Österreicher berichten

Hungersnot in Afrika: Menschen teilen knappe Nahrung noch mit Vieh

17. August 2011, 10:46
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    foto: farah abdi warsameh/ap/dapd

    Die wenige Nahrung, die sie zur Verfügung haben, teilen die Bewohner der Dürreregion mit ihrem Vieh.

Rot-Kreuz-Helfer seit einigen Tagen im Süden Äthiopiens unterwegs

Wien/Moyale - Obwohl die Nahrung seit Monaten knapp ist, teilen die Menschen am Horn von Afrika das bisschen noch mit ihrem Vieh. Das berichtete der Vorarlberger Rot-Kreuz-Mitarbeiter Werner Meisinger. Er ist einer der Österreicher, die derzeit den Opfern der Dürrekatastrophe an Ort und Stelle Hilfe leisten. "Die Bewohner leben großteils von der Viehzucht, doch die ist nicht mehr möglich", erklärte Meisinger.

Mit einem internationalen Team von zehn Personen ist er seit einigen Tagen im Süden Äthiopiens unterwegs und besucht täglich zahlreiche Dörfer, um sich die Situation der Menschen schildern zu lassen. Und sofort erste Hilfsmaßnahmen einzuleiten - sei es durch Nahrungs- und Wasserlieferungen, durch das Verbessern des bestehenden Wasserversorgungssystems oder hilfreiche Tipps. "Wir müssen immer wieder erklären, dass sie die Tierkadaver sammeln und verbrennen sollen. Teilweise spielen Kinder inmitten der verendeten Tiere, die um die Dörfer verstreut liegen", so Meisinger.

Betroffenes Gebiet so groß wie Österreich

Auch gewisse Hygienestandards müssen vermittelt werden. "Es nützt nichts, wenn wir den Leuten Wasser bringen, das dann wieder durch schmutzige Kanister, schmutziges Geschirr oder kontaminierte Hände verunreinigt wird", erklärte der Vorarlberger weiter.

Das am stärksten von der Dürre betroffene Gebiet an der äthiopisch-kenianischen Grenze rund um die Stadt Moyale, die den Stützpunkt des Rot-Kreuz-Teams bildet, hat etwa die Größe von Österreich. Rund 350.000 Menschen leben dort weit verstreut in Dörfern mit 100 bis 500 Bewohnern. Diese Gegend ist Meisingers Schilderungen zufolge "nur noch braun, trocken, verbrannte Erde, keinerlei Grün", im Gegensatz zu dem Gebiet um die Hauptstadt Addis Abebba, in der noch Regen falle und Vegetation zu sehen sei.

Abwanderung verhindern

Das größte Ziel der Helfer ist es, die Bevölkerung so gut wie möglich mit dem Nötigsten zu versorgen, damit diese nicht zur Abwanderung gezwungen werden. Denn vor allem um den Viehbestand versorgen zu können, nehmen viele Menschen weite Wege auf sich. "Verenden die Tiere, hat man für die Kinder keine Milch mehr, Unterernährung ist die Folge", beschreibt der Rot-Kreuz-Mitarbeiter.

"Wir alle warten hier sehnsüchtig auf die nächste Regenperiode die Mitte September kommen soll. Kommt sie nicht, wird die derzeitige Katastrophe zu einer Megakatastrophe", betonte Meisinger. In ihrer Planung gehen die Helfer vom Ernstfall aus. (APA)

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24 Postings
Zuben Elgenubi
63
17.8.2011, 16:59

Die meisten von uns in der zivilisierten Welt leben recht gut, viele sogar in saus und braus.
Die Hungernden teilen das, was sie kaum haben, mit ihrem Vieh.
Wieviel teilen wir mit den hungernden Menschen?

< silence >
10
Ganz einfach:

Wenn wer zu beschränkt ist das Vieh zu schlachten wenn Hunger droht, also neben dem Steak verhungert, dann weigere ich mich zu helfen.

