Über GPS wird der nächstgelegene Wagen zum Fahrgast geortet.
Direkter Kontakt zwischen Kunde und Lenker - GPS-Ortung reduziert Wartezeiten - Kosten für Funk entfallen
Wenn man sich in einer fremden Stadt befindet, stellen sich einem viele Fragen. Wo ist die nächste Apotheke? Wo der nächste Supermarkt oder wie lautet die Telefonnummer einer Taxizentrale? Etliche dieser Fragen werden bereits mit einer App beantwortet. Seit August ist - nach Berlin und Hamburg - die myTaxi-App nun auch in Wien verfügbar. Die App will die wortwörtlich eingefahrenen Strukturen der monopolistisch agierenden Taxizentralen umschiffen und das Taxi-System revolutionieren. Für Kunden und für Taxilenker.
Zentralen überflüssig
Für Fahrer, die ohne Funk fahren, ist es schwierig, Kunden an Land zu ziehen. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit, sie von der Straße zu holen. Die neue Taxi-App überspringt die Funkzentrale und stellt den Kontakt direkt zwischen Kunden und Taxilenker her. Die direkte Verbindung macht zwischengeschaltete Zentralen überflüssig.
Zusatzwünsche möglich
Wer ein Taxi braucht, aktiviert die App, die den Fahrgast ortet und seine Anfrage an das nächstgelegene Fahrzeug sendet. Die Möglichkeit für zusätzliche Kundenwünsche wie Bankomat-Zahlung oder Großraumtaxi, ist ebenfalls gegeben. Anschließend wartet man die Bestätigung des Fahrers ab und über Google Maps können beide auf dem Display beobachten, wie sich der Wagen dem Fahrgast nähert. Die App kommt außerdem mit einem Bewertungs-Tool.
Gebühren für Funk entfallen
Sinnvoll ist die App vor allen Dingen für Kunden in Zeitdruck, da durch die automatische Ortung Wartezeiten reduziert werden. Dank GPS wissen die Lenker außerdem, wo sich andere Kollegen aufhalten und können so eine strategische Position wählen. Oft beklagen Taxilenker die hohen Gebühren, die (vor allem Wiener) Funkzentralen fordern: Für eine der großen Zentralen sind im Monat etwa 500 Euro zu entrichten. Bei Bestellungen über die myTaxi-App zahlen Fahrer pro Fahrt 99 Cent an das Unternehmen Intelligent Apps GmbH, die die Software im März 2010 in die Online Stores gebracht hat.
In Deutschland nutzen rund 4.000 Taxilenker die myTaxi-Applikation. Am Dienstag, den 16. August, startet in Wien für alle Taxifahrer ein kostenfreier Testmonat. Voraussetzung sind ein iPhone, iPad oder ein Android-betriebenes Smartphone. Demnächst wird auch die webbasierte Bestellung verfügbar gemacht, wobei die Taxi-Anfrage unabhängig vom Betriebssystem auf allen Smartphones funktioniert. Die Apps stehen für Fahrgäste kostenlos zum Download bereit. (ez, derStandard.at, 16. August 2011)
als taxilenker geh ich auch davon aus des die bestellung per app. keinen funkzuschlag von 2,50 euro rechtfertigt .... höchstens einen tel zuschlag und dieser würde nur 1,25 euro betragen !!! doch dazu wird sicherlich auch der konsumentenschutz etwas zu sagen haben! auch wenn dies den funkzentralen nicht wirklich in den kram passt !!!
mfg. cuvee / tx-forum.at
"In Deutschland nutzen rund 4.000 Taxilenker die myTaxi Applikation" ist ein Werbegag, auf den der Standard leider reingefallen ist. In den paar deutschen Städten wo myTaxi verfügbar ist, sind weit weniger als 100 Taxis verfügbar. In Wien gerade einmal 14 bis 18. Der Marktführer in diesem Bereich ist eine österreichische !! Firma. Einfach in den Apple App Store einmal " fms Datenfunk " eingeben. Ladet man die einer Stadt zugehörige Taxi App herunter, kann man diese überall in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Teschechien verwenden! Städte wie Graz, Salzburg oder Linz sind da natürlich auch dabei. Damit sind "echte" 40000 Taxis erreichbar, nicht wie bei myTaxi, wo nur mit falschen Angaben posaunt wird.
