Nach Studentenprotesten

Chilenische Regierung will Bildung erschwinglicher machen

18. August 2011, 13:48

Massenkundgebungen für Donnerstag angekündigt

Santiago de Chile - Angesichts der seit Monaten anhaltenden Studentenproteste hat die chilenische Regierung angekündigt, Bildung erschwinglicher zu machen. "Wir haben die Studenten gehört", sagte Bildungsminister Felipe Bulnes am Mittwoch (Ortszeit), einen Tag vor angekündigten Massenkundgebungen im ganzen Land. Der Minister kündigte unter anderem an, mehr Studentendarlehen zu vergeben und deren Rückzahlung einfacher zu machen.

Künftig sollen dem Minister zufolge 60 Prozent der bedürftigsten Studenten Darlehen bekommen, bisher sind es 40 Prozent. Zudem solle der Zinssatz für die Bildungsdarlehen von 5,3 auf zwei Prozent gesenkt werden, womit die Rückzahlung für die Studenten einfacher werde.

In Chile demonstrieren Schüler, Lehrer und Studenten seit Monaten für eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staates an der Bildung sowie für eine bessere Ausstattung der staatlichen Schulen. Anfang August eskalierten die Proteste, es kam zu heftigen Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Zahlreiche Polizisten wurden verletzt und mehr als 800 Menschen wurden vorläufig festgenommen. (APA/AFP)

Erz-Schelm
00
19.8.2011, 07:56
Liest das auch wer...

bei uns? Die ÖVP z.B.?
Das Prinzip "Bildung als Menschenrecht" scheint sich bei uns noch nicht durchgesetzt zu haben.
Und es wird wieder irgendeine OECD-Studie beweisen, wie wichtig es ist, denen, die sich bilden wollen, auch möglichst viel Geld abzuverlangen.
Man kann es nicht oft genug betonen, die OECD ist nur eine internationale Wirtschaftsorganisation, die Bildung als Wirtschaftsfaktor im doppelten Sinn auffasst: einerseits um mit Bildungsangeboten Geld zu machen und andererseits um aus Ausbildung Nutzen zu ziehen (wiederum in Form von wirtschaftlichen Vorteilen).
Chile ist leider dieser Marschrichtung gefolgt.

linksextremer kampfposter, von der öh bezahlter
01
18.8.2011, 14:03
Das ist kein Eingehen auf deren Forderungen,

sondern vielmehr ein Versuch, die (offensichtlich zu stark gewordene) Protestbewegung zu spalten und ihr den WInd aus den Segeln zu nehmen.

Was die Menschen wirklich fordern, ist folgendes:

KEINE Studiengebühren!!

Keine minimal gesenkten Gebühren. Keine erleichterte Rückzahlung, und auch nicht mehr Darlehen - sondern ein gebührenfreies Bildungssystem!

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