Vor allem Frauen beziehen Mindestsicherung

17. August 2011, 11:21

Erste Zwischenbilanz: 60 Prozent der etwa 5.500 BezieherInnen der Mindestsicherung sind weiblich

Wien  - Etwa 5.500 NiederösterreicherInnen haben im Schnitt im ersten Halbjahr 2011 die Bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) bezogen: AlleinerzieherInnen, alte Menschen, die wegen mangelnden Pensionsanspruchs nicht in Pension gehen können, Arbeitslose. "Die Zahlen zeigen eines: Armut ist in Niederösterreich weiblich", sagt AKNÖ-Sozialexpertin Silvia Feuchtl. "60 Prozent der Mindestsicherungs-BezieherInnen sind Frauen." Besonders deutlich fällt der Geschlechterunterschied bei AlleinerzieherInnen aus. "Hier gibt es fast keine Männer", sagt Feuchtl.

Auch bei den Beziehern im Pensions-Alter überwiegen die Frauen: "325 Frauen im pensionsfähigen Alter bekommen Zahlungen aus der BMS, im Vergleich zu 73 Männern", sagt Feuchtl. Bei anderen Gruppen fällt eine ausführliche Analyse schwer. "Leider gibt es keine Daten, wie viele Menschen wegen niedrigen Arbeitslosengeldes oder geringen Einkommens etwa bei einer Teilzeitstelle BMS-Zahlungen bekommen", kritisiert die Expertin. "Nur mit diesen Daten ließe sich die Zahl der Working Poor in Niederösterreich abschätzen. Und das ist eine wichtige Voraussetzung für treffsichere Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Arbeiterkammer Niederösterreich-Vizepräsident Markus Wieser erneuert seine Forderung, dass die BMS 14-mal im Jahr ausbezahlt wird, so wie die Pension. "Wer von der Mindestsicherung leben muss, ist auf jeden zusätzlichen Euro angewiesen. In Niederösterreich würde das etwa 5 Millionen Euro im Jahr mehr kosten. Das ist leistbar." (red/derstandard.at, 17. August 2011)

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12 Postings
Carlos Clementin
00
22.8.2011, 14:43

Wer heute von einem Hilfsarbeitsjob oder gar Halbtagsjob in die ALG fällt ist mit Mindestsicherung besser dran als mit ALG-Geld !
Alleinstehende Frauen mit Kindern bekommen logischerweise schwerer einen Job, miest ist die Kinderbetreuung auch nicht gratis, sodass sich ein Job gar nicht auszahlt.
Eine weitere verschelierung geschieht durch die einfache Rechnung, dass getrennt leben und Frau mit Kind bezieht Mindestsicherung, Mann hat Hilfsarbeitsjob besser ist, als alle 3 Leben in einem "Loch" und das Klima stirbt aufgrund der Wohnsituation.

sonne-licht
 
10
20.8.2011, 09:52
warum sind die beamten nicht fähig

korrekte ausführliche daten zu erheben bzw. öffentlich zu machen?

die annahme der verschleierung der wahren situation der menschen in österreich ist offensichtlich bzw. die unfähigkeit der menschen die für diese daten verantwortlich sind!

wann wird endlich die transparenzdatenbank fertig gemacht bzw. warum wird sie verhindert mit augenwischerischen argumenten der privatsphäre oder datenschutzgesetz

menschen die etwas verschweigen was im interesse der österreicher ist, sollen an keinem öffentlichen posten arbeiten und steuergeld beziehen

wir brauchen keine absitzenden unkompetenden arbeitszeitbeamten die nur warten bis die dienstzeit vorbei ist

Jukebox
00
18.8.2011, 08:37
"Die Presse" vom 4.8.2011:

"In der Bundeshauptstadt gibt es rund sechs Mal so viele Empfänger wie in Niederösterreich"

Man bedenke, dass NÖ mehr Einwohner als Wien hat. Woran mag das liegen?!?

Krokokaterin
00
20.8.2011, 17:01
Aus einer Podiumsdikussion über Armutslagen

In kleineren Gemeinden ist es mit der Anonymität nicht weit her, da "schämen" sich die Menschen bedürftig zu sein. Nicht weil es in Niederösterreich keine Armen gibt....

F.B.R.
35
17.8.2011, 17:50
Meist handelt es sich bekqanntlich um Bäuerinnen

Vormittags im Stall, mittags den Antrag auf BMS abschicken, Nachmitags aufs Feld. Der Gatte bekommt als offizieller Bauer die Subventionen, sie holt sich die BMS ....

Ist aber nichts Neues, früher wurde das Spiel von den Agrariern mit der Arbeitslosenuntersützung gespielt - in den 80ern gab es auf jedem Hof eine "arbeitslose" Bäuerin. Und die AMS-Formulare hat der BB damals auch noch an die Bauern verteilt....

curieux
02
19.8.2011, 06:03
In Wien gibt es ja 6 mal so viele Bauern wie in Niederösterreich!

Bitte, einmal eine Woche auf einem Bauernhof mitarbeiten und erst dann wieder bl*d posten!

Anm: Ich bin kein Bauer (oder Gummistiefler, wie viele hier so abschätzig sagen, die nicht wissen, was sie essen).

O5
00
17.8.2011, 16:27

Das kommt davon wenn man Frauen möglichst lange vom Arbeitsmarkt fernhält. Kindergeld/Karenz auf maximal sechs Monate verkürzen und gut ists.

I. O.
00
18.8.2011, 18:26
... un wer aufpasst dann

auf die Kinder? Die Männer?Gibt es genügend Kinderbetreuungsplätze?

DoktorLecter
02
17.8.2011, 14:31

"Besonders deutlich fällt der Geschlechterunterschied bei AlleinerzieherInnen aus. Hier gibt es fast keine Männer"

Tja, woran das wohl liegen mag?

Jane Lane
 
00
21.8.2011, 07:27

Eine gute Frage.
Warum gibt es denn so wenig Männer, die mit 2, 3 Kindern unter der Armutsgrenze leben müssen...?

traurig aber wahr?
03
17.8.2011, 14:23
Nicht nur in NÖ ist die Armut weiblich!

Vielleicht setzen sich die werten PolitikerInnen einmal zusammen und überlegen, warum das so ist!

worry1
00
17.8.2011, 17:48
Das wäre aber das erste mal, daß die sich über

sowas Gedanken machen - wird sicher nicht vorkommen!

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