Uneinigkeit bei SPÖ

SPÖ-Kommunalsprecher gegen zwanghafte Gemeindefusionen

17. August 2011, 11:25

Gaßner will sich "nicht am Halali auf Kleingemeinden" beteiligen

Wien - Innerhalb der SPÖ herrscht Uneinigkeit beim Thema Gemeindefusionen. Während Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter jüngst einen entsprechenden Appell an die Länder gerichtet hatte, der auch Sanktionen für reformunwillige Gemeinden vorsieht, sprach sich Kommunalsprecher Kurt Gaßner am Mittwoch gegen ein von außen verordnetes Zusammenschließen aus.

Seit einiger Zeit geistere ein neues "Zauberwort", nämlich Gemeindefusionen, herum, so Gaßner in einer Aussendung, ohne dezidiert Bezug auf Kräuter zu nehmen. "Mit der Fusionierung von Gemeinden erhoffen sich manche sogenannte Experten offenbar finanzielle Wunder, ohne je berechnet zu haben, was eine Fusion wirklich bringt." Wenn sich Gemeinden aus Überzeugung zusammenschließen, "spricht alles für eine Fusion", so der Nationalratsabgeordnete. "Ein von außen verordnetes Zusammenschließen, verbunden mit Sanktionen und Zwang, kann nicht funktionieren und entstammt als Idee einer gemeindefernen Denkweise."

Forderng nach transparenter Finanzierung

Es gebe seit Jahren zwischen Gemeinden Kooperationen auf unterschiedlichsten Ebenen. Der Vorwurf, Gemeinden seien nicht in der Lage, ökonomische Vorteile zu nutzen, gehe ins Leere. "Was Gemeinden dringend brauchen, sind nicht gut gemeinte Ratschläge zur Fusionierung, wenn ihre Einwohnerzahl unter einer bestimmten Grenze liegt, sondern eine transparente, nachvollziehbare Finanzierungsbasis, die sie in die Lage versetzt, die von ihnen erwarteten Aufgaben zu erfüllen." Als Kommunalsprecher der SPÖ werde er sich "nicht am Halali auf Kleingemeinden beteiligen", erklärte Gaßner. (APA)

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11 Postings
Kremser
00
19.8.2011, 08:13
Ich weiß zwar auch nicht,

aber irgendwie kommen mir die Gemeinden so überaus wichtig, so aufgebläht vor!
Man müßte ihnen mal ein wenig die Luft auslassen, sprich Kompetenzen abnehmen und z.B. an die BH geben und vor allem die Gagen der Funktionäre auf ein normales Maß reduzieren, 10% der jetzigen? wär das was?

FFluXXuSS
00
21.11.2011, 12:08
Do tät si kana gfrein!

Mit den von Ihnen verordneten 20€ kann ich im Monat November statt verlangter 3 Geschenkkörbe nur mehr einen halben füllen.
Oder verlangen Sie von "Funktionären" (Gemeinderäten), dass sie (zur Strafe und weil es ihnen so einfällt) privat alle Aufwendungen zahlen?
Wie viele drängeln sich in ihrer Gemeinde für diese Funktion? Es werden immer weniger, auch wegen mieselsüchtiger Kommentatoren, Prost!

kein ende
00
18.8.2011, 23:55

gassner, gehns gassi mit den braunjopplern

Ohr O Pax
00
18.8.2011, 09:44
Und wieder der nächste Blockierer

einer engagierten, guten Idee.
Kommt wohl vom gleichen Stammtisch wie Khol, Blecha, Neugebauer und all die unzähligen anderen Totengräber eines reformierten, schlanken, effizienten Staates.

Kondratjew -Zyklus
 
00
18.8.2011, 03:26
Die "zwanghafte" Entwicklung ergibt sich schon rein aus der Finanzlage.

Aber da wird sich wohl die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten querlegen.

site:°~+*-||!#.\>
04
17.8.2011, 14:59

Jaja, die kleingeistigen Besitzstandswahrer verteidigen ihre Futtertröge.

Kann der Herr Reformverhinderer erklären, warum es in Schweden möglich war, 2500 Gemeinden auf momentan 290 zu fusionieren, die in 21 Provinzen (in Zukunft 8-10) verwaltet werden, und warum das kleinere Österreich 2357 Gemeinden braucht?

Schweden ist nicht föderal organisiert, hat eine geringe Staatsverschuldung, eine eigene stabile Währung, und trotzdem oder gerade deswegen mehr Demokratie und Bürgerrechte.

Auch Kommunalsprecher sollten mal über den Tellerrand blicken.

lasse reden
 
04
17.8.2011, 13:29
Na endlich ein bisschen Bewegung.

Warum man da überhaup eine Diskussion startet ist mir schleierhaft.

Ich wohne in einer Gemeinde mit ca.780 Einwohnern und das Gemeinde Amt braucht 4 Angestellte?

Ich hoffe das die Zusammenlegung so schnell wie möglich kommt und auch ausreichend große Gemeinden entstehen. Bei uns werden 5 Gemeinden zusammengelget da sparren wir schon mal 4 Bürgermeister also was soll bei dieser (Milchmädchen) Rechnung nicht stimmen.

Und noch ein Satz zum Nachdenken:

Die Veränderung schafft neue Möglichkeiten und Denkweisen.

LL MM
20
17.8.2011, 14:11

Also unser Gemeindeamt (also die Leute, die im Büro sitzen) hat grad einen Angestellten und unser Dorf ist etwas größer. In den Nachbargemeinden schaut es ähnlich aus. Ich wüsste auch nicht, wo man da dann allzu viel einsparen könnte.

Zinnmo
 
01
17.8.2011, 16:34

Es gibt üblicherweise z.B. auch noch Arbeiter im Bauhof. Gerade dort wären die Synergioen riesig. Nicht jeden Gemeinde braucht jedes Equipment.

LL MM
20
17.8.2011, 16:59

Bei uns gibt es Gemeindearbeiter, die das nebenher erledigen. Die stehen nicht den ganzen Tag dort rum.

Johannes99
101
17.8.2011, 12:41
Kräuters Konzepte sind gestrig

Es gibt ja genaue Kostenrechnungen, was Gemeindeverwaltungen in welcher Größenordnung kosten. Ersparen tut er sich gleich nix. Aber macht nichts, Hauptsache, in der Zeitung waren wir wieder einmal, der Werner F. wird sich freuen über diesen "Leistungsnachweis". Fangen S' oben zu denken an, Herr Kräuter, im Bund, da liegt das Geld ...

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