Zahnspange und Hotel am Westbahnhof

Ansichtssache
17. August 2011, 11:20

Die Umbauarbeiten an der Nahtstelle zwischen Innerer und Äußerer Mariahilferstraße sind fast abgeschlossen, die Eröffnung wird noch im Herbst stattfinden

Bild 1 von 15»
foto: (c) 2011 michael hierner/www.hierner.info

Dass in Wien so mancher Rekord aufgestellt wurde, ist ja allgemein bekannt. Dass es hier aber sogar die größte Zahnspange der Welt geben soll, ist neu. Fündig wird man am Westbahnhof, wo gerade die letzten Arbeiten an den beiden Zubauten "Spange" und "Hotel" fertiggestellt werden.

Eine Ansichtssache von Michael Hierner / www.hierner.info

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nicht so gut ist der durchblick

auf den dahinter befindlichen blauen altbau - irgendwie wurde das umfeld nicht wirklich gut mitgedacht bei den planungen

der mit abstand hässlichste neubau in ganz Wien

sieht sooo billig und schiach aus, das ist einfach unfassbar

Schildbürgerstreich

Leider haben die Schildbürger die Rolltreppen von der U3/U6 Halle nur zu 3/4 gebaut, oben muss man dann über Stiegen zu den Bahnsteigen. Was immer wieder für Freude bei Reisenden mit großen Koffern sorgt.

Es gibt in Ö jedenfalls mindestens genau so viele Architekten wie Fußballtrainer ...

Und außerdem hoffe ich, dass das Bild mit der Fassade des alten Westbahnhofs nicht wirklich schon dessen Zustand NACH einer Renovierung zeigt ...

da von vielen lesern die well/lochblech optik kritisert wurde:

es geht auch weniger trist und einfallslos:
http://tinyurl.com/3w68tyk

mir fallen an dem Gebäude vor allem die großen schwarzen Rechtecke auf, die bald mit unsäglicher Werbung bespielt werden.

Ist das aqäquate Form, wie 2011 Werbung im Stadtraum auf einem Vorzeigeprojekt gezeigt wird?
Kriegen die Architekten da keine Magengeschwüre? Es sieht einfach echt sch***e aus.

aus betrieblichen Gründen

Ich denke, auf den großen schwarzen Rechtecken kann man in Zukunft "... aus betrieblichen Gründen... Verspätung..." lesen.

Die Architekten werden ja wohl kein Geld für sowas bekommen haben!!

schön zu sehen, dass die ÖBB nun endlich zu sparen beginnt - zumindest bei der fassade.

Kommt da wirklich keine Fassade drauf?

Stimmrecht

In Zeiten von Facebook, Twitter und Co. sollte es doch kein Problem mehr sein, die Juroren durch die breite Masse zu ersetzen.
Mir kommt es so vor, als wollte man dem Denkmalamt eins auswischen.

Denkmalschutz

schon sehr fragwürdig - der alte Teils des Bahnhofs ist einfach hässlichst, hätte gleich mitabgerissen gehört.

Das Wellblech bleibt?

Ich dachte, das ist die Baustellen-Schutzbeplankung.
Abgesehen davon ist mir neu, dass es nur Glas oder Wellblech als mögliche Oberflächenmaterialien gibt...

es sollte dir eher neu sein das es nicht immer eine putzfassade sein muss.

Zum Glück gibts irgendwann den Hauptbahnhof

Keine Ahnung wie der Hauptbahnhof architektonisch wird, aber für den Europaplatz muss man sich ja mittlerweile genieren. Also gut dass die Touristen nicht mehr am Westbahnhof ankommen werden.

Mich würde ja interessieren die Modelle vom damaligen Wettbewerb "Wien West" zu sehen. Im Protokoll der damaligen Jury ist jedenfalls nichts davon zu lesen, dass es irgendwen gestört hätte, dass die neuen Gebäude derart nahe bei den alten stehen und diese regelrecht erdrücken werden.

Das Protokoll liest sich so, dass jeder Juror nur auf jene Aspekte geachtet hat, die ihm persönlich bzw. aufgrund seiner Rolle wichtig waren. Aber auf den optischen Gesamteindruck haben die anscheinend nicht geachtet.

die beiden gebäude standen auch im wettbewerbsentwurf so nahe am westbahnhof. allerdings hatte das gebäude ursprünglich noch pfeiler die den tragenden teil hielten und die spange war dicker. außerdem war die fassade etwas anders, nämlich viel glatter.

ich finds schade, dass sich nicht schon damals wer aufgeregt hat. stattdessen wurde der entwurf genommen und es gab kaum diskussion.

hier der ur-entwurf: http://www.ifoer.tuwien.ac.at/lva/frei/... -4-web.jpg

und hier dann die version 2: http://images.derstandard.at/t/12/2007... stb300.jpg

gebaut wurde letztendlich dann version 3.

Wie im Ostblock

Mich erinnert das irgendwie an den ehem. Ostblock:

Alte und moderne Gebäude völlig geschmacklos eng aneinander gepfercht.

adolf loos: fünfstöckiges mährisch-ostrau

ich weiss, tiefste 80er... aber jedes Mal, wenn ich davorstehe, bin ich überwältigt:

http://www.paris.citysam.de/fotos-par... rche-1.jpg

Der Unterschied: Die Franzosen hatten ein Gesamtkonzept!

Defense ist nich angepickt an irgendeine Altbausstruktur und erwürgt nicht irgendwelche Denkmalgeschützten 60er-Bauten, sondern ist auf dem Platz freigestellt.

Genau das hat man in Wien versäumt - eine Neugestaltung des gesamten Europaplatzes, vor allem eine Tieferlegung des IV (in die bereits vorhandenen (!) Tunnels unter den Gürtelfahrbahnen)

Vielen Dank für Ihrern Beitrag - er zeigt die Zahnspangenkatastrophe umso deutlicher!

Ach Gott, da könnte man depressiv werden, bei so viel Provinzarchitektur.

aber bitte, mit der defense doch wirklich nicht vergleichbar!

eigentlich schon...

man hätte nur anstatt dieser grauslichen, geschmacklosen, billigen, ekligen Wellblachfassade weissen Marmor einsetzen können und das Ganze wäre um ein Vielfaches angenehmer anzusehen.

dieses grausliche in der luft hängende eck ist eine optische katastrohpe- la defense ist der erweiterte triumphbogen in der verlängerung der champs élisées. gleich: die verherrlichung der "staatsmacht"

OK !

Jetzt wissen alle was statisch alles möglich ist . Aber nun tuts das bitte wieder weg .

Die Welt-Architektur ist es nicht, aber trotzdem garnicht mal so schlecht. Interessant auch, daß es überhaupt möglich ist 2 grosse Gebäude so nah zueinander zu stellen.
ich würde sagen hier wurde vieles richtig gemacht, bis auf das kleine Detail, daß da ja auch noch der alte Westbahnhof herumsteht.

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