Soziologe Kellermann

"Platz im Gefängnis ist teurer als Studienplatz"

Interview | Lisa Aigner, 18. August 2011, 10:16
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    foto: uniklu/puch

    "Zugangsbeschränkungen für deutsche Studenten stehen im Widerspruch zum Mobiltätsziel des Bologna-Prozesses", sagt Kellermann.

Über die "provinzielle Sicht" in der Debatte um deutsche Studenten und warum Uni-Schranken zu Aggressionen führen

"Würde es akzeptiert, wenn steierische Studierende in Kärnten beschränkten Zugang haben würden?", fragt sich der Soziologe Paul Kellermann im Interview mit derStandard.at. Der Soziologe kritisiert, dass "nicht der Zusammenhang gesehen wird zwischen den Studierenden, die in hohem Maße durch Zugangsbeschränkungen ausgewählt werden sollen, und denen, die nicht an die Universitäten dürfen". Jene, die keinen Zugang zu einem Studium bekommen, würden aggressiv. Dies zeige sich derzeit auch in Großbritannien.

***

derStandard.at: An den österreichischen Universitäten studieren seit Jahren sehr viele deutsche Studierende. In Salzburg haben sich erstmals mehr Deutsche als Österreicher an der Uni angemeldet. Man hat versucht, diesen Ansturm mit Studiengebühren, Zugangsregeln und Quoten einzudämmen. Ist das Ihrer Meinung nach überhaupt nötig?

Kellermann: Ob das nötig ist? Das ist sicherlich aus Sicht von Salzburg im Moment - also für 2011 - zu bejahen. Salzburg, das sehr nah an Deutschland liegt, ist in einer völlig anderen Situation als beispielsweise Klagenfurt. Da muss man relativieren. Aber auch die Widersprüchlichkeit sollte gesehen werden: Einerseits wird vom Bologna Prozess her Internationalität verlangt; und die Universitäten preisen sich selbst, wenn sie viele ausländische Studierende haben. Auf der anderen Seite verlangen die Universitäten Beschränkungen.

Aber das allerschlimmste ist, dass nicht der Zusammenhang gesehen wird zwischen den Studierenden, die in hohem Maße durch Zugangsbeschränkungen ausgewählt werden sollen, und denen, die nicht an die Universitäten dürfen. Was ist deren Alternative? Schon vor Jahren habe ich gesagt: Ein Platz im Gefängnis ist wesentlich teurer als ein Studienplatz. Gemeint hatte ich damit, dass eben die frustrierten und enttäuschten Jugendlichen revoltieren. Da brauchen wir bloß nach Großbritannien zu schauen.

Jeder, der ein bisschen darüber nachdenkt, muss zur Einsicht kommen: Wenn die Studierenden im Rahmen einer sinnvoll arbeitenden Universität aus eigenem Interesse mitmachen könnten, dann würden die doch konstruktiv beschäftigt und mit ihrem Erfolg glücklich sein. Dies wird durch die derzeitige Organisation der Universitäten verhindert: Es wird ausgebildet und geschult, aber das eigene unmittelbare Interesse am Studium genommen. Die Motivation verlagert sich darauf, später einen passenden Arbeitsplatz zu bekommen. Wenn die Graduierten kein ausreichendes Einkommen oder nicht einmal einen Arbeitsplatz bekommen, sind sie natürlich enttäuscht. Die Leute haben Erwartungen. Die sind mit dem gestiegenen Lebensstandard natürlich auch bei Jugendlichen gestiegen. Wenn Erwartungen enttäuscht werden, endet das immer in Frustration und Aggression. Entweder Aggression gegen sich selbst oder nach außen. Das sehen wir derzeit in vielen europäischen und außereuropäischen Staaten.

derStandard.at: Zurzeit ist in Österreich der Hochschulzugang nicht beschränkt. Trotzdem ist die Akademikerquote eher gering. Die Probleme liegen doch hier woanders?

Kellermann: Viele sagen das als Argument gegen Zugangsbeschränkungen. Vermutlich haben wir in Österreich gerade wegen des noch vergleichsweise offenen Hochschulzugangs nicht die britischen, spanischen, chilenischen, tunesischen oder israelischen Zustände. Und im Übrigen steigt die Akademikerquote, wie die Statistik zeigt, kontinuierlich.

derStandard.at: Wie würde für Sie eine ideale Lösung für das Problem an den Universitäten aussehen?

