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Mit hochhausgroßen Detektoren wie dem CMS (hier im Bild) machen sich Physiker am Large Hadron Collider des Cern auf die Suche nach dem ominösen Higgs-Teilchen.

Michael Doser, Physiker am Cern in Genf.
Wissen: Was ist das Cern?
Cern ist ein Akronym, das für "Europäische Organisation für Kernforschung" steht, die wiederum 20 Mitgliedsstaaten und etwa 3400 Mitarbeiter hat. An der gleichnamigen Großforschungseinrichtung bei Genf in der Schweiz wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, bekannt ist sie vor allem für die Teilchenbeschleuniger wie dem Large Hadron Collider (LHC).
Das Jahresbudget des Cern belief sich 2009 auf etwas mehr als 724 Millionen Euro. Österreich wollte in diesem Jahr kurzfristig aus dem Cern aussteigen, was aber wieder revidiert wurde. Mehrere Forschungseinrichtungen in Österreich wie das Hephy der ÖAW, MedAustron oder das Stefan-Meyer-Institut kooperieren eng mit dem Cern und nutzen dessen Forschungsinfrastruktur. (tasch)
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Michael Doser (51) ist ein aus Österreich stammender Teilchenphysiker am Cern. Er arbeitet seit 1983 in der Antimaterieforschung und ist Sprecher der internationalen AEgIS-Kollaboration.
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Wichtigmache.
Publish or perish!
Seit in Amerika die Raumfahrt zusammengestrichen wurde, habens alle die panik, diese hochdotierten Hochtechnologie-Wissenschaftsprimadonnen.
Früher war die Teilchenphysik die „Königin der Wissenschaften“. Da wurden sie mit Milliarden verhätschelt, diese Primadonnen unter den Wissenschaftlern. Heute sind etwa die Lebenswissenschaften drauf und dran, ihnen den Rang abzulaufen.
Als Österreich aussteigen wollte, drohte das CERN sofort, alle Österreicher rauszuschmeissen, Lieferverträge österreichischer Firmen zu kippen, die UNIQA Versicherung zu kündigen usw.
Lustige Story dazu: http://tinyurl.com/CERN-Sensation
wonach die einfachste Theorie meistens richtig ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ockh... siermesser
Natürlich kommt es dabei stark darauf an, wie fundamentiert das Wissen über alle involvierten Fakten, die man ja auch erst einmal erkennen muss, ist.
Aber ansonsten ist der Urknall schon eine ganz gute Theorie. Sagen wir mal so: es gibt bis jetzt noch keine bessere Theorie über die Entstehung des Universums und damit der Welt, wie wir sie kennen.
Wie wahrscheinlich ist etwas? Und wenn etwas sehr unwahrscheinliches doch passiert, sollte man es dann glauben?
Typische Reaktionen von Leuten sind, dass sie es einfach nicht fassen können, wenn ihnen etwas widerfährt, dass so unglaublich ist, dass man es selbst kaum wahrhaben möchte. Aber es ist nunmal passiert.
Die Wahrscheinlichkeit sagt eben nichts darüber aus, wie etwas im Einzelfall abläuft.
Und den Zufall? Gibt es den Zufall überhaupt? Oder ist es eher etwas, an das wir gerne glauben, weil uns sonst die Erklärungen ausgehen?
Nun ja…
Wenn im Wald ein Baum umfällt, es aber niemand sieht – ist er dann überhaupt umgefallen?
http://www.cosmiq.de/qa/show/6... mgefallen/
Nur, weil man bei einem Ereignis nicht dabei ist, heißt es nicht, das es nicht passiert ist. Wenn bei einer Geburt eines Kindes keiner außer der Mutter anwesend ist, die Mutter aber danach stirbt, wäre es dann etwa besser, anzunehmen, dass das Kind von Gott oder einem Engel geschickt wurde als von einer Geburt – die man ja nur annehmen kann, aber nicht beweisen – auszugehen?
....weil "das Leben" ist ja lt. dem Ansatz zufällig entstanden. Dieser "Zufall" kann aber lt. Wahrscheinlichkeitsrechnung kein Zufall bei der Anzahl an Kombi-möglichkeiten von Zutaten in der Ursuppe sein!
