Gelobte sind gesünder

Lob vom Chef reduziert die Fehlzeiten

17. August 2011, 15:41
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    foto: ap/multhaup

    Applaus setzt Kräfte frei.

Mehr als Hälfte der Beschäftigten kriegt laut einer deutschen Studie nie oder selten Lob - Anerkennung führt zu Identifikation

Berlin - Beschäftigte, die von ihren Chefs gelobt werden, sind einer deutschen Studie zufolge seltener krank. Wenn Mitarbeiter gut informiert würden und Anerkennung erführen, wiesen sie weniger gesundheitliche Beschwerden auf und identifizierten sich häufiger mit ihrem Unternehmen, berichtete das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) am Dienstag in Berlin als Ergebnis ihres neuen "Fehlzeiten-Reports". Die Beschäftigten wünschten sich von einer Führungskraft mehr Einsatz für die Mitarbeiter, mehr Feedback und öfter mal ein Lob für gute Arbeit.

"Doch viele Chefs verhalten sich nicht entsprechend. Selbst kleine Selbstverständlichkeiten, wie ein Lob bei guter Leistung, erhalten mehr als die Hälfte der Mitarbeiter nicht von ihrem Chef", sagte Mitherausgeber Helmut Schröder. Für den "Fehlzeiten-Report" wurden nach Angaben des Instituts neben AOK-Daten auch Mitarbeiterbefragungen von 147 Unternehmen mit insgesamt 28.223 Teilnehmern ausgewertet.

Demnach nehmen 54,5 Prozent der befragten Mitarbeiter Lob von ihrem Vorgesetzten nur selten oder nie wahr. 41,5 Prozent sagten aus, dass ihre Meinung vom Vorgesetzten bei wichtigen Entscheidungen nicht beachtet würde. Gleichzeitig ist jedoch mehr als ein Drittel (35,5 Prozent) der Befragten überzeugt, dass durch mehr Einsatz des Vorgesetzten für die Mitarbeiter die gesundheitliche Situation am Arbeitsplatz verbessert werden könne.

Chefs unter Druck

Doch auch die Führungskräfte selbst stehen demnach unter Druck. Vor allem in unteren und mittleren Führungsebenen leiden sie unter starkem Zeitdruck und hoher Arbeitsdichte. So gaben Führungskräfte in einer im Fehlzeiten-Report vorgestellten Befragung an, nur an durchschnittlich 4,8 Tagen im Jahr krank gewesen zu sein. Andere Erhebungen zeigten hingegen, dass Führungskräfte im Gegenzug an 8,3 Tagen trotz Krankheit zur Arbeit gingen und sich nicht angemessen erholten oder zu früh an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten.

Im Durchschnitt dauerte 2010 eine Arbeitsunfähigkeit 17,6 Tage. Die Daten basieren auf den Fehlzeiten der mehr als zehn Millionen bei der AOK versicherten Erwerbstätigen. Die meisten Krankheitstage entfielen auf Muskel- und Skeletterkrankungen (24,2 Prozent). Darauf folgen akute Verletzungen (12,9 Prozent), Atemwegserkrankungen (12 Prozent) und psychische Erkrankungen (9,3 Prozent). Die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte an. (APA/Reuters)

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00
3.11.2011, 11:04
Lob? Um Himmels Willen, nein! Überdurchschnittliche Leistung und unbezahlte Überstunden werden selbstverständlich vorausgesetzt!

Leute, da draußen sind 300.000 auf Arbeitsuche, die sich nur so um euren Job reißen!

Würden unsere Leistungsträger Leistungen anerkennen, bekämen sie doch das ungute Gefühl sie müssten dafür zahlen, da bleibt den Chef-Etagen doch weniger im Säckel.
Daher den Selbstwert der Lohn-abhängigen Arbeits- und Steuersklaven immer schön klein halten, kategorisch abwerten, emotional erpressen, durch neoliberales Konkurrenzdenken gegeneinander ausspielen, mobben und bossen und nur kein Selbstbewusstsein aufkommen lassen!

Wenn die Chefität trotz Grippe zur Arbeit kommt und alle ansteckt, hat das die Belegschaft ebenso zu halten. Heute bekommen Mitarbeiter schon Vorwürfe zu hören, weil sie einen Zahnarzttermin nicht Monate vorher anmeldeten!

cecotto
01
18.8.2011, 13:16

na ob der chef da noch mim loben zusammenkommt bei -40 std ;)

zeekaa
02
18.8.2011, 13:11
Eine Gegenströmung zur...

..."ned g'schimpft is a scho g'lobt"-Theorie?

Andreas W
09
18.8.2011, 11:57
Sozialromantiker?

Wieso soll man Sklaven denn loben? Möglichst geringer Lohn für möglichst viel Schufterei und immer die Peitsche (Arbeitslosigkeitsdrohung a la Sorger) im Nacken, dann spurt das Pack schon!
Und wenn das in Ö nicht durchgeht, gemma halt nach Moldawien, gell Herr Androsch (natürlich nur mit dem Betrieb, denn welcher Reiche will schon dort leben)?

ai1
05
17.8.2011, 21:42
mitarbeiterbefragung

lt einer mitarbeiterumfrage sind die kollegen nur von vollidioten umgeben, jeder glaubt nur er wisse bescheid, alle leiferanten sind inkompetent, die kunden sowieso und die größten volltrottel sitzen in der chefetage.

woody999
00
19.8.2011, 12:50
oh wie recht haben sie!

alle anderen sind dumm und unfähig! nur selbst macht man keine fehler und ist perfekt und ein leistungsträger!

im einzelgespräch gibt kaum einer zu fehler zu machen und vielleicht sich doch nicht so gut auszukennen. aber alle anderen sind flaschen.

wann wird die arbeitswelt endlich wieder menschlicher und die menschen gehen mit einander wertschätzend um? achja erst nach der großen katastrofe wird es vielleicht so sein! vorher hauen wir und alle gegenseitig vor lauter neid und angst die hakeln ins kreuz! wehe man zeigt schwäche! und noch eine drauf!

maaa bin ich froh, dass ich selbständig bin und mein eigener chef! nie wieder angestellter in so einem klima!

hockshank
00
17.8.2011, 16:03

ah geh.

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