Kellermann: Studieren soll und darf, wer wirklich wissenschaftlich arbeiten will. Und selbst, wenn man sich die Studien volkswirtschaftlich ansieht: Im OECD-Bericht wird ausgewiesen, dass in Österreich ein Studienplatz rund 55.000 Euro kostet. Das, was Akademiker dann wieder an den Staat in Form von Steuern und Sozialabgaben zurückzahlen, ist im Schnitt ungefähr drei Mal so viel. Doch dieses Ergebnis wird nicht beachtet. Wenn wir also behaupten, dass wir keine anderen Ressourcen als das Wissen haben, wäre es nur sinnvoll, möglichst vielen Leuten die Chance zu geben, wissenschaftlich zu arbeiten, das Wissen zu erweitern und anzuwenden. Aber natürlich nicht nur im Interesse der Wirtschaft.

Der Präsident der Wirtschaftskammer sagte: "Mit dem Bachelor beginnt ein neues Zeitalter maßgeschneiderter Hochschulstudien - die konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft sind dabei der zentrale Ausgangspunkt." Das ist beschränkt gedacht: Es geht darum, dass wir leben können. Wirtschaft ist dazu ein ganz wichtiges erforderliches Mittel. Deshalb muss die Wirtschaft funktionieren. Ansonsten wäre es so, als ob wir sagen würden: Unser Besteck ist zum Essen wichtiger als das Essen selbst. Ein Studium hat - auch nach dem Gesetz - weitergehenden Sinn.

derStandard.at: Das heißt, Sie fordern die Regierung dazu auf, mehr Geld in die Universitäten zu investieren?

Kellermann: Das ist wieder verkürzt. Ich fordere die politisch für das Allgemeinwohl Verantwortlichen dazu auf, längerfristig zu denken und zu erkennen, dass es sehr sinnvoll ist, in Studien und Forschung zu investieren. Ich wehre mich auch nicht dagegen, Studiengebühren als eine Art Schutzgebühr einzuführen. Aber diese Gebühr hat nicht die Funktion, die Universitäten zu finanzieren, sondern die persönliche Überlegung anzuregen, eigene Ressourcen für das eigene Studium und damit auch für die eigenen Lebenshaltungskosten einzusetzen.

derStandard.at: Wie erklären Sie sich, dass in Österreich in der Diskussion rund um überlaufene Studien vor allem die Debatte um deutsche Studenten zentral ist?

Kellermann: Das ist damit zu erklären, dass die Universitäten ein Problem haben, europäisch zu denken. Wenn ein Studierender aus Klagenfurt ein, zwei Semester in Barcelona oder in Berlin studieren will, dann ist das von der EU gewollt. Hier gibt es jedoch häufig, wie die Schweizer sagen, einen "Kantönli-Geist": Man urteilt aus provinzieller Sicht. So finden Sie selten die Zahlen der österreichischen Studierenden an deutschen Universitäten. Wir sind heute eben eine Europäische Union und nicht mehr Klein-Luxemburg, Klein-Österreich oder sonst was. Würde es akzeptiert, wenn steierische Studierende in Kärnten beschränkten Zugang haben?

derStandard.at: Das Problem ist aber ein bisschen größer. Es geht nicht darum, dass diese deutschen Studenten in Österreich ein Auslandssemester machen wollen, sondern darum, dass in Deutschland der Zugang so streng geregelt ist, dass viele in Österreich studieren müssen, weil sie im eigenen Land nicht studieren dürfen.

Kellermann: Da beachten Sie die temporären Umstände (Verkürzung der Schulbesuchszeit, Abschaffung der Wehrpflicht, Anm.) und den Ausbau des Zugangs zu wenig. Die Berliner Regierung hat erhebliche Zusatzmittel und einzelne Bundesländer haben mehr Studienplätze zur Verfügung gestellt. Das wird hier einseitig berichtet. Darüber hinaus können sich die Studierenden an mehreren Universitäten anmelden. Warten wir einmal ab, wie viele tatsächlich kommen. Bei Publizistik- und Kommunikationswissenschaft wurde noch vor zwei Jahren groß gejammert, wie viele Studierende kommen. Aber es gab weniger Anmeldungen, als Studienplätze zur Verfügung standen.

derStandard.at: Hier sind die Anmeldungen aus Deutschland aber erst zurückgegangen, als Zugangsbeschränkungen eingeführt wurden.

