Mehr als 1.600 Flüchtlinge auf Lampedusa eingetroffen

14. August 2011, 16:07
  • Flüchtlinge in Lampedusa im Mai.
    foto: ap/dapd

    Flüchtlinge in Lampedusa im Mai.

Rund 2.100 Migranten befinden sich zur Zeit im Auffanglager

Rom - Auf der süditalienischen Insel Lampedusa sind erneut zahlreiche Flüchtlinge angekommen. Über 1.600 Menschen haben in zwei Tagen die Insel erreicht, der Flüchtlingsstrom scheint kein Ende zu nehmen. Die Migranten, die mehrheitlich aus Libyen abgefahren waren, trafen an Bord von insgesamt zehn Booten auf Lampedusa ein. Die ruhige See begünstigte die Überfahrt. An Bord der Boote befanden sich auch 200 Tunesier.

"Ruhige See ist wie Autobahn"

Die italienische Küstenwache berichtete am Sonntag, dass zumindest zwei weitere Flüchtlingsboote mit Hunderten von Migranten aus Nordafrika an Bord südlich von Lampedusa gesichtet worden seien. "Die ruhige See ist zu einer Autobahn für Flüchtlinge aus Afrika geworden", meinten Teams der italienischen Küstenwache am Sonntag.

2.100 Menschen im Lager

Rund 2.100 Migranten befinden sich im Auffanglager von Lampedusa. Sie sollen in den kommenden Tagen mit Schiffen der italienischen Marien aufs Festland gebracht werden. Die italienische Regierung rechnet mit weiteren Ankünften in den kommenden Tagen.

Die Regierung von Silvio Berlusconi hat inzwischen die Liste der Länder ausgedehnt, deren Bürger Italien aus humanitären Gründen Hilfe gewährt. Mehrere afrikanische Länder wurden in die Liste aufgenommen. Der Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, warnte, dass über zwölf Millionen Menschen in Somalia, Kenia und Uganda von der Hungersnot betroffen seien. "Das ist die größte humanitäre Krise der letzten 60 Jahre", warnte Gabrielli. In dieser schwierigen Situation müsse sich Italien auf die Aufnahme weiterer Migranten vorbereiten. (APA)

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Darf ich bite auch auf den Roma-Campingplatz, die ganzen Piefkes auf den "normalen" Plätzen nerven furchtbar...

Die Asylzahlen in Österreich gehen durch die Decke, 1.500 Antragsteller im Juli sind ein Viel-Jahres-Hoch, ist das keinen Artikel wert?

die dummen postings gehen da viel eher durch die decke.

kriegen sie wirklich gar nichts mit von dem, was sich in der großen weiten welt da draußen tut?

Es ist erschreckend....

wenn ich diese Postings lese....
in AFrika verhungern gerade 100.000e Menschen, wegen Klimawandel, Dürre, Kriegen....
Es ist ein Verbrechen an der Menschlichkeit was gerade auf unserem Planeten passiert, man hätte diese Katastrophe abwenden können, wenn die Weltengemeinschaft früher reagiert hätte... aber wir sehen ja nur unseren anscheinend "bedrohten Wohlstand" durch 1.600 Flüchtlinge auf Lampedusa....
ich finde die meisten Postings Menschenverachtend, zynisch aber vorallem unnötig...
aber Danke an Hans Soanders1, Frau Trude, Trollvottel, .... diese sprechen mir aus dem Herzen

Das Geld ist nicht das Problem, dass primäre Problem der Helfer in Somalia ist, nicht umgebracht zu werden.

Die Probleme dort sind hausgemacht und die Verantwortlichkeit dafür liegt bei der politischen Führung dieser Länder, die es schon in guten Zeiten nicht schafft, vernünftig zu regieren und umso weniger in schlechten Zeiten.

Im Grunde müsste man solche Länder mit militärischen Mitten befrieden und unter internationale Verwaltung stellen, bevor die Hilfe wirklich greifen kann.

Aber das wäre ja böser Kolonialismus und ein Verstoß gegen das Recht auf Selbstbestimmung...

@ Licht - Erhellung

müsste auch vor Ort bzw. in der näheren Umgebung möglich sein. Ohne hier näher auf das Thema Asyl versus Wirtschaftsflüchtling eingehen zu wollen, kann doch festgehalten werden, dass die Mehrheit der Bev. bei uns eine sinnvolle Hilfe doch nicht ablehnt. Nur hier sehe ich das Grundproblem, nämlich was ist sinnvoll und was nicht. Sicher nicht sinnvoll ist meiner Meinung nach, wenn man diese Heerscharen einfach in die EU einströmen lässt oder so wie seit Jahrzehnten mit der Entwicklungshilfe korrupte Regime und den Apparat bei uns durchfüttert.

