Flughafen Wien-Schwechat

Geplante dritte Piste: Wien kritisiert Verteilung von Flugbewegungen

16. August 2011, 14:50
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    apa-foto: georg hochmuth

    Ob der Flughafen Wien-Schwecht eine dritte Piste erhält, könnte sich bis Jahresbeginn 2012 entscheiden.

SP-Umweltsprecher: Anstieg in Liesing sei nicht akzeptabel - Grüne wollen auf Erweiterung komplett verzichten

Wien - Die Stadt Wien ist mit den Planungen für die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat nicht wirklich zufrieden. Der Umweltsprecher der Wiener SPÖ, Erich Valentin, hat am Dienstag im Gespräch mit Journalisten betont, dass es aus Sicht der Stadt noch Kritik an den geplanten Flugrouten gebe. Er forderte Reduzierungen bei den Anflügen über den Westen und warnte davor, dass laut derzeitigem Planungsstand mehr Flugzeuge über Liesing fliegen würden.

Die Notwendigkeit einer neuen Start- und Landespiste werde nicht in Abrede gestellt, betonte Valentin. Der Flughafen sei ein Wirtschaftsmotor und wichtiger Arbeitgeber. "Die dritte Piste soll eine wirtschaftlich positive Entwicklung des Airports, aber auch eine Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Anrainer bringen", erklärte er. Laut dem SP-Politiker gibt es diesbezüglich bereits Erfolge zu vermelden.

Liesing: Weniger An-, mehr Abflüge

So sei geplant, Anflüge über die Donaustadt - etwa über den Stadtteil Essling - nicht gerade, sondern gekurvt durchzuführen. Der sogenannte Curved Approach könnte über weniger besiedelte Gebiete geführt werden. "Sehr zufrieden" ist die Stadt laut Valentin auch damit, dass es auch keine geraden Anflüge auf die neue Piste über den Südwesten der Stadt geben wird.

Jedoch soll genau dort die Anzahl der Abflüge erhöht werden, beklagte Valentin - gemeinsam mit anwesenden Vertretern von Bürgerinitiativen. So sei etwa vorgesehen, dass der Prozentanteil der Abflüge über Liesing um das 2,5-fache erhöht werde. Zudem seien zwar Entlastungen für die West-Einflugsroute geplant, aber nur sehr geringe. Dies sei nicht akzeptabel, die Reduktion müsse umfangreicher ausfallen.

"Da gehört noch einiges verbessert, die stark besiedelten Gebiete müssen im Zuge der Neuordnung der Starts und Landungen massiv entlastet werden", forderte Valentin. Er verwies auf die Ende August beginnende mündliche Verhandlung bzw. öffentliche Diskussion der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), bei der Wien seine Sicht der Dinge erneut zur Sprache bringen will.

Flugrouten nicht Teil der UVP

Jedoch: Wie Viktor Horak von der Bürgerinitiative gegen Abfluglärm in Liesing kritisierte, sind die Routen selbst gar nicht Teil der UVP. Diese wird vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung durchgeführt. Laut Erich Valentin könnten im Bescheid aber zumindest Auflagen vorgesehen sein, die dann bei der Planung der Flugrouten berücksichtigt werden müssen.

"Es ist uns schon klar, dass wir den Fluglärm nicht wegbekommen werden, aber es geht uns darum, zu minimieren", so Valentin. Die dritte Piste könnte laut Stadt durchaus dazu beitragen. "Ich befürchte nur, dass die dritte Piste noch länger nicht kommen wird", mutmaßte der SP-Politiker. Denn vom "Go" durch den Vorstand bis zur Fertigstellung würden mindestens sieben Jahre vergehen.

Grüne wollen ganz verzichten

Doch es gibt - etwa von den Grünen - auch die Forderung, überhaupt auf die dritte Piste zu verzichten. Auch nach Bildung der gemeinsamen Regierungskoalition mit der SPÖ ist die Ökopartei davon nicht abgerückt: "Wer angesichts der wirtschaftlichen Entwicklungen immer noch für eine dritte Piste eintritt, hat Augen und Ohren verschlossen", zeigte sich der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Rüdiger Maresch, erst kürzlich in einer Aussendung überzeugt.