Kellermann: Die Ankündigung einer Prüfung hat anscheinend schon genügt, die Interessenten zu vergraulen. Das steht im Widerspruch zu dem Mobilitätsziel des Bologna-Prozesses.

derStandard.at: Deutsche sind in Österreich nicht unbedingt beliebt. In unserem Forum gehen beim Thema "deutsche Studenten" die Emotionen hoch. Sie selbst haben die deutsche und die österreichische Staatsbürgerschaft. Woher kommen Ihrer Meinung nach diese negativen Gefühle?

Kellermann: Die Streitereien gibt es abstrakt, eher nicht konkret. An den Universitäten gibt es viele "internationale" Freundschaften. Allerdings kann die Häufung eines Vorkommnisses gegenteilige Wirkungen haben. Nehmen wir an, wir haben früher einen einzelnen Schwarzen in Wien gesehen, dann waren wir erstaunt, vielleicht sogar erfreut. Wenn es dann aber sehr viele Schwarze sind, entstehen Ängste und damit Ablehnungen. Wenn im Forum Pöbeleien stattfinden, bedeutet das, dass die Leute, die pöbeln, noch wenig oder keine Erfahrungen außerhalb ihrer Provinz gemacht haben oder noch nie auf andere angewiesen waren. Auch das ist beschränktes Denken. Das will ich nicht den einzelnen Leuten vorwerfen. In unserer Gesellschaft wird ja gelehrt, dass jeder seines Glückes Schmied ist. Jeder muss also sehen, wo er bleibt. Wenn die Leute Sorge haben, dass sie nicht mehr zurecht kommen, verstehe ich sehr wohl, dass sie aggressiv werden. Das führt wieder zu dem zurück, was ich vorher gesagt habe.

derStandard.at: Wie könnte man mit den Plünderungen in Großbritannien und den Protesten in Spanien umgehen? Gibt es da eine Lösung oder hat man hier schon verloren?

Kellermann: Mittelfristig kann man nur erfolgreich sein, wenn Cameron nicht bloß auf Gewalt gegen das asoziale Handeln setzte, sondern auch eine konstruktive Vision zu entwickeln und zu verwirklichen versuchte. In Großbritannien sind die Studiengebühren sehr hoch, viele werden von Anfang an ausgeschlossen. Und in Spanien ist fast die Hälfte der Graduierten vom Arbeitsprozess ausgeschlossen. Und wie gesagt: Wer sich ausgeschlossen fühlt, wird aggressiv. Es gilt die Einsicht, dass wir lebenswerte Verhältnisse nur verwirklichen können, wenn möglichst viele Leute einen Zugang zu dem haben, was gesellschaftlich wichtig ist. Ein Studium sollte - neben der Aneignung professioneller Kompetenz - auch dem dienen. (Lisa Aigner, derStandard.at, 18.8.2011)

PAUL KELLERMANN ist Universitätsprofessor am Institut für Soziologie an der Universität Klagenfurt. Seine Schwerpunkte sind unter anderem Soziologie des Geldes, Arbeit und Bildung, Hochschulforschung.

Kommentar posten
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ingeniosus
00
24.8.2011, 19:37
Ein Platz im Gefängnis ist wesentlich teurer als ein Studienplatz.

....der Satz ist doch ein viel zu wenig benütztes Argument, das wirken muss.

sonne-licht
 
10
23.8.2011, 10:25
erwartungen ans studium und danach

studenten sind zu verwöhnt worden und glauben das sie danach mit offenen armen empfangen werden in der wirtschaft

es will leider in unserer jetzigen zeit fast keiner mehr mit kleinem gehalt anfangen, was bei arbeitern/angestellten üblich ist, und sich hocharbeiten

ausserdem ist der lehrplan gerade an der uni salzburg psycholgie zu entstauben

hatte einen absolventen den ich interviewen durfte während der fahrt von wels nach krakow immerhin sieben stunden, der hatte nach dem studium schon burn-out syndrom könnte auch der überhang an weiblichen studenten sein

ihm ging es in krakow dann besser

leider wird bei uns nach normen/pläne unterrichtet und einer freigeistigen diskussion meistens der riegel durch polemiken vorgeschoben

mountaineer
00
22.8.2011, 08:00
Nicht alles, was gewaltig hinkt, ist schon ein Vergleich.

