Steuerideen

SPÖ will jetzt "endlich die Reichen zur Kassa bitten"

17. August 2011, 16:55
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    SPÖ-Geschäftsführer Günther Kräuter will Druck erhöhen, ...

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    ... Finanzministerin Maria Fekter freut sich über Mehreinnahmen.

Da "die kleinen Leute" heuer bereits zwei Milliarden Euro mehr an Steuern ablieferten als 2010, will SPÖ-Geschäftsführer Kräuter "endlich Reiche zur Kassa bitten" und eine "Wertschöpfungsabgabe" einführen

Wien - Die SPÖ erhöht in Sachen Vermögensbesteuerung den Druck auf Koalitionspartner ÖVP. Da die Steuereinnahmen von Jänner bis Juli bereits um mehr als zwei Milliarden Euro über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lägen, also wesentlich mehr Geld in die Staatskasse fließe, und diese Mehreinnahmen zu 75 Prozent von Arbeitnehmern, Autofahrern und Konsumenten getragen würden, sei es "an der Zeit, endlich ernsthaft auch über eine stärkere Belastung des Faktors Kapital zu reden und Reiche zur Kassa bitten", sagte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter am Mittwoch im STANDARD-Gespräch

Günther Kräuter: "Arbeitnehmer und Konsumenten zahlten bis jetzt mehr als zwei Milliarden mehr an Steuern als 2010 und das bei einer hohen Inflationsrate. Der Großteil der Mehreinnahmen wird also eindeutig von den kleinen Leuten, den weniger reichen, berappt."

Konkret sind die Staatseinnahmen etwa über die Umsatzsteuer um 641 Millionen Euro gestiegen. Mit der Lohnsteuer flossen 6,8 Prozent mehr an Einnahmen oder 848 Millionen Euro ins Budget. Dazu kam ein Plus von 420 Millionen Euro an Mineralölsteuer im Vergleich zum Vorjahr. Das Finanzministerium bestätigte dem Standard die Mehreinnahmen, diese seien "bereits budgetiert".

Kräuter: "Diese Zahlen sind ein deutlicher Beweis, dass unser Steuersystem den Mittelstand und die kleinen Einkommensbezieher über Gebühr belastet. Das monatliche Wirtschaftsgeld wird durch die Massensteuern deutlich eingeschränkt. Vermögende haben sicher kein Problem, wenn der Sprit oder Lebensmittel teurer werden. Die spüren das gar nicht. Dieser kleine Bevölkerungsteil trägt jedenfalls kaum etwas zu den Steuermehreinnahmen bei."

Die politische Konsequenz für Kräuter: Die SPÖ werde die Diskussion um eine Entlastung des Faktors Arbeit für die Kleinverdiener und den Mittelstand noch schärfer führen. Kräuter: "Im Zentrum muss eine Belastung des Faktors Kapital und die Einführung einer Steuer für Vermögen ab einer Million Euro stehen. Dazu ein kompromissloser Kampf gegen Steuerbetrug." Im Hintergrund all der "Reichensteuer"-Überlegungen der SPÖ stehe "ein neues, zeitgemäßes Modell einer Wertschöpfungsabgabe", sagte Kräuter.

Die Details dieses an der Wertschöpfung eines Betriebes orientierten Abgabesystems, mit dem der Faktor Arbeit entlastet werden soll, würden derzeit in einer SPÖ-Arbeitsgruppe ausgearbeitet. Die Diskussion um eine Wertschöpfungsabgabe - eine Idee des ehemaligen Sozialministers Alfred Dallinger - hatte schon in den 1980er-Jahren als "Maschinensteuer" für innenpolitische Debatten gesorgt. (Walter Müller, STANDARD-Printausgabe, 17.8.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 263
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KOG1
11
29.8.2011, 11:03
die KEST ist eine Katastrophe

dagegen wär ein Volksbegehren gut

moejoe000
10
29.8.2011, 11:27

Kapitaleinkünfte mit voller Einkommenssteuer besteuern!

1x1
01
28.8.2011, 23:11
Steuern senken

Ich bin dafür, dass man den Eingangssteuersatz senkt, denn davon profitieren alle die arbeiten.

Wenn der Staat Vermögenssteuern erfinden, versickert das im komplizierten Verwaltungsapparat und bei Grasser, Strasser und Konsorten.

