Tschaikowskys "Iolanta"

Die Stimme als Regisseurin

16. August 2011, 17:16
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    foto: apa/neumayr

    Ungefährdete Qualität: Anna Netrebko.

Tolles Sängerensemble bei Tschaikowskys "Iolanta" im Großen Festspielhaus

Salzburg - Keine Regie bei dieser Opernaufführung: Das könne der Imaginationskraft der Zuschauer weite Räume öffnen, meinte Anna Netrebko im Vorfeld. Und tatsächlich: Die klügste Regie brächte nicht mehr szenische Spannung zustande als Netrebko mit reiner Soprankunst. Technisch perfekter Registerausgleich lässt ihre Stimme in jeder Lage strahlen. Ihre leisen Töne sind klangvoll und reich timbriert wie die großen Linien.

Mit Netrebko stehen in Tschaikowskys letzter Oper Iolanta gleich zwei strahlende Tenöre auf der Bühne: Alexey Markov (als Robert von Burgund) und Piotr Beczala (als Graf Vaudémont), der sich zunächst zwischen piano und pianissimo diskret gab, um erst im Duett mit Netrebko durch strahlenden Linien zu begeistern. Hochkarätig besetzt auch die weiteren Rollen - mit John Relyea (als König René), Evgeny Nikitin (als Arzt Ibn-Hakia) oder Maria Radner (als Amme Martha).

Ivor Bolton und das Mozarteumorchester Salzburg trugen die Sänger mit ihrem ebenso farbintensiven wie detailreichen Orchesterklang, verzichteten auf Opulenz und präsentierten die Musik Tschaikowskys in aller Vielschichtigkeit - und taten dies auch bei den strengen Rhythmen und transparenten Klängen von Igor Strawinskys erster Oper Le Rossignol, die zuvor im großen Festspielhaus erklang und auf Andersens Märchen von der chinesischen Nachtigall basiert.

Julia Novikova bezauberte als Nachtigall mit immer feineren Koloraturen nicht nur den alten König. Und: Ein junger Sopranstern scheint mit Julia Lezhneva aufzugehen, die mit den kleinen Partien der Köchin in Le Rossignol und der Brigitta in Iolanta viel Aufmerksamkeit errang. Ebenso überzeugend wirkten Antonio Poli (als Fischer), Andrei Bondarenko (als Kaiser) oder André Schuen (als Kammerherr). (Heidemarie Klabacher/DER STANDARD, Printausgabe, 17. 8. 2011)

klouda
00
21.8.2011, 01:17
Die Kritiker

Früher warem sie gemein und Böse, jetzt sind sie inkompetent. Wem sollen solche Kritiken helfen, weisst Gott... (vielleicht ein Unterhaltungswert?)

Giuseppe Verdi
01
18.8.2011, 07:30
sie jammern hier dann lesen sie mal den kurier

das nievau und die unwissenheit dieser kurturschreiberline wird immer mieser.

gut das diese online gratis sind denn zahlen für den mist wäre doch zu teuer!

nix für ungut frau klarbacher.

Olli Dekan
00
18.8.2011, 01:12
Fortsetzung

Ob des offen dargestellten Dilettantismus dieser Kritikerin, bleibt eigentlich nur noch das Wort Schillers, der Pharao Amasis im "Ring des Polykrates" sagen lässt:
"Hier wendet sich der Gast mit Grausen" !!!!!!!!

Olli Dekan
00
18.8.2011, 01:03
Die Stimmer als Regisseurin

Es ist nicht einmal ansatzweise nachvollziehbar, dass es offenbar für die Verfasserin obiger "Besprechung" nicht möglich war, den Unterschied zwischen einem ausgezeichneten Bariton und einem absoluten Weltklassetenor, Herrn Beczala zu erhören, aber dann sollte es doch zumindest möglich sein, sich über die Protagonisten und deren Stimmfach in dieser Oper zu informieren.
Es ist aber schlichtweg dreist, mit dem, im selben Text klar gezeigten, völligen Unwissen bezüglich Stimmen und deren Handhabung, Frau Netrebko einen perfekten Registerausgleich zuzugestehen, was sachlich ja wohl eher zufällig richtig angemerkt ist, was aber Frau Netrebko, von einer "derartigen" Fachkraft zugesprochen, eher entsetzen dürfte.
Ob dieses offen dargestellten Dile

Ronald Schneider
00
17.8.2011, 08:50
Die Stimme als Regisseurin

Gibt es in der Redaktion jemanden, der Frau Klabacher den Unterschied zwischen Tenor und Bariton erklaeren koennte? Herr Markov ist Bariton, nicht Tenor!

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