Porträt Rick Perry

Erzkonservativer Perry steigt in Wahlkampf ein

13. August 2011, 21:38

61-Jähriger übt massive Kritik an Präsident Obama - Unter republikanischen Bewerbern laut Umfragen an zweiter Stelle - Innerparteiliche Testabstimmung in Iowa

Washington/Charleston - Jetzt ist es offiziell: Der texanische Gouverneur Rick Perry will republikanischer Präsidentschaftskandidat werden. Der 61-Jährige, der seinen Posten Ende 2000 von George W. Bush übernommen hatte, verkündete seine seit längerem erwartete Bewerbung am Samstag in Charleston (South Carolina). Zum Einstand übte der Farmerssohn und ehemalige Kampfpilot massive Kritik an Präsident Barack Obama, dem er vorwarf, das Land innen- und außenpolitisch heruntergewirtschaftet zu haben.

"Ich bin nach South Carolina gekommen, weil ich mich nicht zurücklehnen und den Weg akzeptieren werde, auf dem sich Amerika befindet", rief Perry unter dem Jubel seiner Zuhörer. "Es ist Zeit, den Leuten im Weißen Haus die Entlassungspapiere zu geben."

Insbesondere ging Perry, ein Vertreter der "religiösen Rechten", mit Obamas Wirtschaftspolitik ins Gericht. Er prangerte die hohe Staatsverschuldung und Arbeitslosigkeit an. Der Demokrat habe mehr verschuldet als die jüngste Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die größte US-amerikanische Ratingagentur."Er hat die Hoffnung auf eine bessere Zukunft für unsere Kinder geschmälert", sagte Perry. "Es ist Zeit, die Amerikaner wieder zum Arbeiten zu bringen."

Perry erklärte zudem, er werde bei einem Einzug ins Weiße Haus Amerika wieder "groß" machen und die Rolle der Regierung im Leben der Bevölkerung auf das nötige Minimum reduzieren. Steuererhöhungen werde es mit ihm nicht geben, dafür aber eine sofortige Rücknahme der Gesundheitsreform von Obama.

Seit Monaten wurde über die Kandidatur des erzkonservativen Politikers spekuliert. Vor seinem Auftritt in Charleston hatte er seine Bewerbung bereits auf seiner Homepage angekündigt. Unter den Konkurrenten um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner liegt Perry in Umfragen derzeit an zweiter Stelle hinter dem früheren Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney. Ihm wird insbesondere zu Gute gehalten, die Arbeitslosenquote in Texas deutlich gesenkt zu haben.

Perry hat noch nie eine Wahl verloren, und noch nie war ein Politiker länger Gouverneur von Texas als er. 2009 sorgte Perry landesweit für Aufregung, als er laut über eine Abspaltung Texas' vom Rest der USA nachdachte. (APA/Reuters/AFP)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 196
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GhostInside
00
16.9.2011, 10:18
wieso Republikaner?

Warum wählt überhaupt irgendjemand die Republikaner? So viele Millionäre und Reaktionäre kanns in einem Land doch gar nicht geben...

Rigglerobber
00
30.8.2011, 14:36
der Mann heißt P A rry!

spelled with an A for Amercia

F S 3
18
16.8.2011, 11:42
Diese ahnungslose, falsche Brechtüte verordnete 2007 allen texanischen Mädchen Gardisil und…

…erhielt für diese "Gefälligkeit" (nicht an den Mädchen, wie wir heute mit Bestimmtheit wissen) vom Erzeuger Merck Zuwendungen.

Abgesehn von anderen "Schmankerln", die eigentlich zu recherchieren eine Leichtigkeit für jedes qualitätsbewußte Medium wären, wenn man wollte.

Und dürfte…

Prof. Wolf
00
Ein Konservativer verordnet Verhütungsmittel?

F S 3
11
10.9.2011, 14:07
Gardisil ist der verbrecherische Versuch mittels Injektionen den HPV-Virus (Papillomaviren) angeblich zu "bekämpfen"…

…Neben Todesfällen und Fehlgeburten gibt es viele weitere Nebenwirkungen dieses "heilsmittels". 2008 wurde auf Betreiben der Pharmalobby die entsprechende Impfung für Einwanderer in die USA als verpflichtend vorgeschrieben - eine Regelung, die aber Ende 2009 auf vielfachen Protest wieder rückgängig gemacht werden mußte.

Einfach nur grauslich.

Zuckerlilly Zuckerlilly
01
15.8.2011, 10:52
"Erzkonservativ" ist schon ein wenig lustig, bedenkt man, dass Perry der Wahlmanager für Al Gore in Texas war.

ingolf mauzke
02
15.8.2011, 09:51
Perry will Verteilungskämpfen vorbeugen

durch massive Aufstockung der ohnehin bereits massiv auftrendenen homeland security. Reich will sich vor arm verteidigen, auf das kommts leider raus.

karl hemdenmatz
01
15.8.2011, 11:12

und hat den Vietnam-Krieg mit Bibelzitaten verteidigt.
Das sollte jeden mißtrauisch stimmen.

karl hemdenmatz
00
15.8.2011, 10:52

will auch die Pipeline durch Afghanistan erzwingen.

Klukluxklan
21
15.8.2011, 00:05
Rick, mir graust's vor Dir (Goethe, Faust)

Das ist der absolute Untergang der amerikanischen Zivilisation.
Dann herrscht das Faustrecht des Stärkeren.
Vergessen scheint schon wieder, wer die Lehmann Pleite und den Anfang vom Schrecken ohne Ende auf dem Gewissen hat:
Die REPUBLIKANER und GEORGE W.BUSH.