Das Furunkel auf der Rübe
44
28.8.2011, 16:08
Die Sozen sollten mal bei Ihren Genossen in der ÖBB zum Sparen anfangen!

Die rote ÖBB kostet den Steuerzahler jährlich ~4Mrd EUROs. Tendenz seigend!
Der Steuerzahler muss auch für die ÖBB-Pensionen der ÖBB-Frühpensionisten aufkommen!
Dort sollte man mal den Rotstift ansetzen!

esoxLucius
43
29.8.2011, 09:54
Am Defizit der ÖBB

sind zu einem guten Teil die schwarzen Bonzen schuld, die 2000 - 2006 eingesetzt wurden und geniale Ideen hatten wie die Aufspaltung in eigene Gesellschaften für Schienen, Wagen etc. die außer einer wunderbaren Vermehrung der Chefposten keinerlei Nutzen, aber jede Menge Schaden anrichteten.

Das Furunkel auf der Rübe
43
28.8.2011, 11:56
Hier geht es doch wiederum nur um den "sozialistischen Klassenkampf"!

Pöhse ist der fleißige und sparsame Kapitalist, der es dank Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit zu einem kleinen Vermögen gebracht hat!
Ein guter Sozi ist der arbeitslose Negerant der außer Schulden nichts hat.

esoxLucius
20
29.8.2011, 09:55
Die Zeiten, wo man es mit Arbeit und Fleiß

zu einem großen Kapital gebracht hat, sind weitgehend vorbei - fast alle, die heute reich sind, haben geerbt.

net-diver
 
21
29.8.2011, 11:45
Nett....

... kurz und prägnant - und das naivste Posting des Tages.

Resilienzfaktor
01
29.8.2011, 12:31

Naiv sind die Zerrbilder der "Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst"-Krakeeler.

Nicht falsch verstehen: Leistung fordern und fördern find ich vollkommen ok, aber die völlige Verneinung von Rahmenbedingungen ist einfach nur verblüffend. Es gibt Leute, die sind so fleißig, dass sie mehrere Jobs gleichzeitig schupfen und das, um grademal so durchzukommen. Andere sind so fleißig, dass sie arbeiten gehen, obwohl der Lohn nicht mal zum Leben reicht. Wie erklärt man sich das?

Parkschwein
00
29.8.2011, 15:59

"Andere sind so fleißig, dass sie arbeiten gehen, obwohl der Lohn nicht mal zum Leben reicht. Wie erklärt man sich das?"
der relevante multiplikator heißt "bildung". und zwar die bildung, die man auch zum beruf machen kann. soziologie, politologie und theaterwissenschaften ist zwar fein zur selbstverwirklichung, hilft aber nicht beim geldverdienen.

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 17:20

Ich dachte dabei aber eigentlich nicht an das konservative Feindbild Nr.1: Geistes- und SozialwissenschafterInnen.

Parkschwein
00
29.8.2011, 19:08

es ist nichts gegen geisteswissenschaften zu sagen aber man verdient damit halt selten viel geld.

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 17:19

Ja, das meinte ich zum Beispiel....Bildung ist einer der entscheidenden Faktoren.

net-diver
 
00
29.8.2011, 13:33
Es ist...

.... ja nicht so, daß ich es nicht beweisen könnte. Klar kann man auch heute noch durch Fleiß und Arbeit ein Vermögen erwirtschaften. Da rede ich allerdings auch von den Anfangszeiten der Firma wo wir durch die Anfangsfinanzierungen komplett überschuldet zu zweit wöchentlich je unsere 100 Stunden geschuftet haben. Jetzt gibt uns der Erfolg recht. 50 MA, einen überschaubare Arbeitszeit, alle Schulden bezahlt und nebenbei ein kleine Vermögen beieinander. Und das in sieben Jahren.

Man muss eben schon mal etwas riskieren. Und mit viel Fleiß und etwas Glück funktioniert es auch.