Hilfe sollte vor Ort bzw. in einer sicheren Nähe geleistet werden. Das würde auch den Verbliebenen in der Region nützen. Gebe zu, dass bedeutet mehr Anstregung als die Grenzen bei uns zu öffnen.

ja natürlich

ist es besser vor Ort zu helfen, wenn das möglich ist - sh. aber Klimaflüchtlinge, wie jetzt am Horn von Afrika - diesen Menschen wurde ihre Lebensgrundlage "entzogen" durch die Dürre - und 1.600 Flüchtlinge auf Lampedusa sind sicher keine "Heerscharen"
ihren letzten Absatz kann ich voll und ganz zustimmen, da "treffen" wir uns.... :-)
Mr. "Delmenhorst" wie die Stadt oder wie Element of crime???

Warum sitzen sie denn hier rum und lesen Standard wenn sie meinen das es so leicht ist Afrika zu helfen?
Oder soll das wieder nur die Weltengemeinschaft machen, damit sie kein schlechtes Gewissen haben?

es wäre nicht leicht aber möglich gewesen zu helfen

u.z. mit Geld!!!! und wenn nicht mit Geld dann mit viel Geld....
Wir pumpen Milliarden in unsere Finanzsysteme, retten eine Bank nach der anderen, wenige stellen das in Frage, weil es geht ja um unser Wachstum, ohne dieses wir (der Westen) anscheinend nicht "überlebensfähig" sind
jedoch wenn es um Menschenleben geht, dann verschließen wir unsere Herzen....
Ich weiß schon dass meine Postings nicht viel ändern werden, aber es ist doch auch notwendig diesen oft "hasserfüllten" Postings eine Meinung entgegen zu setzen,...
und den Standard lese ich einfach gerne ganz ohne schlechem Gewissen.....

Die Bankenrettung und die entsprechenden Milliarden waren nicht freiwillig, die waren notwendig um das System zu erhalten, sonst gäbe es überhaupt keine Entwicklungshilfe mehr. Das war nicht zum Spaß damit unsere Wirtschaft floriert.

sie haben sich offenbar noch nie die frage gestellt, wer aus welchen interessen welche systeme erhält/erhalten "muss".

tun sie das doch einfach mal.

Nicht schon wieder so ein Anarchie und Kommunismus Fanatiker. Werden die Leute denn nie gescheiter?

Wer das System erhalten muß?

Wir die Bevölkerung die in diesem System lebt.

Weil wir bisher mit diesem System ganz gut gefahren sind. Wir haben mit diesem System Bedingungen gehabt um all den Wohlstand zu erarbeiten den so viele andere nicht erreicht haben.

Das bei all der Ungerechtigkeit und all den Unzulänglichkeiten die die mit diesem System auch verbunden sind und die man bekämpfen muß und in diesem System auch abstellen kann, wenn man nur will.

Aber das System selbst, hat uns den Wohlstand ermöglicht und wir sollten es erst auswechseln wenn wir tatsächlich ein besseres haben.

...aber die flüchtlinge kommen aus spaß?

aha

sie glauben also wirklich, dass die nicht freiwilligen, aber notwendigen Milliarden für die Banken sinnvoller waren als Menschenleben zu retten??? weil von der sogenannten Entwicklungshilfe, können diese Menschen nicht gerrettet werden, gerade Ö hat das Budget für die Entwicklungshilfe gekürzt.....
ein im Sterben liegendes Bankensystem zu erhalten, macht auf alle wenig Sinn, denn über kurz oder lang wird es sowieso "zusammenbrechen"... dass ist nur eine
Frage der Zeit
deshalb ist es für mich sinnvoller im Sterben liegende Menschen zu retten, denn dann gibt es Hoffnung für eine neues Bewußtsein auf unserem Planenten....

Wenn das Banksystem bei uns zusammenbrechen würde hätten wir soziale Unruhen und wesentlich mehr Tote, und nebenbei können wir auch keine Entwicklungshilfe dann mehr zahlen, aber das werden sie nie begreifen.

sie haben recht

das werde ich nie begreifen,
wie man die Rettung der Bankensysteme vor die Rettung der Menschen stellen kann....
...weil die Unruhen haben wir ja bereits -sh. London, Griechenland, Spanien, Italien.....