Das sollte man dem Herrn ins Stammbuch schreiben.
Ansonsten sollte man dieses Interview beim nächsten Mal in der Rubrik "Humor" veröffentlichen.

P.S.: Die Uni Salzburg hat bereits ein gewaltiges Problem. Es stinkt förmlich zum Himmel.

loundy
 
00
19.8.2011, 12:19
also der unterschied...

zwischen ungebildeten, englischen "brennt alles nieder protestierern" und spanischen "wir machen einen sesselkreis und reden drüber" revolutionären ist ja nicht so schwer zu entdecken.

aber cameron hat's uns erklärt, es gibt keine gründe für die randale, das war nur eine über das land gekommene antimoral-grippewelle oderso...

mulligan1
00
19.8.2011, 10:16
vielleicht dürfen dann alle "supersauberen" studieren ?

Carla Sociale
11
19.8.2011, 09:25
Ich hoffe, dass unsere Maturanten noch weitere Möglichkeiten für ihr weiteres Leben sehen,

als zu studieren oder kriminell zu werden.
Auch darf man nicht übersehen, dass viele Kriminelle ein abgeschlossenes Universitätsstudium vorweisen können.

Ben Ohm
00
23.8.2011, 04:07

und umgekehrt :-)

Andreas W
00
19.8.2011, 09:12
Logische Konsequenz der Minderbemittelten wäre

dann wohl, dass keiner mehr ins Gefängnis gelassen wird, der nicht dafür zahlen kann.

Und die, die es sich leisten könnten, werden eh erst gar nicht mehr vor Gericht gestellt, weil sich die StA nicht anklagen traut, siehe KHG, Plech, Hochegger, Maischberger, etc.

weg
00
19.8.2011, 08:32
"Würde es akzeptiert...

wenn steierische Studierende in Kärnten beschränkten Zugang haben?"

Warum sollten steirische Studierende in Klagenfurt studieren wollen? ;-)

HTK
01
19.8.2011, 17:18

Es gibt tatsächlich eine Uni in Kärnten. Ich habs grad überprüft - und man kann dort - man staune - Slawistik studieren.

flying baba
05
19.8.2011, 05:42
Was rechtfertigt unseren wohlstand

Wir haben keine riesigen rohstoffquellen ,keine wirklich billigen Arbeitskraefte,was wir zu bieten haben ist politische Stabilitaet,eine relativ gute Arbeitsmoral und ein guter Bildungsstandard.wenn wir den vernachlaessigen schiessen wir uns selber ab

chg4711
00
19.8.2011, 05:10
.. ist aber auch "All Inclusive"

keine Zugangsbeschränkung.
Ausländer dürfen auch.
Und lernen tut man auch was.

G. Berkeley
30
19.8.2011, 01:20
Dann schicken wir doch alle Studenten ins Gefängnis,....

...da wäre genug Zeit zum studieren.

mfg

Loxoceles
03
19.8.2011, 00:31

Der möglicherweise wichtigste Absatz:

"Wenn die Studierenden im Rahmen einer sinnvoll arbeitenden Universität aus eigenem Interesse mitmachen könnten, dann würden die doch konstruktiv beschäftigt und mit ihrem Erfolg glücklich sein. Dies wird durch die derzeitige Organisation der Universitäten verhindert: Es wird ausgebildet und geschult, aber das eigene unmittelbare Interesse am Studium genommen. Die Motivation verlagert sich darauf, später einen passenden Arbeitsplatz zu bekommen."

"Studieren soll und darf, wer wirklich wissenschaftlich arbeiten will."

Die ursprüngliche Kernaufgabe, Wissenschaftler auszubilden und Wissenschaft zu betreiben, geht langsam verloren. Das Verkommen zu Arbeitsplatzausbildungsstätten nimmt Unis die Zukunft.

memoiyo
 
02
18.8.2011, 22:06
Danke!

Es freut mich immer, wenn ich mal einen nicht verbohrt wirtschafts- oder budgetorientierten Kommentar zur Hochschulpolitik lese! - Natuerlich wurden randalierende Pluenderer nicht mehrheitlich sagen wir Anglistik studieren, wurde man es ihnen bezahlen. Aber je mehr Leute es schaffen koennen, durch Fortbildung neue Ideen fuer ihr eigenes Leben zu finden, desto mehr koennen in einfachere Arbeiten nachruecken. Eigentlich logisch.

