Tiere flüchten vor der Wärme

18. August 2011, 20:00
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    foto: apa

    Der C-Falter (Polygonia c-album) wanderte in zwanzig Jahren um 220 Kilometer von Mittelengland nach Edinburgh.

Klimamigration vollzieht sich viel schneller als gedacht

Washington - Zugegeben: 16,6 Kilometer pro Jahrzehnt (und nicht pro Stunde) oder 1,11 Meter pro Jahr bergaufwärts nach oben sind nicht gerade atemberaubende Geschwindigkeiten. Zumal, wenn sie das Tempo von Lebewesen auf der Flucht beschreiben. Umgerechnet sind das 20 Zentimeter pro Stunde weg vom Äquator - diese Strecke allerdings kontinuierlich 24 Stunden am Tag seit Jahrzehnten.

Die Rede ist vom Klimawandel und von den Wanderungsbewegungen, die er im Tier- und Pflanzenreich verursacht. Und damit vollziehen sich diese Migrationen in horizontaler Richtung dreimal so schnell und in vertikaler Richtung doppelt so schnell wie gedacht, berichten Forscher aus Großbritannien und Taiwan im Wissenschaftsmagazin Science (Bd. 333, S. 1024).

Projektleiter Chris Thomas, Professor an der britischen Universität York, und seine Kollegen haben alle verfügbaren Studien ausgewertet, die sich mit der Verschiebung von Lebensraum befasst haben. Darunter waren solche über Vögel, Schmetterlinge, Grashüpfer, Käfer, Spinnen, Bergpflanzen und Algen.

Insgesamt konnten die Forscher auf Ergebnisse von mehr als 2000 Tier- und Pflanzenpopulationen zurückgreifen. So hatte sich in einer Subuntersuchung gezeigt, dass das Verbreitungsgebiet einer Mottenpopulation am Mount Kinabalu auf Borneo sich in 42 Jahren um rund 60 Meter nach oben verschoben hat. Der C-Falter wiederum wanderte in zwei Dekaden um 220 Kilometer von Mittelengland nach Edinburgh.

Wie die Biologen schreiben, belege ihre Arbeit erstmals, dass eindeutig die globale Erwärmung der vergangenen 40 Jahre für die Verschiebung des Lebensraums der Arten verantwortlich ist. Entscheidender Hinweis dafür sei die Tatsache, dass die größten Veränderungen in den am stärksten erwärmten Regionen auftraten.

Die Forscher haben aber durchaus auch individuelle Unterschiede festgestellt. So bewegten sich einige Arten wesentlich langsamer. Wieder andere Arten wechselten ihren Lebensraum überhaupt nicht oder bewegten sich gar in Richtung Äquator - wie etwa der Zaunammer, eine Vogelart, die aufgrund intensiverer Landwirtschaft in 20 Jahren um 120 Kilometer südwärts zog.

Die Ursachen dafür sind nach Ansicht der Forscher vielfältig. Während einige Arten nur in ihrem angestammten Gebiet überleben können, reagieren andere bei bestimmten Temperaturgrenzen besonders sensibel. Um genauere Aussagen treffen zu können, seien indes weitere Forschungsarbeiten zu Lebensraum und Lebensweise der einzelnen Arten nötig, so die Forscher. (APA, tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 19.08.2011)

 

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fliegendes Bettgestell
31
21.8.2011, 03:21
So ein Quatsch!

Der Temperaturunterschied zw. Äquator und Pol beträgt etwa 60 Grad, die Distanz etwa 10000km. Wenn man sich also einem Pol um 100 km nähert, sinkt die Temperatur um ca. 0.6 Grad.

Der C-Falter ist also viel zu weit nach Norden gewandert, denn mit der Verlegung seines Quartiers um 220 km weiter polwärts kompensiert er eine Temperaturerhöhung von 1.32 Grad. Tatsächlich wurde es in dem Zeitraum lediglich um 0.3 Grad wärmer.

Entweder die Beobachtung ist falsch oder die Schlussfolgerung, jedenfalls ist diese Arbeit für die Fisch.

