Soll dann zwei Jahre lang mit Update gepflegt werden - Greg Kroah-Hartman mach Vorschlag für fixen Zeitplan
Mit einem geradezu rasanten Tempo wird in den letzten Jahren der Linux-Kernel vorangetrieben. Ungefähr alle drei Monate gibt es eine neue Release, die Mal für Mal signifikante Änderungen mit sich bringt. So erfreulich diese Aktivität für die EndbenutzerInnen des Systems ist, für die Hardwarehersteller stellt dieses Tempo ein gewisses Problem dar. Bleiben doch ältere Versionen der Software schnell auf der Strecke, der Wartungsaufwand an den Drittherstellern selbst hängen.
Stabil
Aus dieser Erkenntnis pflegt Novell-Entwickler Greg Kroah-Hartman schon seit einiger Zeit "Long Term"-Releases des Kernels, die dann über einen längeren Zeitraum mit Bugfixes versorgt werden. Bei der Version 2.6.16 sei dieser Umstand noch aus den einzelnen Bedürfnissen seines Arbeitgebers entstanden, bei der Version 2.6.32 dann schon als Konsequenz eines Treffens einiger EntwicklerInnen unterschiedlicher Firmen. Gerade letztere Release habe sich als voller Erfolg erwiesen, basieren doch praktisch alle aktuellen Enterprise-Linux-Angebote auf dieser Release, zeigt sich der Entwickler überzeugt.
Ausblick
In einem Blog-Eintrag macht sich Kroah-Hartman nun Gedanken über weitere Optimierungen an diesem Prozess - und wie dieser für die Zukunft auf feste Füße gestellt werden kann. Demnach soll es künftig jährlich genau eine Long-Term-Release des Kernel geben, die dann zwei weitere Jahre lang mit Updates versorgt wird. In Konsequenz werden also immer zwei solcher Versionen parallel gepflegt.
Vorschlag
Für die notwendigen Arbeiten meldet sich Kroah-Hartman dann gleich selbst, sei dies doch ohnehin das, was er jetzt schon für sein Unternehmen mache. Entsprechend habe er auch bereits die nötigen Skripte und den zugehörigen Workflow parat. (apo, derStandard.at, 15.08.11)