Ein von der niederösterreichischen Umweltbehörde eingeholtes Gutachten hat zuletzt ergeben, dass die dritte Piste als umweltverträglich gilt. Die positive Expertise bedeute jedoch nicht notwendig, dass auch der endgültige Bescheid positiv sein werde, hatte die Behörde betont. Ein solcher könnte zu Jahresbeginn 2012 vorliegen. (APA)

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fasziniert
00
Es ist höchste Zeit Startrouten, die unnötig über dicht besiedeltes Gebiet gehen, einzustellen

den Airlines und deren Passagieren ist ein kleiner Umweg rund um Wien und dessen dicht besiedelte Gebiete im Süden bzw. Norden absolut zumutbar. Dazu bedarf es sicher keiner 3. Piste, die nicht nur mehr Lärm sondern auch mehr krebserregenden Feinstaub, Bodenversauerung u.a. mit sich bringt.

http://www.fluglaerm.at/liesing/D... er2011.pdf

delta
63
17.8.2011, 13:19
Wien ist eben (noch nicht) primär kein Zubingerflughafen nach MUC und FRA

JA, ZUM AUSBAU EINER PARALLELPISTE!
OHNE DIESE VERLIERT UNSER FLUGHAFEN ÜBER KURZ ODER LANG SEINE (Verkehrsknotenpunkt-) HUB-FUNKTION! DAS BEDEUTET:
a) Tausende Arbeitsplätze gehen verloren; Mitbewerber (u.a. MUC) profitieren dankend davon
Arbeitsplätze sind für unser Pensionssystem elementar wichtig!
b) Wien verliert als Tourismusstadt wesentlich an Bedeutung
c) Wien als führende Kongressstadt (1. Platz weltweit i.J. 2010!) wird Geschichte
d) die Ostregion um/mit Wien verliert deutlich Marktanteile und wird wirtsch. Provinz
e) Lufthansa sieht in einer Parallelpiste Voraussetzung, wachstumsorientiert zu investieren

Triple_Trouble
02

was hat die HUB-Funktion mit Tourismus zu tun ?

Wer Wien besuchen will kommt nach Wien.
Egal ob mit 2 oder 3 Pisten.

Bei der nächsten Krise in der Luftfahrt verliert doch Wien sowieso gegen andere Drehkreuze die es bereits gibt. Oder soll Wien ernsthaft mit MUC oder FRA konkurrieren können ?

Da lach ich ja !

somussesnichtsein
13
18.8.2011, 14:54
wenn das alles so viel geld bringt

und unbedingt notwendig ist dann schlage ich vor, die menschen die in den einflugschneisen leben - teilweise alle minuten ein flieger in 100m höher, entsprechend zu entschädigen, so dass sie wegziehen können.
in die dann frei werdenden häuser und wohnungen können dann ja die beführworter der zusätzlichen lärmbelastung einziehen!

Physikus75
52
17.8.2011, 11:32
Braucht ein Zurbringerflughafen nach MUC und FRA tatsächlich eine dritte Piste?

Mehr ist VIE nämlich nicht (oder wirds in Zukunft zumind. nicht mehr sein)

Montgomery McFerryn
01
17.8.2011, 22:41

Wer braucht schon Infrastruktur, bringt ja normalerweise nur Wohlstand und Lebensqualität im Sinne von Reisefreiheit.

HLAB27
23
17.8.2011, 11:11

ohne die dritte piste kann der flughafen wien im internationalen vergleich und wenn er wettbewerbsfähig bleiben will zusprerren.....

Sir Robin Hood
52
17.8.2011, 10:53
Alle 'Speckgürtel'-Kampfposter sollten mal überlegen, wer hier der Treiber im Flugverkehr ist.

Das sind nämlich in der Überzahl unsere lieben wiener Mitbürger oder auch die ach so willkommenen Städtetouristen, die ihr Geld in Wien lassen sollen, mitsamt dem zugehörigen Pendelverkehr Flughafen - Wien / Wien - Flughafen!
Aber Hauptsache der Flugverkehr darf nicht über Wien gehen - Egoisten pur!

Montgomery McFerryn
20
17.8.2011, 22:44

Die meisten Gegner des Ausbaus sind Pensionisten, schaun sie sich mal die Typen an, die leben von der Pension und glauben das Geld kommt vom Staat und keiner muß dafür arbeiten. Das aber irgendwer das erwirtschaften muß bzw. die Arbeitende Bevölkerung den Flughafen direkt oder indirekt braucht bzw. auch Reisen will ist denen komplett wurscht.

linuxforeverlinux
41
17.8.2011, 10:26
ja die grünen

und gerade für diese partei wäre die dritte piste äusserst passend!
damit könnten sie schnellstens nach griechenland abhauen oder unser schwer verdientes geld rüberbringen, sowie sie es ja vor haben!

Welcome Elevenfifteen
00
18.8.2011, 10:52
Das macht doch unsere Finanzministerin, die Schottermizi.

Und die ist nicht von den Grünen.

Hans Vogel
41
17.8.2011, 10:09
Einfache Lösung!