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 14:57

Ja, sicher gelingts Menschen, sich mit Fleiß aus dem Nichts was aufzubauen und ohne geringsten Zweifel hat ein Fleißiger mehr Chancen als ein Fauler.
Aber was mich wurmt ist die hemmungslose Lügerei, dass nur die eigene Einstellung bestimmt, was geht und was nicht. Natürlich ist diese immer auch ein wesentlicher Faktor, aber eben nicht der einzige - und genauso lässt sich belegen, dass viele Menschen sich den A abschuften, um grad mal durchzukommen.

net-diver
 
10
29.8.2011, 15:12
Naja...

... es ist schon die eigene Einstellung wenn man einen mittelmäßigen Job aufgibt, Haus, Hof, Frau, Kind und Hund verpfändet um sich selbständig zu machen. Das kann und will auch nicht jeder. Allerdings wird man ohne Risiko dann auch nie eine wirkliche Chance erhalten. So ist das nun mal. Ich habe das ja nicht erfunden aber es stimmt schon - no risk - no fun - aber es kann auch ordentlich in die Hose gehen und dann steht man vor dem Nichts. Das muss einem jeden Tag bewusst sein. Wenn man damit nicht leben kann, muss man sich eben mit beschis... Jobs herum schlagen.

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 15:40

Ich hab jetzt den Thread durchgelesen, ich denke, es wurde da auch aneinander vorbeigeredet. Ihre Antwort bezieht sich eher auf das, was der Vorposter geschrieben hat (nur Erben werden reich). Ich wollte nicht das Unternehmertum grundsätzlich in Frage stellen, sondern darauf hinweise, dass Fleiß nicht automatisch mit gerechtem Lohn verbunden ist (und dabei mein ich wirklich ein Mindestmaß)...in letzter Zeit hört man immer wieder den zynischen Umkehrschluss, wer nicht erfolgreich ist, der versuchts einfach nicht hart genug. Und DAS wollte ich eigentlich in Frage stellen.

net-diver
 
00
29.8.2011, 16:14
Passt...

... schon :D

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 16:22

:-)

Resilienzfaktor
00
29.8.2011, 15:37

Sie wollen nicht verstehen, worauf ich hinaus will, oder?

So oder so: Ihr Erfolg und Ihre Zufriedenheit mit dieser Wahl sei Ihnen und Ihrer Familie vergönnt.

amber103
01
22.8.2011, 22:42
Links blinken rechts Abbiegen - die niedirgen Aktienpreise erhöhen die Renditen der Superreichen und der ausländ. Aufkäufer.

Da hat die Regierung gerade die Aktienkest eingeführt. Eine der ersten Folgen ist, dass die Wiener Börse trotz relativ guter Wirtschaftsdaten am Boden liegt. Derzeit gibt es echte Schnäppchenpreise für chines. Aufkäufer.

Heimischen Kleinanlegern muss man allerdings raten, keinesfalls neu in Aktien einzusteigen. Bei der Aktienkest sind Verluste über die Jahre nicht absetzbar. Da Aktienkapital niemals zurückgezahlt wird (=Sinn der Aktie) verfällt dieses Risikokapital irgendwann gegen null. Zwischenzeitliche Kursgewinne lösen sich in Verluste auf.
Banken, Firmen und Stiftungen können diese Verluste voll Abschreiben. Dem Kleinanleger kostet die Steuer mehr als die Dividenen => Aktien sind für die Kleinen völlig entwertet.

neural trading
24
22.8.2011, 16:10

wuerde die regierung nicht seit jahrzehnten horrende schulden anhaeufen und die eingenommenen steuermilliarden mit beiden haenden fuer sinnlosen bloedsinn beim fenster rausschmeissen, dann haette oesterreich geld genug. das steueraufkommen reicht voellig aus!!!!!!!!!!!!!!

net-diver
 
00
22.8.2011, 10:25
Ist...

.... ja sowieso egal, man muss nur darauf achten, daß man immer genug Kredite laufen hat. Ist billiger als jede Steuer. Schmälert das Vermögen und sorgt auch dafür, daß einem die Banken laufend kostenlose Ärzte vorbei senden.

Tschurndorf
10
22.8.2011, 07:45
ich wuerde halt den

Wasserspreis nicht erhoehen.

baum im garten
02
21.8.2011, 14:37
Die Banker und Firmenchefe...

...verdienen so unverschämt viel geld, dass ihnen eine kleine zusätzliche Abgabe nicht schaden würd...bleibt zu hoffen dass hinter diesen worten auch taten stecken.

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