Fall Kührer: Ehemaliger Pkw von Michael K. in Litauen sichergestellt

17. August 2011, 11:02

Staatsanwalt: Gefundene Faserspuren werden auf DNA untersucht

Korneuburg/Hollabrunn - Im Kriminalfall Julia Kührer - die Leiche der fünf Jahre vermissten 16-Jährigen wurde Ende Juni in einem Keller im Weinviertel entdeckt - gibt es dem ORF Niederösterreich zufolge einen neuen Ermittlungsansatz: In Litauen sei ein Auto aufgetaucht, das damals dem Verfügungsberechtigten über das Grundstück gehört hatte. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, bestätigte die Ermittlungen.

Laut NÖN-Online (Niederösterreichische Nachrichten) wurde das Fahrzeug in der Vorwoche sichergestellt und bereits vom Landeskriminalamt untersucht. Dabei seien rund 80 Spuren sichergestellt und die Liste der Staatsanwaltschaft Korneuburg übergeben worden. Diese entscheide nun, welche und wie viele Spuren untersucht werden. Dem ORF zufolge habe der Wagen, den Michael K. (50) nach dem Verschwinden des Mädchens verkauft hätte, seither mehrmals den Besitzer gewechselt. Seitens des Bundeskriminalamts gebe es dazu keine Stellungnahme, so der ORF NÖ.

DNA-Test

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, erläuterte am Mittwoch, dass es sich um gefundene Faserspuren handle. Diese werden nun auf DNA untersucht, was sicher mehrere Wochen in Anspruch nehmen werde. Für die Staatsanwaltschaft gelte K. weiter als verdächtig, so Köhl. Ob oder welche Ermittlungsansätze in dem Fall noch verfolgt werden, beantwortete er nicht.

Die Schülerin aus Pulkau im Bezirk Hollabrunn verschwand am 27. Juni 2006. Nach jahrelangen Ermittlungen rollte das Bundeskriminalamt den Fall im neu auf, wieder wurde jedem Hinweis nachgegangen. Im Mai 2010 wurden drei Verdächtige festgenommen, mit denen das Mädchen einer Zeugenaussage zufolge zuletzt gesehen worden war - aber kurz darauf mangels Indizien wieder enthaftet. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten dann Nachbarn - durch Zufall, wie es hieß - das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf einem Grundstück im nahen Dietmannsdorf. Auch Überreste von Schulbüchern und einer blauen Decke wurden gefunden.

Zahnanalysen und DNA-Tests bestätigten die Identität der Leiche. Der für die Ermittler tatverdächtige 50-Jährige wurde festgenommen, der zuständige Richter verneinte jedoch das Vorliegen eines dringenden Tatverdachts und verhängte keine U-Haft. In der Folge lehnte das Oberlandesgericht die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen die Enthaftung ab. Michael K. selbst beteuerte in zahlreichen Medien seine Unschuld, Unbekannte hätten die Tote auf seinem Grundstück abgelegt. (APA)

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24 Postings
Die (Irr-)Wege des Richters.......

sind unergründlich....

der mob hechelt schon...

damit hat der Hr. K. schon mal gelogen; angeblich wurden die Autos ja verschrottet

bin gespannt ob sich da noch verwertbare Spuren finden werden...

waaas? litauen hat das auto prompt ausgeliefert??

DAS ist diplomatie!

Gackerts wieda wenn das Ei gelegt ist..

d.h. eine Faser eindeutig zum Opfer passt.

stand nicht immer in den medien, das auto wurde verschrottet?

ich glaub der hatte 2 autos gleichzeitig

"Das Auto wurde verschrottet" hat ja Michael K. behauptet, was ihn nicht gerade unverdächtiger macht.

naja aus erfahrung kann ich sagen werden nicht alle fahrzeuge, die entsorgt werden, auch wirklich verschrottet - so manch eines wird günstig wieder hergerichtet und wieder verkauft

in Diesem Fall wäre das...

... der Monika Lewinsky Effekt?

Ich bin der letzte, der diesen Menschen, dem

nach meinem Eindruck die Verlogenheit aus allen Poren trieft, verteidigen will, aber: wenn ich ein damals schon betagtes Gefährt vor fünf Jahren gerade noch irgendeinem Ostbewohner um ein paar Euro angedreht hätte, wäre ich heute auch 99%ig sicher, dass das Ding inzwischen verschrottet ist.

Nein, bei dem, was sonst im Osten herumfährt, sind unsere Schrottlauben fast noch Neuwagen.

weiss man inzwischen überhaupt schon obs mord war?

veröffentlicht hat man ja noch nichts, aber inzwischen müssts ja schon ergebnisse aus der untersuchung geben.
und selbst wenns mord war so ists wohl weitaus wahrscheinlicher dass die ballsuchenden leichenfinder die täter waren als der hausbesitzer.

Das waren Kinder und die Leiche war skeletiert. Ihre Aussage ist unlogisch!

Welche Kinder ?

Michael,

bists du?

Respekt vor der Arbeit der Polizei, das war keine leichte Aufgabe den Wagen über die Grenzen hinaus zu orten...

vielleicht hat der scheuch einen tip gegeben.

wenns um autodiebstahl gehen würde würden sies eh nicht finden!

(im sinn von mord > autodiebstahl und somit ein bissl genauer hinschauen)

Autodiebe bestehen üblicherweise nicht auf einen ordentlichen Kaufvertrag, bzw. auf eine korrekte Ummeldung samt Eintrag im Typenschein...das macht's dann auch ein bisserl schwieriger, gell!

ähm ja...

ich glaub ich muss das noch einmal neu aufrollen damit sies auch verstehen.

ein gestohlenes, sich in litauen befindliches, auto würde genauso gefunden werden KÖNNEN.
Da es aber zu viel zeit, geld, ressourcen, etc. verbrauchen würde es zu finden wird es irgendwann zu den akten gelegt und die versicherung zahlt.

da es sich in diesem fall um mord handelt, also das schwerste verbrechen, und sich eine soko seit jahren nur um diesen fall kümmert und sie jetzt einen verdächtigen haben und der noch dazu gesagt hat das auto sei verschrottet obwohl es eigentlich verkauft wurde und man dann eigentlich nur mehr in einer datenbank nach der fahrgestllnummer suchen muss, bin ich nicht sehr verwundert, dass es gefunden wurde.

beim verkauf ist ueblicherweise der kaeufer bekannt. Waehrend beim stehlen der dieb meisstens nicht seinen ausweis herzeigt.

und die ganz schlauen finden nun den unterschied zwischen verkaufen und stehlen ...

Naja...

....eine SOKO für nen gestohlenen Audi war ja mal ein gelebtes Beispiel für Stuergeldvernichtung! :=)

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