Übrigens: Den Haag bitte rechtzeitig wegen Kriegsverhetzung Anklage erheben!

77 88
00
Unsinn ...

... unter Bill Clinton wurde der Weg eingeschlagen, der letztlich in die Bankenkrise geführt hat.
Aber es ist Unsinn, einer Person die Schuld zuzuschieben. Das ist ein gesellschaftliches Problem der unstillbaren Gier!

Andreas Prucha
00

Wirklich losgegangen ist der Unsinn schon davor, unter Reagan. Clinton hat das Problem dann noch verschärft.

Rose Bud
00
Die Bankenliberalisiserung

...war bis zu einem gewissen Punkt eben kein Unsinn.

Die perversen Stilblüten kamen erst nach Reagan und nach Clinton.

Klukluxklan
00
15.8.2011, 00:08

aber Obama wird wiedergewählt. Das ist so sicher wie das Amen im Gebet.

Odo
01
15.8.2011, 04:54
Bei zwei wichtigen Indikatoren sieht es für Präsident Obama aber derzeit sehr schlecht aus:

a) seine Wirtschaftskompetenz

Der Themenkomplex "Wirtschaft" wird aller Voraussicht nach das dominierende Thema im Wahlkampf 2012 sein. Derzeit stimmen aber nur rund 1/3 aller US-Wähler Obamas Wirtschaftspolitik zu, so wenig wie noch nie während seiner Amtszeit.

http://www.huffingtonpost.com/2009/02/1... 26161.html

b) seine Zustimmung bei den unabhängigen Wähler

Mittlerweile sind im Durchschnitt aller Umfragen nur noch weniger als 40 % der unabhängigen Wähler mit der Politik Obamas zufrieden.

http://www.huffingtonpost.com/2009/03/0... 26281.html

Wenn Obama in 2012 gewinnen will, braucht er aber erfahrungsgemäß eine Mehrheit unter den unabhängigen Wählern.

klukluxklan
11
15.8.2011, 08:05
Was soll Obama den Deiner Meinung machen, wenn der Karren im republikanischen Sumpf feststeckt und sich diese Partei die Steuerfreiheit der Reichen auf die Fahnen geheftet hat?

Er hat genügend Wirtschaftskompetenz, und vor allem: er hat ein soziales Gewissen. Was seine Gegner nicht im Geringsten haben.

Weil die Demokraten im Repräsentantenhaus nun in der Minderheit sind ist dort eine ähnliche Pattstellung wie in unserer SPÖ/ÖVP Koalition. Auch bei uns kann sich die SPÖ nicht mit einer "Reichensteuer" gegenüber dem rechten Flügel durchsetzen!

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
15.8.2011, 07:43
Mittlerweile ist sogar die Zustimmung für ihn bei Wählern insgesamt auf unter 40% gesunken.

Nicator
21
14.8.2011, 22:02
Ich will ja nix sagen, aber Obama ist der MANN

Wenn der Österreicher wäre der würde locker die 50% knacken, locker

h 90
10

Na Faymann, Spindelegger....Ja da wuerde er gut dazupassen.

xEurocent
06
14.8.2011, 23:56

Oder "versehentlich" von Polizisten mit einem Drogendealer verwechselt und zusammengeschlagen werden...

ingolf mauzke
01
14.8.2011, 20:28
Perry scwört auf die Bibel: Keine Steuererhöhung für Reiche

- komme was da wolle. Ist zwar nicht jedermanns Sache, aber wenigstens Klartext.

ingolf mauzke
00
14.8.2011, 20:28
Perry scwört auf die Bibel: Keine Steuererhöhung für Reiche

- komme was da wolle. Ist zwar nicht jedermanns Sache, aber wenigstens Klartext.

Glasperlenspieler
00
14.8.2011, 20:00
Laut heutiger Gallup-Umfrage

liegt Obama erstmals unter 40% Zustimmung.

39% Zustimmung
54% Ablehnung

http://www.gallup.com/Home.aspx

Odo
12
15.8.2011, 01:54
Das müsste das erste Mal bei einer Nicht-Internetumfrage sein, dass Präsident Obama weniger als 40 % Zustimmung erhält.

Noch 5 Punkte bis er die Präsidenten George W. Bush und Jimmy Carter eingeholt hat.

Im übrigen sind damit die Vergleiche zu Ronald Reagan und Bill Clinton auch obsolet. Denn die Umfragewerte von beiden lagen 15 Monate vor der Wahl schon einige Punkte höher bei "Gallup" und vor allem hatten beide zu der Zeit ihre Tiefpunkte schon hinter sich, Obama dagegen wohl noch vor sich.

Bei einer "Quinnipiac"-Umfrage kam Präsident Obama im Bundesstaat New York zuletzt auch nur noch auf 45 % Zustimmung. Wenn sich der Trend in den anderen Bundesstaaten bestätigen sollte, dürften Obamas Werte auch bei diesem Institut bei der nächsten nationalen Umfrage unter 40 % liegen.

Nur DIREKTE DEMOKRATIE ist Demokratie!
32
14.8.2011, 20:00
Ein Beispiel dafür, wie unausgewogene Medienberichterstattung

anti-demokratisch wirkt: Ron Paul ist in der Ames Straw Poll hinter Bachmann knapp 2. geworden und die Mainstream Medien erwähnen ... alle anderen, von Platz 3 bis 8, bloß ihn nicht.

Stellvertretend ein Beispiel:
www.politico.com/news/stor... 61313.html

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