Künstliche Intelligenz

Neuer Computerchip ahmt menschliches Gehirn nach

18. August 2011, 12:00

IBM entwickelt komplett neuartige Architektur und spricht von Durchbruch - Lernfähig und auf Erfahrung basierend

Forschern des Technologie-Konzerns IBM ist nach eigenen Angaben ein Durchbruch bei der Entwicklung eines "intelligenten" Chips gelungen. Dank einer komplett neuartigen Architektur könne der Chip in Grundzügen Fähigkeiten des menschlichen Gehirns nachbilden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die erstmals vorgestellten Prototypen seien zum Beispiel in der Lage, das Computerspiel Pong zu spielen, die Zahlen 0 bis 9 zu "erkennen" und zu navigieren, hieß es. Sie sollen den Grundstein dafür legen, künftig "lernende Computer" zu entwickeln.

In der Testphase

Die Prototypen wurden von Ingenieuren des IBM-Forschungszentrums Almaden in Kalifornien hergestellt und gehen jetzt in die Testphase. Sie sind zwar wie gewöhnliche Mikroprozessoren aus Silizium gebaut, ihre Architektur ist aber nicht linear, sondern den neurobiologischen Strukturen des menschlichen Gehirns nachempfunden. So sollen Grundfunktionen ermöglicht werden, die der menschlichen Wahrnehmung, dem Erkennen und dem Reagieren ähneln. Ziel ist es unter anderem, einen Computer zu entwickeln, der sensorische Daten aufnimmt, sie analysiert und sich darauf aufbauend dynamisch neu gestaltet und agiert.

Lernfähig

Im Unterschied zur traditionellen "Von-Neumann-Architektur", bei der programmierte Befehle sukzessive abgearbeitet werden, sollen Computer mit dem neuen Chip selbstständig Erfahrungen machen und "lernen" sowie Zusammenhänge selbst erkennen und Hypothesen bilden können. Künftig würden Anwendungen der Informatik immer anspruchsvoller, dass sie mit heutigen Mitteln nicht mehr effizient realisiert werden könnten, sagte Dharmendra Modha, Projektleiter des Instituts. Die neuen Prototypen läuteten eine neue Generation von Computern und Anwendungen in Wirtschaft und Wissenschaft ein. Wann mit einem fertigen Produkt zu rechnen ist, wurde nicht genannt.

Synapse

Das Forschungsprojekt "SyNAPSE" (Systems of Neuromorphic Adaptive Plastic Scalable Electronics) ist ein Projekt des US-Verteidigungsministeriums. Wissenschaftler von IBM und Hewlett-Packard sowie des zu General Motors und Boeing gehörenden Forschungslabors HRL Laboratories wirken seit 2008 daran mit. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 282
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eVilX
00
24.8.2011, 12:06
Die Zukunft des Gamings

Ich seh schon wie mir die Starcraft KI nach einem Match reinsagt wie schlecht ich war und was ich alles falsch gemacht habe. Danach wird sie mich flamen und mich auf die Ignore-Liste setzen.

"Leave Starcraft to the AI-players you filthy human nOOb :P"

KOG1
00
22.8.2011, 07:09
neu ?

heuristische Programmierung und Entscheidungsfindung innerhalb der Regeltechnik mithilfe von certainty factors (TI, Scheme) gibts seit Jahrzehnten.
Neu ist die Bedeutung, die man dieser Informatikrichtung (wieder) gibt
Von: von Lisp/Prolog nach C++ und wieder zurück :-))
Hmm neu? Texas Instrument-ein Wegbereiter der AI- stellt seit Jahren integrierte analoge Schaltkreise her....

thys
00
20.8.2011, 21:50
skynet... ;)

Captain Smoker
00
20.8.2011, 21:27
"Neuer Computerchip ahmt menschliches Gehirn nach"

Endlich muß man nicht mehr selbst im Internet nach neuen P*ornos suchen...

Bernhard Marold
02
19.8.2011, 15:12
Achtung

IBM lässt sich das patentieren. In Zukunft wird man für die Nutzung seines Gehirnes als Patentverletzer verfolgt. Ein Glück, dass die Schulen den Kindern schon von klein auf das selbstständige Denken austreiben. Endlich einmal sind unsere Bildungsinstitute ihrer Zeit voraus.

sensortimecom
00
19.8.2011, 16:11
Ist mit Funktionsweise des Gehirns nicht ident

Siehe
http://computer.t-online.de/gehirn-co... 8148/index
wo es heißt
"Die beiden Prototypen können ... mithilfe von Sensoren sehen, Muster erkennen und Daten ohne Hilfe miteinander verknüpfen. Möglich machen dies 256 künstliche Neuronen und ein Kern aus 262.144 programmierbaren Synapsen. .."

Also im Grunde nix anderes als 256 parallel geschaltete Rechner auf der 262122 verschiedene Programme (z.B. Analyse-Systeme, OCR usw.) laufen können.

Determinische Programme braucht aber das Gehirn nicht.

MrBurns
 
00
18.11.2011, 23:51

Das menschliche Gehirn braucht auch ein deterministisches Programm, nur ist das halt im Gehrin "fest verdrahtet" (deshalb ändern sich auch die Synapsen, wenn man eine neue Fähigkeit lernt). Der Hauptunterschied ist die Zahl der Neuronen: dieser Computer hat nur 256, das menschliche Gehirn ca. 1 Billion. Die Taktfrequenz wird zwar wahrscheinlcih etwas schnelelr sein als beim menschliichen Gehirn, welches nur ca. 30 Hz hat, aber der Unterschied in der Rchenleistung dürfte trotzdem noch enorm sein...

langzen
00
19.8.2011, 12:14
he, super

dann lass' ich mir schon einen USB-Anschluss in die Schädeldecke stemmen

ichbittedich
00
19.8.2011, 11:16
vage, ungenau, wischiwaschi

"Ziel ist es unter anderem, einen Computer zu entwickeln, der sensorische Daten aufnimmt, sie analysiert und sich darauf aufbauend dynamisch neu gestaltet und agiert."

entschuldigung, so etwas nennt man ein computerprogramm. gibts nicht erst seit heute.

sensortimecom
00
19.8.2011, 12:33
Das alleine zeigt schon einen Unterschied auf

Das Gehirn "nimmt" keine sensorischen "Daten" per Programm auf und verarbeitet sie dann weiter wie das der IBM-Prozessor tut. Das würde Unmengen an Redundanz ergeben.

