Minsk kritisiert neue US-Sanktionen scharf

15. August 2011, 20:58

Russland verspricht Weißrussland niedrigeren Gaspreis

Moskau - Die weißrussische Regierung hat die weiteren gegen sie verhängten US-Sanktionen scharf kritisiert und Russland um Unterstützung gebeten. "Die Sanktionen der USA sind eine Aggression gegen das weißrussische Volk, ein Schlag gegen die Wirtschaft unseres Landes und gegen die Bereiche, die direkt mit der Zusammenarbeit mit Russland verbunden sind", sagte der weißrussische Ministerpräsident Michail Miasnikowitsch am Montag nach einem Treffen mit dem russischen Regierungschef Wladimir Putin in Moskau.

Russland habe "Weißrussland immer unterstützt, eine gemeinsame Position macht unsere Beziehungen noch stärker", fügte Miasnikowitsch hinzu. Weißrussland steckt derzeit in einer schweren Finanzkrise. Im Juni hatten Russland und andere frühere Sowjetstaaten dem Land einen Kredit in Höhe von drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) für die nächsten drei Jahre gewährt. Moskau hatte im Gegenzug auf umfangreiche Privatisierungen gedrungen.

Strafmaßnahmen

Die USA hatten vergangene Woche neue Strafmaßnahmen angekündigt, die vier weißrussische Staatsunternehmen betreffen. Damit reagierte Washington auf die fortgesetzte Unterdrückung von Oppositionspolitikern und Menschenrechtsaktivisten durch die weißrussische Führung unter Staatschef Alexander Lukaschenko.

Putin sagte dazu, wirtschaftliche Sanktionen seien "niemals wirksam", sondern könnten vielmehr gegenteilige Effekte erzeugen. Zugleich sagte er zu, dass Weißrussland ab kommendem Jahr weniger für russisches Erdgas bezahlen müsse. Dies sei "direkte Hilfe, kein Geschenk". Da russische Unternehmen ihre Aktivitäten in Weißrussland ausdehnten, seien sie zu Gegenleistungen bereit.

Derzeit muss das autoritäre Weißrussland aufgrund eines deutlichen Rabatts viel weniger für russisches Gas zahlen als andere europäische Länder. Im Gespräch ist eine komplette Übernahme des weißrussischen Energieversorgers Beltransgas durch den russischen Staatskonzern Gazprom. Bisher hält Gazprom bereits 50 Prozent der Beltransgas-Anteile. (APA)

Red Core
20
16.8.2011, 21:01

die USA sollen mal zuerst um sich selbst kümmern bevor sie an andere länder sanktionen verhängen der US staat ist bankrott ich frage mich schon die ganze zeit woher sie immer noch geld drucken können wo eigentlich nichts mehr ist.aber möchtegern weltpolizei könnens spielen obwohl deren wirtschaft langsam aber sicher untergeht.

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