Sambapati
00
18.9.2011, 09:38

die betroffenen und das vieh hat somit die klügere denkweise als sie

hauptsache, sie fidnen sich einen GRUND

die reichsten a.l..er haben immer "gründe"

slartibartfaß der Umwandler
11
17.8.2011, 18:13

die roten stricherl zeigen durch die vollkommene beschränktheit und unmenschlichkeit unserer gesellschaft..

ricko
00
17.8.2011, 18:09
es gäbe mehr hilfsgüter und gelder, als äthiopiens/somalia brauchen könnte

die frage ist nicht wo her nehmen, sondern wie dort hin bringen:
hilfs-lkw's sind fette fliegen, welche den warlords des bürgerkriegs ins spinnennetz gehen

ricko
00
17.8.2011, 17:47
es gäbe mehr hilfsgüter und gelder, als äthiopiens/somalia brauchen könnte

die frage ist nicht wo her nehmen, sondern wie dort hin bringen:
hilfs-lkw's sind fette fliegen, welche den warlords des bürgerkriegs ins spinnennetz gehen

M L3
01
17.8.2011, 14:33
Da sollte man das Vieh doch wirklich vorher essen, bevor man verhungert, weil man seine eigene Nahrung verfüttert

Obwohl ich gerne Fleisch esse, würde ich obiges in diesem Fall bevorzugen.

Dhimmi
27
17.8.2011, 14:25
Bildung, Bildung, Bildung, Wissen

"Obwohl die Nahrung seit Monaten knapp ist, teilen die Menschen am Horn von Afrika das bisschen noch mit ihrem Vieh"

Wie kommt man dazu in vollkommen ungeeigneten Regionen VIEHZUCHT zu betreiben. Und zu allem Überfluss auch noch Rinder und Ziegen!
(Antwort: Prestigedenken)

Was kann man erwarten, wenn in Regionen, die nur Wenige ernähren können, die Geburtenrate aller Vernunft und Allem Sinn davongaloppiert?
(Kernproblem Überbevölkerung)

Was soll man von einer Not halten, die in manchen Gebieten auch noch durch religiösen Wahn verschlimmert wird?
(Stichwort Allahu Akbar)

Das ist kein böses Schicksal. Das ist hausgemacht.
Die Lösung des Problems ist Bildung und Wissen. Alles andere ist rumdoktern an den Symptomen.
(Wenn auch gegenwärtig n

RegallageR
20
17.8.2011, 18:02

na herr oberlehrer, dann ab in den flieger...und bilden.

sie sitzen vorm pc und rümpfen die nase ob der vermeintlichen ahnungslosigkeit der ärmsten der armen.

Sambapati
00
18.9.2011, 09:41

wenn das ein einzelner machen könnte, wäre schon getan. sie schreiben das, obwohl sie wissen, dass es nicht gut.

schnaps01
20
17.8.2011, 16:56

Ihre Ausführungen halte ich für teilweise Bullshit, denn niemand hier hat ein interesse, dass das Volk dort gebildet wird und deren Anführer da unten sind nur da, um dies ja zu verhindern, denn wüssten die Menschen dort was alles falsch läuft würden sie sofort wieder rebellieren, dies würde zu einem massaker führen, da die bezahlten Marionetten solche Aufstände niederschlagen würden.

Bildung und wissen sind die Antwort, hier haben sie recht, aber diese zu ermöglichen ist nicht ganz so einfach, vor allem liegt dies alles nicht allein in den Händen des Volkes, hier wäre vor allem die sogenannten Industrieländer gefragt, doch diese haben kein interesse daran, da man das Land dort, mit dem aktuellen Status besser ausbeuten kann.

Truth is a Troll
00
17.8.2011, 15:53

So ähnlich denk ich mir das auch oft, dann traut mann sich aber nicht fragen weil sobald man das irgendwie in frage stellt wird man von einigen angeschaut als hätte man gerade gesagt das 3. Reich war voll supi...

marmux
 
01
17.8.2011, 15:38
Ungeachtet der Tatsache

dass ich mit kaum einer einzigen Ihrer Ausführungen konform gehe, wie sehe Ihrer Meinung nach ein Lösungsansatz aus, die auch die augenblickliche Katastrophe eindämmt?
Außerdem ist es nahezu widerwärtig präpotent, zu erwähnen, dass dies hausgemacht ist. Setzen Sie sich neben ein Kind, das gerade verhungert, und erklären Sie der Mutter, dass man ihr leider nicht helfen könne, das ganze mit Schicksal nichts zu tun hätte und man aber dafür sorgen werde, dass zukünftige Generationen in der Region bessere Bildungsmöglichkeiten haben.

xxx...yyy...
01
17.8.2011, 15:52
was meinen sie mit bildung?

sollen die alle it-spezialisten werden? oder zumindest soviel mathe lernen um ausrechnen zu können wie lange sie mit einer handvoll wasser überleben können?

bildung ist schön und nett aber im zusammenhang mit der hungersnot in ostafrika nur ein luxusproblem.