Das Taxiproblem in Wien ist ein reines Preis-Problem. Wenn ich vom Flughafen in einen westlichen Bezirk 55 Euro zahle, weil ich das Taxi nehme das gerade am Flughafen steht und die Alternative ist, dass extra ein vorbestelltes für mich zum Flughafen fährt und dann zahle ich nur 33 Euro, so ist das schlichtweg bescheuert.
Die privaten Taxis zahlen angeblich bis zu 30% der Einnahmen für die Funkzentralen. Das ist mafiös. Die Taxigebühren sind staatlich verordnet. Das ist ebenso mafiös.
Da finde ich jeden Schritt zur Marktöffnung willkommen und wenn es eine App sein muss, auch ok.
Da postet ja weiter unten jemand heftig für die Funkzentralen... Ich kenne das System mytaxi nicht, weil es für Smartphones derzeit nicht erhältlich ist und nur auf einigen Featurephones funktioniert. Aber laut der Hompage des Betreibers kommt demnächst ein Feature, das mit hoher Wahrscheinlichkeit das Killerargument schlechthin sein wird: Man kann Taxis blocken bzw. als Favoriten festlegen. Wer häufig von der gleichen Adresse wegfährt, wird wissen, wie sinnvoll diese Möglichkeit ist. Nichts ist gräßlicher, als wenn einem die Funkzentrale mehrmals hintereinander den gleichen ungewaschenen Typen mit Mundgeruch bis auf den Rücksitz schickt.
Das kann man doch bei den Funkzentralen schon seit Einführung des Datenfunks!
Einfach anrufen und sagen, dass man den Lenker, mit dem man gerade gefahren ist, zu seiner Adresse nicht mehr haben will.
Funktioniert bestens!
Bin gespannt, was das so auslöst, wenn über 1000 Leute in diesem Bürogebäude meinen Taxlergeschmack teilen müssen, ohne zu wissen warum... Außerdem hilftmir das dann am Rückweg exakt gar nix. - Auf Basis der Adresse ist es also nicht wirklich schlau.
6) die FuZ heben in der Regel schneller ab, als mich das System überhaupt geortet hat
7) das Vermittlungssystem von mytaxi läuft auf einem technisch niedrigeren Stand als das der Funkzentralen und deren App. Ich muß z.B. aktiv ein Auto auswählen, ohne zu wissen, ob es wirklich frei ist; die Systeme der FuZ machen das automatisch
8) die Apps der Funkzentralen funktionieren europaweit, man erreicht 30.000 Wagen in 100 Städten
Noch ein paar Insiderschmankerl:
9) der relative Erfolg von mytaxi in Hamburg hat rein regionale Gründe – die Dummheit der dortigen Funkzentralen, weshalb man 15 min und länger auf ein Taxi warten mußte
10) in den anderen deutschen Städten verliert mytaxi schon wieder Wagen und damit Versorgungssicherheit
bitte lesen sie sich mal diesen (etwas genaueren Bericht als der oben) durch, da erfahren Sie mehr zu der App.
Speziell zu 'Beschwerden' - ein Taxler wird von Kunden bewertet. Viele schlechte Bewertungen werden für sich sprechen. Sind vermutlich auch effektvoller als ein Rüffel vom Funk.
auch dazu ein paar Infos:
1) es gibt keinen "Rüffel" vom Funk, sondern ein nachvollziehbares strukturiertes Sanktionssystem, das von Verwarnung bis zu "ewigem" Ausschluß reicht
2) das Bewertungssystem ist bekannt und manipulierbar (die Fahrer "bestellen" sich gegenseitig und geben einander gute Bewertungen); mytaxi kann das nicht nachvollziehen - die manipulierten Wertungen scheinen auf; bei den Apps der FuZ wird das durch das System erkannt und unterbunden.