Wir Menschen wissen es schlicht und ergreifend nicht und das dürfte uns schon sehr lange sehr beschäftigen bzw. fertig machen! Daher die sehr kindlichen und beinahen witzigen Zugänge (Urknall - "Wissenschaft"/Erschaffung d. Gott in 7 Tagen - diverse Sekten)
Hallo, also Ihre Fragen gefallen mir, sie treffen quasi des Pudels Kern ;)
Also ich versuche es einmal anzugehen:
- Wo im expandierendem Universum befinden wir uns?
Man könnte salopp sagen, in der Mitte. Denn dadurch dass ja der Raum mit dem Urknall entstanden ist gibt es ja keinen Beobachter der ausgezeichnet irgendwo sitzt und sagen kann: Ah ha, der ist dort, der andere da usw.
Dazu ein Beispiel: Wir sehen quasi eine Kugel um uns herum (also "unser" beobachtbares Universum).
Ein Bewohner auf Jupiter (gut wie man da leben kann lassen wir einmal weg...) hat sein beobachtbares Universum, dieses ist natürlich nicht ganz mit unserem deckungsgleich. Beide können sagen, ha ich befinde mit in der Mitte des beobachtbaren Universums!
Weiter gehts:
" Außerdem ist mir noch eine Zusatzfrage aufgefallen: Wenn der Raum sich ausdehnt, und nicht die Masse durch die Trägheit nach einem Urknall expandiert, kann er doch durch die Gravitation nicht aufgehalten werden. Oder doch? Falls die Masse groß genug ist, würde sie kollabieren und ins Zentrum des Universums fallen, aber der Raum bliebe bestehen, allerdings leer."
Ja Sie haben recht, die Gravitation würde alles irgendwann wieder zusammenziehen. Man spricht dann vom "Big Crunch".
Das war auch Einstein klar, deswegen hat er um das "zu verhindern" seine Kosmologische Konstante eingeführt; später dann als größte Eselei bezeichnet und heute ist es dann doch eine wichtige Komponente in der Kosmologie -> Stichwort: Dark Energy
easy >:< die Teilchen müssen den 27km langen Rundkurs so schnell durchflitzen sodaß sie sich selbst überholen und somit die Vergangenheit erkennen können. Das macht man mit konstanter Beschleunigung (gekoppelter, pi-polarer, Magnetfelder)
wenn dann alle die innerhalb des Rings leben, auf einmal mit Damenrädern in den übergroßen Vollmond entschwinden, muß man das Ganze doch noch einmal überdenken
Physik ist wie Grammatik, eine Beschreibung der untersten Ebene der sog. Realität. Es ist, als wollte man unter Zuhilfenahme des Alphabets (allein davon gibt es mehrere) die Literatur beschreiben.
Buchstabenzählerei. Einfach ein hilfloser Ansatz.
Sie unterliegen hier hier einem typischen Fehlschluß, lesen Sie mein Posting doch noch einmal.
Sie können mit Hilfe der Grammatik/Physik weder erklären, WARUM es etwas gibt, noch WAS da geschrieben steht. Man kennt hier nur das Alphabet, aber nicht die Sprache, noch deren Herkunft.
Werner Heisenberg hat uns eine Theorie der pluralen Perspektiven der Wirklichkeit gezeigt ("Schichtentheorie der Wirklichkeit"), in jener ist die Physik einzig die Grammatik, nicht mehr.
"Wirklichkeit" ist komplex, die moderne Physik ist nur EIN Zugang zu nur EINEM Aspekt der Realität.
Was heute in der Physik postuliert wird, ist wie wenn große Komponisten der klassischen Musik einzig die Tonleitern gekannt hätten, um ihre Werke zu erschaffen.
Jein, ein bisschen Widerspruch muss sein.
Natürlich hat die Quantenmechanik Essentielles Geleistet, und der Aufbau des Periodensystems der Elemente ist vielleicht eines der einleuchtensten Beispiele.
Aber weiter unten bin ich in einem Post von mir auf das Schlagwort "Weltformel" eingegangen. Von vielen (ja auch Physikern) wird eben suggeriert dass man dann alles lösen kann. Nun gut jeder der sich ein bisschen mit Simulationen (etwa für Klimasimulationen) beschäftigt weiß dass der Begriff Weltformel sehr plakativ ist!
Deswegen muss in meinen Augen (was durchaus zu wenig Beachtung findet) mehr auf "Modellbildung" eingegangen werden:
eben zum Schlagwort Klimaerwärmung: Reicht es da zB. aus für das Modell die Erde als Kugel zu betrachten?