Truth is a Troll
01
17.8.2011, 15:45

Warum geht das eine nur ohne dem anderen?
Akuthilfe und Zukunftsplanung können auch gemeinsam erledigt werden.

Widerwärtig präpotent ist es eher Leuten aussagen unterzujubeln die sie nie gemacht haben.

marmux
 
00
17.8.2011, 16:10
Sie habens ja richtig erwähnt

Es ist beides notwendig. Soforthilfe und langfristige Projekte, die das Basisproblem bekämpfen. Aber das ging aus dem ursprünglichen Post nicht hervor. Dafür wird aber zB die Überbevölkerung als ein Auslöser des Problems dargestellt. Der Kinderreichtum der äthiopischen Familien (über 5 im Durchschnitt) ist aber vielmehr eine notwendige Überlebensstrategie und nicht der Ursprung des Problems. Der Auslöser kommt in der logischen Kette viel später.

Truth is a Troll
01
17.8.2011, 19:43

1. Auslöser müssen in logischen Ketten immer vorher kommen.
2. Ging aber auch nichts von dem was du unterstellst aus dem Post hervor
3. Das Wort Teufelskreis sagt dir was?

marmux
 
00
17.8.2011, 23:52
Jetzt wirds aber lächerlich

zu 1.) Wenn ich ein logische Abfolge vom derzeitigen Status Quo zurückverfolge, befindet sich der Urzustand am anderen Ende der Kette und wird somit später ins Blickfeld des Betrachter kommen, als alle anderen Teile der Kette. Und genau das habe ich hier gemacht, weil wir kennen den Status Quo, die Hungerkatastrophe, und diskutieren über den Ursprung. i-Tüpferlreiten mag ja so manches Herz erfreuen, kann aber leicht lächerlich werden.
zu b) Dhimmi schreibt im letzten Satz "Alles andere (Anm.:außer das Fördern der Bildung) ist rumdoktern an den Symtomen." Der Artikel beschreibt Erlebtes von Soforthelfern, und er redet von "rumdoktern", was allgemein abwertend verwendet wird. Also unterstelle ich ihm, dass er der Soforthilfe nichts abgewinnt

Truth is a Troll
00
18.8.2011, 10:56

@1.. ok.. wenn du die kette umdrehst ja dann is hinten vorne *sigh*

@2 ok.. hat keinen sinn gegen solche methoden vorzugehen... das hinten was fehlt beim letzten satz und was da fehlt kann sich der vernunftbegabte denken.. du mach halt weiter mit deiner methode.

marmux
 
00
18.8.2011, 11:15
Also gut

Mag sein, dass ich mein erstes Post etwas zu emotional gestaltet habe. Wobei es schon etwas gewagt ist,zu vermuten, dass man den Teilsatz "(Wenn auch gegenwärtig n" inhaltlich im Sinne des Autors vervollständigen kann.

Truth is a Troll
00
19.8.2011, 10:40

Ok, einigen wir uns auf "red ma nochmal in ruhe bei Bier/Wasser/Wein darüber" ;)

Solardub
04
17.8.2011, 13:13
Frage:

Wenn die noch Vieh haben und das verendet, warum essen Sie das nicht? Hab auch schon bei einigen Aufnahmen gesehen, das viele Tierkadaver herumliegen. Warum werden die schwächsten Tiere nicht geschlachtet und dann verteilt?

< silence >
00
Weil sie zu deppert sind

Vieh ist Prestige, viel wertvoller als Frauen und erst recht Kinder.
Selber schuld.

Arbeit für die Zensur
00
17.8.2011, 10:54

Traurig, nur die Militärs dort, die teilen nur mit den Waffenhändlern!

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