1:1 im Hinspiel im Playoff gegen BATE Borisow in Minsk lässt Grazern beste Chancen auf vierte Teilnahme an der Champions League
Minsk - Sturm Graz darf sich große Hoffnungen auf den Einzug
in die Gruppenphase der Fußball-Champions-League machen. Österreichs
Meister holte am Dienstag vor 13.000 Zuschauern im Dinamo-Stadion von
Minsk ein 1:1 gegen BATE Borisow und hat nun im Playoff-Rückspiel am
24. August in der UPC-Arena alle Trümpfe in der Hand, zum vierten Mal
in der Vereinsgeschichte in der Millionenliga vertreten zu sein.
Weber hatte das Team von Trainer Franco Foda in der 12. Minute in Führung
gebracht.
Simic gelang in der 59. Minute nur noch der Ausgleich für die
Hausherren. BATE hatte zwar mehr vom Spiel und kämpfte bis zum
Schluss verbissen um eine bessere Ausgangsposition, allerdings wurde
der weißrussische Champion nur selten wirklich gefährlich.
Schon in der Anfangsphase wurde deutlich, dass es den ersatzgeschwächten Gastgebern etwas an Inspiration mangelte.
Sturm hielt Borisow ohne große Mühe vom eigenen Strafraum weg
und schaffte es immer wieder, nach den häufigen Ballverlusten des
Gegners Konter anzusetzen. So auch in der 12. Minute: Weber
nützte einen Abspielfehler und leitete den Ball zu Szabics weiter. Dieser schickte dann Weber auf die Reise und der
defensive Mittelfeldspieler erzielte mit seinem Schuss zwischen die
Beine von BATE-Goalie Gutor das so wichtige Auswärtstor für die Grazer.
Nur ein einziges Mal wurde es für die Österreicher brenzlig,
Filipenko schlenzte in der 34. Minute den Ball aus rund acht Metern jedoch am langen
Eck vorbei. Praktisch im Gegenzug missglückte Szabics ein
Kopfball aus guter Position nach Flanke von Kienast. In der 43. Minute
ließ Dudic eine noch viel größere Chance zum 2:0 aus: Der Serbe stand nach einer
Freistoßflanke von Säumel plötzlich völlig allein drei Meter vor dem
Tor - und war darüber so überrascht, dass er den Ball verfehlte. Das leichtfertige Vernebeln dieser Chancen war das einzige, dass an einer konzentrierten Vorstellung der Grazer vor der Pause zu bemängeln war.
BATE startete dann ambitioniert in die zweite Halbzeit. In der 59. Minute brachte Rodjonow einen
Freistoß mit viel Gefühlt zur Mitte und Simic durfte aus kurzer Distanz relativ
unbedrängt zum 1:1 einköpfeln. Sturm hatte sich in dieser Phase zu weit zurückfallen
lassen, präsentierte sich danach aber wieder etwas spielfreudiger. Zu Chancen kamen die Grazer allerdings nicht mehr.
Erst in den letzten Minuten, als Borisow alles auf eine Karte
setzte, verwandelte sich die Partie in eine Abwehrschlacht der Schwarz-Weißen. Das Rückzugsgefecht erfüllte schließlich seinen Zweck, da die
Weißrussen ihre Angriffe zu planlos vortrugen und in der Nachspielzeit noch eine Riesenchance vergaben - sehr zur Freude der
rund 50 mitgereisten Sturm-Fans. 36 von ihnen hatten sogar eine 24-stündige Busreise in die weißrussische Hauptstadt auf sich genommen. (red/APA)
Qualifikation zur Champions-League -
Playoff, Hinspiel:
FC BATE Borisow - SK Sturm Graz 1:1
(0:1). Minsk, Dinamo-Stadion, 13.000, SR Svein Oddvar Moen (NOR).
Tore: 0:1 (12.) Weber, 1:1 (59.) Simic
BATE: Gutor - Jurewitsch, Filipenko, Simic, Bordatschew
(82. A. Wolodko) - Olechnowitsch - Patotski (46. Gordejtschuk), Baga,
Nechajtschik - Kontsewoj - Rodjonow (69. Rudik)
Sturm: Gratzei - Standfest, Dudic, Burgstaller, Popchadse -
Hölzl (88. Ehrenreich), Weber, Säumel, Bukva - Kienast, Szabics (72.
Muratovic)
Gelbe Karten: Rodjonow, Rudik bzw. Säumel
Rückspiel am 24. August (20.45 Uhr/live ORF 1 und Sky) in der
Grazer
UPC-Arena - Aufsteiger in der Gruppenphase der Champions League,
Verlierer in der Gruppenphase der Europa League.