1000undeine8
22
21.8.2011, 10:00

wieviel fischfutter wird von ihrem kommentar übrig bleiben, wenn sie versuchen, ihre behauptungen nicht mit milchmädchen-rechnungen zu belegen, sondern mit tatsächlich *gemessenen* temperaturen? sinnvollerweise zum beispiel mit denen mittelenglands, dem wanderungsgebiet des C-falters?

http://www.metoffice.gov.uk/hadobs/ha... todate.gif

fliegendes Bettgestell
00
22.8.2011, 02:54
Die Erwärmung in GB,

die Sie hier posten, ist sicher ein lokaler Effekt - taugt also nicht als Beweis für eine Wanderungsbewegung aufgrund eines globalen Klimawandels.

Alex79
11
22.8.2011, 09:40

Kommen Sie, so dumm koennen Sie doch gar nicht sein.

Eine einzige Tierart gibt villeicht noch keinen eindeutigen Beweis fuer eine globale Aenderung. Aber 2000 Tierarten, so wie in dem Artikel untersucht, in 2000 unterschiedlichen Ausbreitungsgebieten, das ist in Summe ein Beweis fuer eine globale Aenderung.

Weiters kann man im Allgemeinen schon davon ausgehen kann dass auch eine einzelne lokale, jahrzehntelange Erwaermung eine Auswirkung einer globalen Erwaermung ist. Die globale Aenderung ist ja schlussendlich die Summe von vielen lokalen Aenderungen.

Wissen Sie was Ihnen wirklich helfen wuerde: die Artikel tatsaechlich zu lesen.

1000undeine8
11
22.8.2011, 21:06

"Kommen Sie, so dumm koennen Sie doch gar nicht sein."

ich wäre mir da nicht so sicher.

aleph null
13
21.8.2011, 11:24
Ach!

Auf einmal sind die globalen Mitteltemperaturen nicht gut genug, da müssen auf einmal lokale Daten her.

Wahrscheinlich sagt das "globale Klima" doch nicht so viel aus.

1000undeine8
31
21.8.2011, 12:52

es fällt ihnen selbst offensichtlich nicht auf, wie kafkaesk ihre kommentare sind.

englische C-falter-populationen werden – überraschung! - von der erwärmung englands mehr beeinflusst als etwa von der finnlands.

nach lektüre der daten der arbeit kann ich ihnen eine weitere, atemberaubende erkenntnis schildern: finnische schmetterlinge sind weiter gewandert.

man könnte doch tatsächlich auf die verwegene idee kommen, dass das womöglich mit der stärkeren erwärmung finnlands im untersuchungsraum zusammenhängt...

aleph null
12
21.8.2011, 14:30
bedeutet das jetzt

dass den viechern das globale klima egal ist?

1000undeine8
21
21.8.2011, 16:16

nein, natürlich nicht. schmetterlinge verfolgen die globale temperaturkurve auf der GISS- und metoffice-homepage ganz genau. nachdem sie dumm sind wie steuerzahler, fallen die armen tierchen doch glatt auf den schmäh der klimatologen hinein und wandern in gebiete, in denen es viel zu kalt ist für sie.

Al Borland
31
21.8.2011, 11:56

Ihre Kommentare sind sehr kurzweilig.

Es sieht immer wieder so aus als wäre der Gipfel an Dummheit erreicht, aber dann übertreffen Sie sich doch noch einmal selbst.

Alex79
43
21.8.2011, 04:39

Au weh. Da muss mal wieder die Fact Check Polizei ans Werk.

Durchschnittstemperatur Nordpol: -17 Grad (0 Grad Sommer, -34 Grad Winter)

Aequator: 30 Grad.

Differenz: 47 Grad, und in ihrem lustigen linearen Modell ca. 1 Grad auf 220 km.

Erwaermung seit 1970, knapp +0.7 Grad: http://woodfortrees.org/plot/gist... 1970/trend

Also ist die Differenz gerade 0.3 Grad und nicht 1 Grad, so wie bei Ihnen. Da haben die Viecherl halt noch ein wenig Polster eingebaut, vielleicht haben sies gern ein bissl kuehler.

fliegendes Bettgestell
12
21.8.2011, 06:21
Au weh!