Was aus Hamburg kommt hat Wien schon lange!
Um den App-Hype zu beruhigen, ein paar aufklärende Worte, wie Taxibestellen wirklich funktioniert:
1) Taxi App ist nichts Neues, gibt es in Wien seit einem Jahr bei beiden Wr. Funkzentralen
2) Nein, Taxifahren wird nicht billiger. Wien hat einen amtlich verordneten Tarif
3) Fahrgast muß weiter Funkzuschlag zahlen, da elektronische Vermittlung
4) wie schnell ich ein Taxi bekomme, ist nicht von der technischen Funktionalität abhängig, sondern von der Größe der Flotte. Taxi 40100 hat 1.700 Autos, 31300 750, mytaxi 20.
5) bei wem beschwere ich mich, z.B. über einen unfreundlichen Fahrer – beim Fahrer?! Spaß! Die Funkzentralen haben Ortungs- und Sanktionsmöglichkeiten
wenn ich einen taxler anrufe (manche geben ja auch karterl her) - muss ich dann auch zahlen? weil telefon -> elektronische vermittlung?
bin ich mir nicht so sicher.
alles in allem glaub ich schon, dass es für den kunden ein vorteil ist. die funkzentralen werden das natürlich anders sehen, ich finds gut. denn beschweren kann ich mich bei der innung auch. und ich weiss ja genau, mit welchem taxi ich gefahren bin.
ach ja, nocht etwas: die Innung hat so gut wie keine Sanktionsmöglichkeit - beschweren können Sie sich natürlich, geht aber ein bisserl in Richtung Salzamt ;-)
eine negative bewertung oder ein kommentar in der app ist tausendmal effektiver als eine beschwerde, siehe hotelbuchungsseiten etc.
wer unfreundlich ist, bekommt einfach keine fahrgäste mehr.
telefonisch Direktbestellungen sind ein Graubereich - eigentlich müßte der Fahrer auch hier den Funkzuschlag verlagen, aber wo kein Kläger, usw.
Ist übrigens ausjudiziert - jede Bestellung auf elektronischem Weg ist zuschlagspflichtig.
Und ganz ehrlich - den Vorteil für den Kunden sehe ich nicht
mit den Navigationssystemen ist's jetzt nicht mehr so arg...
ich hab's früher schlimm gefunden, wenn der Fahrer meinte "du sagen, ich fahren"...
da hab ich auch Inländer bestellt - ohne politisch rechts zu sein...
Fahren Sie zuerst mit einem dieser unmöglichen, grantlerten, stinkenden Wiener Taxler - und gönnen Sie sich anschließend eine Fahrt mit einem Fahrer aus der Türkei oder vom Balkan.
Der erste fährt schlecht, langsam, zieht Umwege, schimpft auf die anderen Autofahrer und redet dabei ununterbrochen auf Sie ein.
Der zweite ist gepflegt, hat ein sauberes Auto, bringt Sie auf dem schnellsten Weg von A nach B und hält dabei die Klappe.
Vorurteile? Erfahrungswerte. Ich bestell sicher nie einen "Inländer".
Erfahrungswerte sind Vorurteile? Wenn ich statt Himbeer-Eis lieber Erdbeer-Eis kaufe, weil ich weiß, daß mir Himbeer-Eis in der Regel nicht schmeckt... dann ist das ein "haltloses Vorurteil"?
Ein *Vor*urteil wärs, wenn ich diese Aussage treffen würde, be*vor* ich mit inländischen Taxifahrern zu tun gehabt habe.
Wenn ich meine Erfahrungen schildere, die ich in der Vergangenheit gemacht habe, kanns per definitionem kein Vorurteil sein. Auch wenns so herrlich politisch korrekt klingt und man sich dann so wunderbar drüber aufregen kann.
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