe ich auch so, ich glaube, unsere Kinder werden eine bessere Umgebung vorfinden als wir.

ich kann mir das nicht vorstellen. nicht so wies rennt. wirtschafts- und umweltpolitisch ist die welt momentan völlig am sand. aber ich wünsche mir, dass ihr und nicht ich, recht behaltet.

wirtschaftspolitisch am sand? ist halt ein auf und ab. produziert wird dennoch auch in "krisenzeiten". in unseren breiten an dingen des täglichen bedarfs sogar viel mehr als wir verbrauchen können.
umwelt? wiederum in unserem breiten ist der einfluss den wir auf die umwelt haben im vergleich zu dem wieviel leute wir inzwischen sind und was wir alles produzieren minimal. verbesserungspotential gibts immer, klar. aber einen weltuntergang muss man sich schon sehr fest herbeireden.

ja wirtschaftspolitisch am sand. zB weil wir zuviel produzieren. weil es keine (zumindest halbwegs) gerechte verteilung gibt. schauen sie: es gibt leut die denken weiter als an ihr auto und ihren pool. ich freu mich, wenn sie das haben und sich das gewünscht haben. das ist super. mein ich ernst. weltuntergang braucht keiner herrreden. passiert sowieso. wir erleben das nicht. vielleicht haben unsere kinder pech und erleben die ersten kriege ums wasser. ich find es ist nicht gut genug, um sich zurück zu lehnen, die umwelt zu verpesten und sich zu denken: steht mir zu! aber im ernst: ich erwarte wirklich nicht, dass zB sie meinen bsp folgen. ich weiß wieviel ego an geld und co dranhängt und wie dringend die leut das brauchen.

wasserknappheit gibts wenn überhaupt aber nicht wegen dem bösen westlichen lebensstil mit dem bösen autos, sondern wegen dem bevölkerungswachstum, woran gerade wir am wenigsten schuld haben - bei uns würde die bevölkerung nämlich eher zurückgehen.

wasserknappheit liegt am bevölkerungswachstum? echt? quellen? wissens wieviel wasser beim bauen von einem auto draufgeht?

das wasser geht drauf? also ich nehm an es spaltet sich auf in wasserstoff und sauerstoff und die finden nie wieder zueinander? werden tonnenweise wasser im auto chemisch gebunden? oder der mechaniker trinkts und es ist auf immer verloren?

was für eine dumme primitive ausrede

ein beispiel rauspicken und sichs irgendwie hinschwindeln dass das bei uns eh net passieren wird sondern nur bei die primitiven (die eh sonst auch nix auf die reih kriegen, gell?).

wir haben aktuell 1 milliarde autos im verkehr. tendenz stark steigend - der grösste automarkt ist schon china. überraschung: die sind alle so drauf wie du und wollen ein haus mit pool und ein auto, und ein zweites für die frau.

das wird ein spass werden. glaubst bleibt dann noch genug öl für dein hobby übrig?

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