Vielleicht kann mir das einer der PosterInnen hier mal erklären:
Ich stell mir den Urknall ähnlich einer Explosion vor, die Druckwelle wäre dann die Materie. Also müsste, in meiner Vorstellung, nahezu die gesamte Materie am äußersten Rand des expandierenden Universums lokalisiert sein, so wie die Lauge in einer Seifenblase. Wir müssten daher einen nur sehr knappen Abstand zum Nicht-Universum haben, dass Zentrum der Explosion müsste 13,7/2 Mrd Lichtjahre entfernt sein.
Was stimmt nicht?
Hallo!
Nun der Fehler Ihrer Annahme liegt im Wort "Explosion": Denn was bedeutet Explosion?
Dazu ein Beispiel: Eine Handgranate explodiert: Die Splitter werden im Raunm verstreut- und hier stimmt das, die Splitter wird man am Rand des Raumes finden; ABER und das ist jetzt der FEHLER: Beim Urknall gab es noch keinen Raum in dem irgendwas herum gefolgen ist. Raum und Zeit sind mit dem Urknall erst entstanden. Das ist natürlich nicht so einfach zu verstehen.
Nun es gab da einen SUPER Spektrum der Wissenschaft Artikel vom Mai 2005 zu eben diesen Missverständissen; Dazu habe ich den Englischen Originalartikel aus dem Scientific American gefunden:
http://www.mso.anu.edu.au/~charley/... sSciAm.pdf
(Siehe dort Pdf-Seite 5)
Folgende Aussagen verblüfften mich:
"Astronomers casually say that distant galaxies are “receding” or “moving away” from us, but the galaxies are not traveling through space away from us. They are not fragments of a big bang bomb. Instead the space between the galaxies and us is
expanding."
"Thus, the big bang was not an explosion in space; it was more like an explosion of space. It did not go off at a particular location and spread out from there into some imagined preexisting void. It occurred everywhere at once."
Macht zwar auch Kopfschmerzen, aber die guten.
PS: Weiß man eigentlich, wo im Universum unsere Milchstraße ist. Im Zentrum sind wir nicht, am Rand auch nicht, überallhin gleich. Böse Kopfschmerzen.
Also unsere Milchstraße sehren wir selbst nicht von oben sondern quasi nur im Querschnitt (das berühmte Band am Nachthimmel ist eben die "Milchstraße", leider sieht man sie bei der "Nachtverschmutzung" eben nur sehr schwer.
Jetzt zu unserer Position in der Milchstraße: Mankann die Bewegung der Sterne in der Milchstraße messen und dann auf die Entfernung der Sonne von dem Zentrum der Milchstraße schließen.
Was offensichtlich interessant ist: Die Anzahl der Arme der Milchstraße ist eingentlich nicht bekannt!
(siehe engl. Wiki: http://en.wikipedia.org/wiki/Milk... piral_arms )
Hmm. Danke für die Antwort. Meine Frage ging aber mehr in die Richtung: wo im expandierendem Universum befinden wir uns? Anscheinend kann es ja auch größer sein als 13,7 Mrd Lichtjahre, und wenn wir in jeder Richtung so alte Strukturen erkennen sind wir trotzdem noch relativ nahe am Zentrum oder das Universum ist um ein Vielfaches größer.
Außerdem ist mir noch eine Zusatzfrage aufgefallen: Wenn der Raum sich ausdehnt, und nicht die Masse durch die Trägheit nach einem Urknall expandiert, kann er doch durch die Gravitation nicht aufgehalten werden. Oder doch? Falls die Masse groß genug ist, würde sie kollabieren und ins Zentrum des Universums fallen, aber der Raum bliebe bestehen, allerdings leer.
Hmm. Kopfschmerzen.
An sich sind die Fragen nicht schlecht, aber wie kann man eine dreidimensionale Erklärung von etwas, dass viel mehr Dimensionen hat, geben?
Ich denke mir immer, dass es einfacher ist, wenn man aus der 3. Dimension eine Ebene tiefer geht. Das Universum ist demnach die Oberfläche einer Kugel, die immer weiter expandiert.
Oder wenn man es so hält wie es ist, ist die Entfernung zum "Zentrum" des Universums nicht in Kilometern zu messen, sondern in Jahren.
Sie haben recht, man kann sich natürlich das nicht vorstellen!
Aber man kann damit rechnen!
Da war ein schöner Satz in den Wissenschaftsseiten der Zeit-Ausgabe vom diesem DO, 18. Aug... Wie stellt sich ein Physiker ein Elektron vor? Eben als kleines gelbes Kügelchen...
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