Ich glaube nicht, dass die Viecherl einen Polster benötigen, sondern Sie einen kalten Umschlag auf die Stirn.

Es geht um 2 Dekaden, das sind gleich 20 Jahre. Aber Sie spielen sich da auf und rechnen mit 40 Jahren. Das darf doch nicht wahr sein, was da für Flaschen posten.

Alex79
11
21.8.2011, 07:57

Maria und Josef...

"Wie die Biologen schreiben, belege ihre Arbeit erstmals, dass eindeutig die globale Erwärmung der vergangenen 40 Jahre für die Verschiebung des Lebensraums der Arten verantwortlich ist."

der Schmetterling ist einer von 2000 (!) Tier und Pflanzenarten die untersucht wurden. Ein bissl Nachdenken ist erlaubt.

fliegendes Bettgestell
00
21.8.2011, 11:22
Jedenfalls taugt der C-Falter nicht,

um eine Wanderung aufgrund von Klimaänderung zu belegen, genauso wenig wie die Arten, die in wärmere Regionen migriert sind.

Alex79
11
21.8.2011, 11:29

"Wie die Biologen schreiben, belege ihre Arbeit erstmals, dass EINDEUTIG die globale Erwärmung der vergangenen 40 Jahre für die Verschiebung des Lebensraums der Arten verantwortlich ist."

fliegendes Bettgestell
00
21.8.2011, 13:27
Den Beleg würde ich gerne sehen

Searles
 
22
21.8.2011, 17:38

Ich bilde mir ein, der Artikel oben beschaeftigt sich mit diesem Beleg und fuehrt unten einen Link an exakt zu dem Beleg, den der Vorposter meint.

Herzliche Gratulation uebrigens fuer die groesst moegliche Ignoranz. Die Konkurrenz ist hart.

fliegendes Bettgestell
11
22.8.2011, 02:52
Dann zahlen Sie mir bitte die 149$,

damit ich mir den "Beweis" ansehen kann.

Alex79
00
22.8.2011, 09:43

Posten Sie mir eine (von mir aus Wegwerf-)emailadresse, und ich schick Ihnen den Artikel.

aleph null
32
20.8.2011, 20:55
Liebe Standardredaktion!

Bitte noch mehr Artikel über Arbeiten von top-rated-scientists.

Hier wäre noch so eine Blüte, die Eingang in die Wissenschaftsgeschichte finden wird:-))

http://www.guardian.co.uk/science/2... CMP=twt_gu

Searles
 
00
19.8.2011, 18:01

Weil unsere Scepties wieder die Argumente vom vorigen Sommer auspacken: http://www.skepticalscience.com/argument.php

Bitte nur solches posten, dass dort nicht vorkommt.

Alfalfa
00
20.8.2011, 00:21

Nicht gerade das, was ich als objektive und unabhängige Quelle bezeichne.

Searles
 
00
20.8.2011, 02:05

Alle Fragen sind mit Quellen zu Primaerliteratur versehen, und das ist um einiges serioeser als das, was man von Scepties-Seite bekommt. Aber vielleicht kannst du eine falsche Aussage unter meinem Link vorweisen, um deine Behauptung zu belegen?

aleph null
00
20.8.2011, 04:37
Wurde bereits gemacht

Die dreisteste Falschaussage - es gibt einen Consensus.

1000undeine8
00
20.8.2011, 20:17

die dreistesten falschaussagen kommen in diesem forum üblicherweise von ihnen. etwa dass der atmosphärendruck auf der venus für ihre temperatur verantwortlich wäre. oder ihre wolkendecke. oder das fehlen eines magnetfeldes. oder dass früher der pH-wert der ozeane bei 7,2 gelegen wäre.

wenn man so daneben ist und diesen mist aus dubiosen "skeptiker"-internet-seiten tatsächlich glaubt, kann man natürlich keinen konsens erkennen.

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