Arbeitnehmer in Zürich, Sydney und Luxemburg können sich am meisten leisten - Ohne Mieten liegt Wiener Preisniveau auf Platz 11
Wien - Zürich, Sydney und Luxemburg sind die Städte, in denen Angestellte - brutto wie netto - die höchste Kaufkraft haben. Wien belegt unter 73 verglichenen Städten den 24. Platz. Dies geht aus der aktuellen Studie "Preise und Löhne" der Schweizer Großbank UBS hervor. Sie hat dazu weltweit die Preise für 122 Güter und Dienstleistungen verglichen. Als teuerste Städte werden Oslo, Zürich und Genf ausgewiesen, Wien rangiert ohne Mieten auf dem elften Platz, inklusive Mieten am 20. Platz.
Die gestiegenen Abstände bei Löhnen und Preisen zwischen Schweizer Städten und jenen in der Eurozone resultieren laut UBS nicht zuletzt aus der Eurokrise und dem harten Schweizer Franken. Die teuerste deutsche Stadt ist München, sie belegt den 16. Platz. Die Städte Manila, Mumbai und Delhi sind hingegen die Schlusslichter, dort sind die Preise am niedrigsten. Die untersuchten US-amerikanischen Städte weisen laut UBS ein niedrigeres Preisniveau als in den Jahren zuvor auf, was an der Abwertung des Dollars gegenüber anderen Weltwährungen liege.
Die höchsten Bruttolöhne werden auch weiterhin in der Schweiz bezahlt: Hier führt Zürich vor Genf und Kopenhagen, Wien landet auf dem 23. Platz. Schlusslichter bei den Gehältern sind Mumbai, Manila und Nairobi. Die Länder mit den höchsten Wachstumsraten - darunter China, Indien oder Brasilien - würden laut UBS lange brauchen, um sich aus der Gruppe der Schwellenländer zu lösen. So konnten beispielsweise Shanghai und Doha, trotz hoher Wachstumsraten, nur um einen beziehungsweise drei Plätze bei der Kaufkraft aufrücken. (APA)