Anklage im Mordfall Hariri bestätigt und freigegeben

17. August 2011, 12:29

Beweismaterial hinreichend für Prozess - Mutmaßliche Mörder des libanesischen Ex-Ministerpräsidenten flüchtig

Den Haag - Das Sondertribunal für den Libanon (STL) hat die bisher geheim gehaltene Anklage gegen die mutmaßlichen Mörder des libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Rafik Hariri bestätigt. Das Beweismaterial sei hinreichend für einen Prozess und dürfe daher jetzt veröffentlicht werden, teilte das Tribunal in Leidschendam bei Den Haag ansässige Tribunal am Mittwoch mit.

Zuvor hatte der Sondergerichtshof bereits seine Anweisung zur Geheimhaltung der Namen der vier Angeklagten aufgehoben. Allerdings hatte die libanesische Justiz bereits am 9. August erklärt, die Festnahme der Männer sei nicht möglich, weil sie flüchtig seien und ihr Aufenthaltsort nicht bekannt sei.

Das STL hatte im Juni Haftbefehle gegen die mutmaßlichen Täter erlassen, bei denen es sich um Mitglieder und Funktionäre der schiitischen Hisbollah-Bewegung handelt. Unter ihnen ist auch Mustafa Badreddin, ein Schwager des Hisbollah-Kommandeurs Emad Mughnija, der 2008 in der syrischen Hauptstadt Damaskus durch einen Bombenanschlag ums Leben gekommen war. Es wird angenommen, dass sich die Verdächtigen in den Iran abgesetzt haben.

Die Staatsanwaltschaft beim Libanon-Tribunal wirft den Angeklagten vor, das Bombenattentat organisiert zu haben. Dabei waren Hariri und mehr als 20 weitere Menschen am 14. Februar 2005 in Beirut getötet worden. Der Geschäftsmann Hariri war von 2000 bis 2004 libanesischer Ministerpräsident.

Staatsanwalt Daniel Bellemare begrüßte die Freigabe der Anklageschrift, deren Inhalt allerdings zuvor weitgehend in die Medien durchgesickert war. Die Öffentlichkeit könne sich nun ein exaktes Bild von den Vorwürfen im Zusammenhang mit dem Hariri-Mord machen. "Die ganze Story wird sich allerdings erst im Gerichtssaal entfalten, wo ein öffentlicher, fairer und transparenter Prozess zu einem Urteil führen wird", sagte er. Die Prüfkammer des STL betonte, die Freigabe der Anklageschrift "bedeutet nicht, dass die Angeklagten schuldig sind, sondern lediglich, dass es genügend Material für einen Prozess gibt". (APA)

ZeitgeistRL
31
17.8.2011, 21:40
Irgend jemand muss man ja die Schuld zu weisen.

Am Harriri Mord ist Interessant das man nur bei (so gesagten Feinden ) Israels die Schuld gesucht hat. Iran, Syrien, Hisbollah.
Das dieser Mord dem Libanon sehr schaden würde haben alle gewusst, vor allem dem Mossad oder CIA oder einigen europäischen Geheimdiensten. Der Mord hat der Hisbolla jedenfalls nichts genutzt, der Libanon ist eine Demokratie mit legitimen Wahlen also wäre die Hisbollah früher oder später so oder so an die Macht gekommen. Obs dem Westen passt oder nicht.
Vielleicht hätte man einfach mal in andere Richtungen Ermitteln sollen z. B. starke Geheimdienste die auch sonst wo in der Welt Länder mit schmutzigen Aktionen ins Chaos stürzen.

Pele_2008
11
17.8.2011, 23:59
Wieso irgendjemandem?

Den Israelis natürlich. Und den Juden. Und den Radlfahrern. Weil die sind ja immer schuld! Weiss doch jeder!

Adams, 42 Adams
01
17.8.2011, 20:09
schuld sind die Amerikaner und die Pensionisten aber auch etwas die Delfine

Josef Hader

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