Es mag etwas anarcho-hedonistisch anmuten, aber wie waere es denn, wenn der Staat anstelle fragwuerdiger Zwangsqualifizierungen von Arbeitslosen verlangen wuerde, sich in dem Bereich fortzubilden, den er/sie wirklich will?

So sicher, dass das nicht produktiver waere...?

klausenpown
08
18.8.2011, 20:52

"Würde es akzeptiert, wenn steierische Studierende in Kärnten beschränkten Zugang haben?"

Hier von Kantönligeist und sonst was zu sprechen ist lächerlich. Jede Gemeinde schafft es, sich von der Nachbargemeinde, die ihre Kinder in die Nachbarvolks- oder Hauptschule schickt, sich die Kosten ersetzen zu lassen. Aber in der großen, mächtigen EU ist das nicht möglich?

Wenn jeder in der EU das studieren kann was er will und das möglichst gratis, dann soll die EU einen Topf einrichten, aus dem grenzüberschreitendes Studium finanziert wird. Und wenns im großen Stil wie in Ö/D ist, dann fließt halt auch Geld zu.

Aber man muss schon sagen, dass unsere Bildungspolitiker versagt haben, sich da irgendwie einzubringen.

the_suck
01
19.8.2011, 00:13

Deutschland wäre ja auch dumm uns die Kosten zu ersetzen, das eigentliche Problem ist aber das die Anzahl an Deutschen die zb Med studieren dem Land Österreich verloren gehen - dh der Steuerzahler finanziert Ärzten die Ausbildung die nie in Österreich praktizieren werden

Got Your Nose!
12
18.8.2011, 20:27

es ist einfach göttlich zu lesen, wie manche poster hier schon HÄFTLINGEN ihre lebensumstände neidig sind!

richard145
 
12
19.8.2011, 08:21
naja schaun sie sich

z.b das leobner gefängnis an, fitnessstudio, sporthalle, liebesnest, aufenthaltsraum mit riesen fernseher. komischerweise hab ich als student weder einen fernseher noch geld für fitnessstudio. freiheit is halt ohne geld halt auch nur zu hause sitzen ;)

Got Your Nose!
12
19.8.2011, 08:53

ohje, ich habe auch keinen fernseher, bin einem häftling aber trotzdem nciht neidig, dass er den großteil des tages in einem geschlossenen raum verbringen muss und fürchten muss, von einem anderen gefangenen in der pause angegriffen zu werden, weil es sonst kaum beschäftigung für diese gibt. sie waren offenbar noch in keinem.

richard145
 
00
19.8.2011, 10:04
natürlich

neben ausbildungen und kurse gibt es ja fast kein freizeitangebot.

Freizeit:
- 2 Sporthallen für sämtliche Ballspiele
- 2 Freiplätze für Ballsportarten (Rasen- und Hartplatz)
- 2 Fitnessräume
- Multikonfessioneller Andachtsraum
- Tischfußball
- Bibliothek
- Spazierhöfe
- Multimediasaal

Got Your Nose!
02
19.8.2011, 15:50

wenns doch so unglaublich super im hefen ist, warum dann nicht flugs eine kleine straftat begehen und es sich gut gehen lassen?
was wollen sie denn? ausbau aller sanitären einrichtungen, kein tageslicht, mahlzeiten nur mehr 3 mal pro woche und kein besuchsrecht? damits auch schön strafend ist?

Herr Vorsicht
02
19.8.2011, 08:31

kurze Frage: leben sie in einer Zelle? Fitness Center, Sporthalle - klingt sehr nach Luxus, sind aber nicht mehr als Instrumente eingesperrten Menschen Bewegung zu ermöglichen, aus gesundheitlichen und psychogesundheitlichen Gründen. So wie Sie argumentieren, falls Sie wirklich Student sind, sind Sie ein gutes Argument, den Hochschulzugang zu beschränken, aber nicht ökonomisch, sondern intellektuell basiert.

richard145
 
11
19.8.2011, 10:10
eigentlich leben wir alle in einer zelle

sie ist nur größer und in einer größeren Zelle lebt es sich nicht unbedingt besser. um besser leben zu können braucht man geld und das hat man als student halt am wenigsten.

Kritiker1A
40
18.8.2011, 20:27
Und wenn der Studierte fertig studiert hat und keinen Job bekommt ist er erst Recht angefressen und frustriert.

In Frankreich gehen die "Aufstände" fast immer von Studierenden aus!

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