Machen wir es so, wie es die früheren Traumländer der (bei uns tiefroten) Grünen, die Ostblockländer gemacht haben.
Dort war man sehr sozial!
Jeder der sich über Lärm aufgeregt hat, bekam sofort einen neuen Wohnort in garantiert ruhiger Lage und dort auch einen Arbeitsplatz.
In Ostsibirien und ein Arbeitsplatz in einem Bergwerk.
Man könnte mit den Russen reden, sie hätten noch Platz dort und suchen auch Arbeitskräfte.

zeamount
39
17.8.2011, 09:28

diese fluglärmangst ist beängstigend. wohne in liesing und "leide" in erster linie unter öffis, unter dem massiven straßenverkehr und der bahn, die teilweise ohne lärmschutz mit güterwaggons mitten durchs stadtgebiet donnert. von immer wieder durchbrausenden wahnsinnigen mit motorisierten zweirädern ganz zu schweigen. hin und wieder donnert auch ein flieger drüber, verglichen mit den anderen lärmquellen eher vernachlässigbar. und ich hab' mir ausgesucht, in der stadt zu wohnen, das schließt auch viele arten des transports und damit lärm ein. natürlich muss man verbessern und fordern, dass man sich um lärmvermeidung bemüht, aber letztlich muss man kompromisse auch akzeptieren können. irgendwer lebt immer unter einer flugschneise ...

fasziniert
01
17.8.2011, 20:51
Fluglärm in Liesing ist nicht vernachlässigbar und wird weder durch zusätzlichen Straßen oder Bahnlärm besser

und ich wohne dort und da kann jeder hier schreiben - auch Flugverkehrslobbyisten, die mit allen Mitteln eine Flugroute verteidigen die nur der eigenen Profitgier dient.

zeamount
10
20.8.2011, 15:14

im vergleich zu anderen belastungen ist fluglärm sehr wohl vernachlässigbar und betrifft nur relativ wenige leute direkt bzw massiv. und irgendwo müssen die flugzeuge drüberfliegen, egal wie man die routen legt. kompromisse müssen geschlossen werden - mutwillig wird man die maschinen nicht über möglichst dicht besiedeltes gebiet führen.

und wie gsagt, leben in ballungsräumen bringt zwangsläufig lärm mit sich. solange man sich bemüht, selbigen einzudämmen, kann man nicht viel mehr verlangen ...

Montgomery McFerryn
00
17.8.2011, 22:52

Ja genau immer nur dagegen sein und um seinen eigenen Vorteil bemüht, so stelle ich mir den typischen wiener Pensionisten vor.

Quim Barreiros
01
17.8.2011, 11:17

Das mit dem Straßenverkehr wird in Liesing eventuell noch zu einem Problem. Der 23. Bezirk ist der mit der zweithöchsten Motorisierungsrate von ganz Wien (430 private Pkw/1000 Einwohner).
Der öffentliche Verkehr ist in Nord-Süd-Richtung ok, in West-Ost-Richtung aber eher dürftig. Im Magistrat gäbe es Verbesserungspläne, aber den Politikern dürfte das nicht übermäßig wichtig sein.
Gleichzeitig werden überall immer neue Wohn- und Geschäftsgebäude errichtet (Riverside, ehemalige Inzersdorfer Fabrik). Das kann noch heiter werden.

zeamount
00
20.8.2011, 15:17

wird? wenn man straßenlärm ähnlich bewerten würde, wie die fluglärmgegner dies mit jenem der flugzeuge machen, wäre längst der katastrophenzustand ausgebrochen ... =]

und ja, da wird noch viel arbeit nötig sein, um das zu verbessern, keine frage.

4321
01
17.8.2011, 10:30

wie sind die stundensätze aktuell für viral marketing?

zeamount
00
20.8.2011, 15:15

haben sie keine argumente? bloß weil man nicht ihrer meinung ist, soll man gleich bezahlter poster sein ...? lächerlich ...

Blutarsky
00
17.8.2011, 08:23
Wie man die Sache angehen könnte

http://de.wikipedia.org/wiki/Pasi... B6delkrieg

Nashwin_Fuller
 
00
17.8.2011, 07:47
Wahrscheinlich geht es im Hintergrund nur darum,

wie die Kick-back Zahlungen der Baufirmen zwischen ÖVP NÖ und SPÖ Wien aufgeteilt werden.

Und die Grünen nimmt ohnehin keiner mehr ernst. Die fallen ja schon um, wenn der Häupl sie einmal streng anschaut.

Montgomery McFerryn
00
17.8.2011, 22:53

Bitte die Grünen fallen nicht mehr um.
Die sind seit dem letzten Blick vom Häupl noch nicht wieder aufgestanden. :-)

der der beim golf tanzt
03
17.8.2011, 10:17
ich glaub eher, wenn er sie streng anhaucht ;-)

lindstroem
00
17.8.2011, 10:36
da würd aber a jeder umfalln :D

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