Das Gehirn arbeitet AUSSCHLIESSLICH auf Basis von reinen Zeitmessungen die bei Phasenübergängen getriggert bzw. sensorisch abgeleitet werden.
s.
http://www.sensortime.com/brain-de.html
http://www.sensortime.com/autoadapt... _korr.html
(Jedes Comp-Programm arbeitet korrelationistisch).

All Rites Reversed
00
19.8.2011, 12:05

Naja, "dynamisch neu gestalten" (was immer das konkret heißen soll) tut sich ein "normales" Computerprogramm nicht, klingt eher nach einem wissensbasierten Agentensystem. Gibts aber auch schon lange.

MrBurns
 
00
19.11.2011, 16:35

von woher weißt du, dass ein normales Computerprogramm nicht "dynamisch neu gestalten" kann, wenn du nicht weißt, was "dynamisch neu gestalten" konkret heißen soll?

Jedenfalls ist jede Datenverarbeitung außer einfaches kopieren eine Neugestaltung, da der Output ja im Allgemeinen anders ist als der Input. um zu wissen, obs "dynmisch" ist, muss man zuerst wissen, was mit "dynamisch" gemeint ist, sonst ists nur ein bedeutungsloses Schlagwort.

Nukular. Das Wort ist Nu-ku-lar.
00
19.8.2011, 11:08
Sarah Connor?

laurelundhardy
00
19.8.2011, 10:45
Jetzt fehlt fehlt dem Chip nur noch der menschliche Herdentrieb!

Und dann kann der Computerchip den nächsten Börsencrash nicht nur verursachen sondern auch noch konsequent zu Ende bringen!

her wig
00
19.8.2011, 10:18
Erkennen, reagieren, lernen ...

WER erkennt, reagiert, lernt da, was, und wozu?

Intelligenz ist nur sinnvoll in Zusammenhang mit einem Zweck - bei einem Lebewesen ist es, das Leben eben dessen. Einer intelligenten Maschine müsste man auch einen Zweck geben.

Wäre Facebook z.B. so eine intelligente Maschine, dann wäre ihr Zweck auch das eigene "Leben", sprich der Betrieb der Hard- und Software, dessen Wachstum, Vermehrung. Und als Mittel dazu würden möglichst viele Menschen bzw. zahlende Werbekunden angelockt, um das zu finanzieren.

Wir werden uns noch stärker als bisher schon von den alle unsere Aufmerksamkeit - bzw. unser Geld - fordernden Informationssystemen distanzieren lernen müssen, sonst enden wir als Info-Junkies, gefangen in der Matrix.

Rote Pest
00
19.8.2011, 11:30

Es gibt schon lange sogenannte neuronale Netze, die zB bei Self Organizing Maps (Datamining) zur Anwendung kommen.

Der Mann in Orange
00
22.8.2011, 19:40

ein NN in hardware?

Rote Pest
00
22.8.2011, 20:13

Klingt so:
"This new computing unit, or core, is analogous to the brain. It has “neurons,” or digital processors that compute information. It has “synapses” which are the foundation of learning and memory. And it has “axons,” or data pathways that connect the tissue of the computer."
Also viele Von-Neumann-Systeme in Interaktion.
http://venturebeat.com/2011/08/1... ing-chips/

Ab Null Euro
05
19.8.2011, 08:49
Ich kenn Leute,

zu der Simulation deren Gehirne würde auch ein 8080er ausreichen:

GevatterTod
23
19.8.2011, 09:56
ich auch

Leute, deren Deustch mit einem 4004er simuliert werden kann.

Franz_Josef
00
19.8.2011, 08:10
Im größeren Zusammenhang

Artificial intelligence, RFID, satellite tracking, war of machines
Steve Wozniak, Mitbegründer von Apple:
"Machines have won the war and the human race is destined to become little more than house pets."
http://www.theage.com.au/technolog... z1RSL7yFc6

zu IBM, VeriSign und RFID: Our mainframe will rule them all
Erschreckende Doku über die aktive Beteilung der IBM am Nazi Holcaust und über den Stand der RFID Entwicklung und Anwendung
http://www.youtube.com/watch?v=Rfv6WJ_h3rM
Weiters zu RFIDs: http://www.youtube.com/watch?v=NDTlHq36kVM
http://www.youtube.com/watch?v=YRGWLj90DYI
Ein wesentlicher Anstoss zur Technisierung des Militärs wurde 1995 vo

José Atento
00
19.8.2011, 08:03
Bitte schnell weiterentwickeln

Diese Computer müssen uns aus der Krise führen, denn all die Experten mit menschlichen (Schmalspur-) Gehirnen sind derzeit ratlos.

José Atento
00
29.8.2011, 14:00

Zum Glück kann man diesen Gehirnen noch den Saft abdrehen ;-)

IchHabeImmerRecht
00
19.8.2011, 07:51

Bis zum letzten Absatz war das ja richtig interessant. Aber dann: " ... ist ein Projekt des US-Verteidigungsministeriums."

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