Ja. Die Unruhen haben wir bereits - und da denken Sie, es wäre der Situation zuträglich, wenn wir das alles fallen ließen, jegliche Sorge über das Geld und das Wirtschaftssystem vergessen und alles planlos nach Afrika pumpen?
Würden besagte Milliarden aus der Bankenrettung nach Afrika fließen, würden hier nach und nach die Länger pleite gehen, die Leute würden auf die Barrikaden gehen, Regierungen würden gestürzt und bestenfalls würde Chaos herrschen. Und jetzt stellen Sie sich vor:
In Ihrer Utopie könnte sich Afrika mit ein paar Milliarden selbstständig erhalten, Infrastruktur und Grundlage zum Leben schaffen... und was dann?
Dann ist der Westen ruiniert, und Afrika ist erst recht wieder allein.

Es ist nicht alles so einfach.

nur dass die bankenrettung in erster linie der sicherstellung fetter manager gehälter dient.

auch das ärmste land hat seine milliardäre

Die dienen in erster Linie dazu, dass nicht die Banken und nicht die

Staaten zahlungsunfähig werden.

Wenn die Griechen und einige andere Staaten nicht mehr die notwendigsten Ausgaben tätigen können was glauben Sie was dann passiert?

Die Unruhen in England wurden angeblich durch die Schliessung einiger Jugendbetreuungszentren ausgelöst.

Das wird übertrieben sein. Aber man kann sich schon vorstellen was passiert wenn ein großer Teil der Sozialhilfeempfänger kein Existenzmimimum mehr bekommen würden.

Hallo

es geht hier nicht um Kürzungen im Sozialsystem sondern um die "Rettungsschirme" der Banken,
und es würde sicher keiner Milliarden bedürfen den Menschen in Lampedusa zu helfen, oder den Menschen am Horn von Afrika, da würden schon einige Millionen,l vielleicht hunderte Millionen helfen,.... also ein Klacks im Gegensatz zu den anderen "Hilfeleistungen" der EU
"Aufwachen bitte" solche "künstliche" Systeme werden sich nicht ewig halten können,
also wird es wahrscheinlich über kurz oder lang einen "Neubeginn" geben müssen, der aber global gesehen werden wird, d.h. allen Menschen die gleichen Rechte und Möglichkeiten.... und keinen Hunger mehr, aber auch keine "Gier" mehr - wir könnten heute schon damit beginnen!!!!

Natürlich geht es bei der Rettung um die Staatsausgaben der gefährdeten Staaten,

und nicht nur um die Banken, die diesen Staaten Kredite gegeben haben.

Vielleicht verstehen Sie es damit besser:

http://derstandard.at/131302448... Pruefstand

Vielleicht wird das System nicht ewig halten, wir müssen es aber so lange wie nur möglich stützen.

Wenn es einen Neubeginn gibt, ist der auch nicht so wie Sie ihn sich erträumen.

Vieles von den Chancen können Sie nicht einfach "gleich verteilen"
Der Unterschied in Bildung und Ausbildung bleibt, so lange die Bevölkerung der 3. W. den nicht aufgeholt hat. D.h. in Generationen.
Die Nachteile in der Organisation d. Gesellschaft müssen vor Ort in den EL geändert werden, gleichen wir uns an sie an hat niemand was davon.

es würde m.M. Sinn machen

den Griechen einen Teil der Schulden zu erlassen - denn wer ist wieder der Gewinner dieser Rettung????
ich weiß schon, dass dann einige Banken Pleite gehen würden, aber es ist doch sinnvoller, wenn der Staat dann das Geld der Sparer sichert, als in ein Fass ohne Boden zu investieren....
sh. Neubeginn.....

Gewinner ist das griechische Volk und die Bevölkerung der EU.

Wenn Griechenland fallen gelassen wird, trifft es ja auch viele andere Staaten die in einer ähnlichen Situation sind.

Die Ausgaben um die Sparer zu retten müssten ja auch aufgebracht werden.

Das Weiterwurschteln ist mMn die billigere Lösung.

Bei all dem, um auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen, muß klar sein, dass Frieden und Wohlstand in Afrika von uns ohnehin nicht geschaffen und erhalten werden kann. Unabhängig davon ob wir den Schutzschirm finanzieren oder nicht.
Auch wenn die bösen Manager alle umsonst arbeiten würden, könnten wir, mit dem was dabei erspart würde, den Hunger in Afrika nicht besiegen.

wer sagt denn dass das fehlende geld das der sozialhilfeempfänger ist, und nicht das der politiker, banker und manager, die ja direkt für die misere verantwortlich sind?

bisschen revolte tut vielleicht gar nicht schlecht

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